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Eine Reisereportage von Brigitte & Heinz

Inhalt

 
1. Ankunft in Island
 
2. Schlafsackunterkünfte in Island
 
3. Kalbende Gletscher und Eisberge
 
4. Skaftafell National Park
 
5. Leben mit aktiven Vulkanen
 
6. Wasser überall
 
7. Energie aus Erdwärme
 
8. Die Hauptstadt Reykjavik
 
9. Verblüffende Landmannalaugar
 
10. Golden Circle
 
11. Geysir Ausbrüche
 
12. Die Welt reisst auseinander
 
13. Snaefellsnes Peninsula
 
14. Westfjorde
 
15. Vatsnes Peninsula
 
16. Die Nordküste
 
17. Hotspot Krafla
 
18. Sehenswürdigkeiten um den See Myvatn
 
19. Jökulsárgljufur Nationalpark
 
20. Ost Fjorde da capo
 
21. Schlussgedanken

Wir verbrachten mit unserem Pkw insgesamt 5 Wochen im unglaublich vielfältigen Naturparadies Island und übernachteten in Jugendherbergen und anderen Schlafsack-Unterkünften. Die Südküste erkundeten wir anfangs August, die anderen Gebiete im September. Alle paar Kilometer bot sich uns ein oft vollkommen neues Bild; von Eisbergen bis zu aktiven Vulkanen. Diese einzigartige Insel hat uns enorm begeistert.

Einleitung



Da wir bereits vor unserer Grönland-Reise 8 Tage in Island verbrachten, machen wir einen Zeitsprung zurück zum 30. Juli 2009, als wir im Osten des Landes mit unserem Wagen von der Autofähre Norröna fuhren. Doch zuerst ein paar Hintergrund-Informationen:

Mit einer Fläche von 103‘000 km2 und einer Bevölkerung von 320‘000 ist Island ein sehr dünn besiedeltes Land, erst recht wenn man bedenkt, dass nur ein Drittel der Einwohner ausserhalb des Ballungszentrums um Reykjavik lebt, die allermeisten davon entlang der Küste.

Das Land wurde Ende des 9. Jahrhunderts erstmals von Norwegern und Kelten (Schottische und Irische Mönche) besiedelt. Island rühmt sich des Welt-ersten demokratischen Parlaments, dem 930 gegründeten Alting. Nach 300 Jahren Unabhängigkeit musste sich Island von 1262 bis 1918 Norwegen und später Dänemark unterwerfen, von dem es 1944 in die Unabhängigkeit entlassen wurde. Dänisch wird auch heute noch an allen Grundschulen gelehrt.


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Mit seinen vielfältigen vulkanischen Aktivitäten ist Island irgendwie immer noch im Entstehen begriffen. Seit seiner Besiedlung müssen sich die Menschen immer wieder den Naturgewalten unterwerfen. Das Landesinnere besteht aus hohen Bergen, ewigem Eis, Vulkanen, gigantischen Vulkanstaub- und Sandwüsten, welche immer wieder von Gewässern durchzogen sind. Es ist bestimmt eine sehr raue Schönheit, wenn auch unwirtlich, karg und unfruchtbar. Niemand lebt dort. Im Landesinnern gibt es keine richtigen Strassen; bloss ein paar 4x4 Pisten ohne Brücken. Für einige Abenteurer ist dies genau was sie suchen und jeden Sommer schwärmen Horden von Anti-Asphalt-Rittern mit ihren ausgeklügelten Safarifahrzeugen aus, um sich der Herausforderung und der Einsamkeit des unbarmherzigen Landes zu stellen.

Entlang des Küstengürtels führt die gut ausgebaute Ringstrasse durch fruchtbares, dünn besiedeltes Land. Die meisten der vielfältigen und faszinierenden Sehenswürdigkeiten können über diese 1‘300 km lange, immer noch sehr einsame Strasse (Nummer 1) erreicht werden. Daneben gibt es noch viele Schotterstrassen, welche auch mit normalen PKWs wie unserem (ein Dacia Logan) befahren werden können. Solch unasphaltierte Strassen führen z.B. in die malerischen Fjorde im Osten, Norden und Westen, oder zu weiteren lohnenswerten Zielen im Landesinnern.


  1. Ankunft in Island  

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Bereits als die Autofähre Norröna in den 17 km langen Fjord Seyðisfjörður einfuhr, lichtete sich der Nebel und das Land begann seine Schönheit zu offenbaren. Unzählige kleine Wasserfälle plätscherten die grünen Berghänge hinunter. Als wir vom Boot fuhren, bildete sich entlang der Strasse ein Stau, da sich 20 Italienische Wohnmobile direkt am Hafen versammelten und auf ihr Leitfahrzeug warteten, um ihre Reise im Konvoi um Island antreten zu können.



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Wenn die Norröna im Hafen ist, ist in der kleinen Ortschaft Seyðisfjörður richtig etwas los. Innerhalb einer Stunde spuckt der Bauch der Fähre bis zu 800 Abenteuerfahrzeuge, Wohnmobile und Autos aus. Da die allermeisten ihre Hetztour um Island unverzüglich in Angriff nahmen, war es in der 740 Seelen Gemeinde bereits wieder ruhig, bis wir uns in der Jugendherberge angemeldet und das Frühstück eingenommen hatten.



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Nachdem wir uns im Dorf umgesehen hatten, nahmen wir die steile Passtrasse nach Egilsstadir. Das intensive grün der Landschaft wurde nur durch weisse Schneefelder unterbrochen die Ende Juli immer noch nicht geschmolzen waren, obwohl sie nur ein paar hundert Meter über dem Meeresspiegel liegen. Wir genossen den spektakulären Ausblick und die ersten tosenden Wasserfälle.



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Nun folgten wir dem Ufer des Stausees Lagarfljót südwärts. Das Wasser war generell ziemlich trübe, ausser hinter einigen Sandbänken, wo sich neues Wasser aus anderen Einläufen nicht mit dem Gletscherwasser gemischt hatte und deshalb in einem unwirklichen Blau schimmerte.




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Über eine Brücke gelangten wir auf die andere Seeseite direkt zum Hengifoss Parkplatz. Von dort führte ein guter Wanderweg hinauf zu zwei sehr spektakulären Wasserfällen: Lítlanes- und Hengifoss. Lítlanesfoss beeindruckt mit vertikalen Basaltsäulen und Hengifoss ist mit seinen 120 m Höhe Islands dritt-höchster Wasserfall.



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Die dunkelbraune Felswand des Hengifoss ist mit ihren rötlichen Gesteinsschichten ebenso einzigartig wie der Basalt im unteren Fall. Beide haben uns ungemein beeindruckt – welch ein toller Einstieg!



Mehr dazu im Reisebericht Faszination Nord-Atlantik: eine packende Reise durch die Färöer Inseln, Island und Grönland




 

© Brigitte & Heinz aus der Zentralschweiz, 5 Einträge im Gästebuch von Brigitte & Heinz





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