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| In den Dünen südlich von Swakopmund kann man alles mögliche unternehmen, was den Pulsschlag erhöht und das Herz höher schlagen lässt. Angefangen von Sandboarding, Quadbiking, Tandem Skydiving, Ballooning, Paragliding, Parasailing, Helicopter Flights und anderes mehr.Aus dieser Auswahl entschied ich mich für Paragliding, denn Paragliding oder Gleitschirmfliegen hatte schon zuhause ab und an meine Phantasie beschäftigt. Es ist deshalb sehr interessant, denn man springt nicht im Tandem, sondern lernt am Vormittag die Grundbegriffe, um danach mit Übungssprüngen aus 50 Meter Höhe zu beginnen. |
Ich bezahlte 500 N$ und werde am Morgen um 8 Uhr an der Villa Wiese abgeholt. Mein Lehrer hieß Jamie, ein Österreicher aus Steeg am Dachstein. Dort macht er im Sommer Tandemsprünge, jetzt ist es ihm zu kalt zuhause und er bleibt bis März im warmen Namibia. Wir fahren eine Viertelstunde nach Süden und Jamie beginnt bereits zu erklären, wie der Ablauf aussehen wird. Zuerst macht er mich mit dem Start auf der Ebene vertraut, danach werde ich mit Gurt und Schirm die etwa 50 m hohe Düne hinaufsteigen und meinen ersten Flug wagen. |
Für mein Gewicht von 65-80 kg springt man mit einen S-Schirm. Der Schirm besteht aus einem lufttundurchlässigen Gewebe und ist oben offen, sodass die Luft eindringen kann. Unten ist er zugenäht. Das Gewebe ist mit kleinen Quadraten verstärkt, sodass selbst ein Riss von 20 cm die Funktion nicht beeinträchtigen würde. Eine Vielzahl von Schnüren, die in A, B, C und D-Leinen gebündelt sind, halten den Schirm. Allein eine Schnur könnte mein Körpergewicht halten, so aber hat sie im Flug nur eine Belastung von 5 kg zu tragen. |
Dann bekomme ich den Sitzgurt angelegt, an den mit Karabinerhaken der Schirm eingehängt wird. Schon bei der ersten Übung auf der Ebene merke ich, dass eine große Kraft an einem zerrt, wenn der Schirm über einem in der Luft steht. In diesem Moment lässt man die A-Leinen fallen, die man zusammen mit den Steuerleinen zu Beginn in der Hand hält. Jamie schärft mir ein, keine hastigen oder panikartigen Bewegungen mit der Steuerung zu machen, außerdem wird er mir zu Beginn zurufen, wenn ich nach links oder rechts steuern soll. Also, auf geht`s, ich bin bereit hinauf zum ersten Flug zu schreiten. Okay. die Schnüre sind geordnet, der Schirm kommt hoch, auf Jamies Kommando lasse ich die A-Leinen los und fliege. Zwar noch voller Anspannung, aber schon kann ich es ein wenig genießen bevor der Boden wieder auf mich zukommt. Zwei Meter über dem Boden sollte ich die Steuerung voll nach unten ziehen, hatte Jamie gesagt Ich war aber so auf den Augenblick der Landung mit meinen Füßen konzentriert, dass ich die Steuerleine nur halb nach unten zog, der Schirm mich überholte und ich mich auf den Hosenboden setzte. Auch die nächsten beiden Male blieb es bei dieser Landung. Erst im vierten Versuch hatte ich es raus auf meinen Füßen stehend zu landen und den Schirm hinter mir zu Boden zu bringen. |
Man fliegt maximal bis zur Straße, hatte Jamie vorher gesagt, und bei meinem weitesten Versuch kam ich auch ganz nahe heran. Denn ich hatte unten noch mal Aufwind bekommen und glitt schon von Beginn an ohne irgendwann groß abzusacken, ganz sachte und geradeaus die Düne hinunter. Von mal zu mal kostete es mehr Kraft den Schirm nach oben zu bringen. Die meisten sind schon nach 5 oder 6 Versuchen müde. Ich jedoch hatte schon 8 Flüge hinter mir, ehe ich überhaupt ans Ende dachte. Nur noch 1 oder 2 Flüge sagte ich Jamie, denn mit der Zeit hatte ich auch keine Kraft mehr den Schirm während der Startphase zu halten. Inzwischen konnte ich während der Flugphase den Ausblick aufs Meer und die Dünenlandschaft rundum genießen. Ich war voll zufrieden und denke daran meine Kenntnisse in den Alpen zu vertiefen und mir selbst eine Ausrüstung zu kaufen, die etwa 3000 Euro kostet. Mal sehen. Gerhard Maucher
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Weitere Information: Namib Fun C/o Roon/Sam Nujoma Ave Swakopmund, Tel. 064/463921 Email: namibfun@mweb.com.na und Jamie Ellmer, Reitern 98, 4823 Steeg, Österreich Tel. 0664/1106051 Email: EJAMIE@GMX.AT
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