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Der teilweise bis 50 Meter reite Mae Kok Fluss ist Spiel- und Badeplatz für Kinder, Waschplatz für Mütter, Arbeitsplatz für Schiffsleute und Fischer, Sightseeingplatz für Touristen. Durch den zahlreichen Bootsverkehr ist der Fluss stark verschmutzt. Wegen vielen Untiefen und Stromschnellen, die zu vorsichtigem, sich den Weg suchendem Fahren anhielten, auch gefährlich. Mai Sai, der nördlichste Punkt Thailands ist von Chiang Rai mit dem Bus zu erreichen. Es regnet und wir beschließen zu übernachten im Nothern Guesthouse, einer Anlage mit Bambushütten im Thaistil. Auf der gegenüberliegenden Seite des Mae Sai Flusses liegt Burma. Zum Greifen nähe, doch für uns bleibt es verschlossen. Nach Burma können Touristen nur mit dem Flugzeug über Rangoon einreisen. Dahingegen dürfen Thais, Burmesen und die Angehörigen der verschiedenen Bergstämme diese Grenze unkontrolliert passieren. Auf Motorrollern und Fahrrädern, bepackt mit ausladenden Paketen und Einkaufstüten, so rollt der Warenverkehr über die Grenze. Damit auch der Drogenverkehr. Über Schleichpfade durch Burma gelangt das Rohopium und Heroin zur Küste, wo es auf dem Seewege weiter verteilt wird. Sogar nach Malaysia, wo bei jeder Entdeckung die Todesstrafe droht. Malaysia ist trotz dieser drastischen Maßnahmen im Kampf gegen Drogen nicht erfolgreicher ais zum Beispiel Schweden, das Drogenabhängige im offenen Vollzug therapiert.
Die thailändische Regierung bat für ihr Staatsgebiet die Militärhoheit in der Grenzregion an die Shan United Army abgetreten. Armee und Polizei halten sich mit Aktionen gegen die Drogenproduzenten und -händler zurück. Durchgreifende Maßnahmen sind nicht machbar. Die wenigen Beamten fern der Hauptstadt beziehen meist so niedrige Gehälter, dass mäßige Arbeitsleistungen und Korruption die Regel sind. Das sporadische Abbrennen oder Umpflügen von Opiumfeldern hilft nicht weiter. Programme, die zum Ziel haben, den Bergbauern alternative Anbaupflanzen nahe zu legen, wirken nur langfristig und es muss für die Bauern gewährleistet sein, dass sie ihre Erdbeeren, Litschies, Kaffee, Tee, Gemüse vermarkten können. Um den Transport und die Vermarktung müssen sich also die Projekte kümmern.. In Laos und Burma gibt es überhaupt keine Entwicklung, die den Drogenfluss bremst. Die Guerilla-Truppen benötigen den Erlös aus dem Drogenhandel zum Waffenkauf.
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Loy Krathong Fest/Chiang Mai An Vollmond im 12. Mondmonat wird seit jeher überall in Thailand das Loy Krathong, das Lichterfest, gefeiert. Dabei wird der Mutter des Wassers (Mae Khongka) Dank gesagt. Krathong-Schiffchen aus Bananenblättern und anderen Materialien, neuerdings auch aus Pappe und Styropor, werden mit Kerzen, Räucherstäbchen, Münzen und Blumen geschmückt und flussabwärts geschickt. Neben Sukhothai ist Chiang Mai berühmt für ein besonders eindruckvolles, farbenprächtiges und stimmungreiches Loy Krathong Fest. Eröffnet wurde das Fest mit einem Bambusfloßrennen auf dem Mae Ping River. Jeweils drei Flöße stoßen sich dabei im Wettstreit eine Strecke von 200-500 Metern den Fluss hinunter.Erste Heißluftballone aus buntem Papier wurden losgeschickt und regnen mit einem Knall Papierschnipsel herab.
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Nach der offiziellen Eröffnung am Abend fand auf dem Platz beim Tapae Tor eine Show statt. Geboten wurden Tänze von anmutigen Mädchen und kraftstrotzenden Männern, die im KungFu Stil Säbel, Stöcke und Schutzschilder gegeneinander schwangen. Der Höhepunkt der Show, eine Darbietung mit brennenden Stöcken, die kreisend um den Körper gewirbelt wurden. Am nächsten Morgen, das Fest dauert das ganze Wochenende, ein Rennen der Drachenboote mit 15 Mann Besatzung und Steuermann. Nebenan wird ein Heißluftballon gestartet, der im Schlepptau ein Flugmodell hinter sich herzieht, das fast außer Sichtweite abdockt und dann Rauch ausstossend seine Kreise nach unten zieht. Im weiteren Programm sind Schönheitswettbewerbe, Frauen und kunstvoll gearbeitete Loy Krathong Modelle wurden bewertet. Abends dann ein Umzug; Wagen ausstaffiert mit Drachentieren, die Schönheitskönigin und dazwischen Fußgruppen, die Krathongs tragen und Musikkapellen. Zum Abschluss des Abends setzen auch wir unsere Krathongs auf dem Fluss aus. Die vielen brennenden Kerzen ergeben nun einen Lichterteppich, der sich über den ganzen Fluss ausbreitet.. Daneben zünden einige Thais Feuerwerkskörper, die wie ein Springbrunnen ihre Fontänen versprühen. Sie lassen sich diesen Spaß etwas kosten. Für uns ist das Fest beendet, wir fahren am nächsten Morgen nach Bangkok zurück, und von dort weiter nach Ko Samed. Gerhard Maucher
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