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Eine Reisereportage von Brigitte & Heinz

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Nicht lange später, konnten wir auch die ersten Nordlichter des Nachts flimmern sehen. Ein Naturschauspiel, welches immer wieder von neuem fasziniert.

Weiter ging die Reise mit ein paar genussvollen Fährfahrten, von denen zwei sogar eine Stunde dauerten. Selbst als wir den Polarkreis überquerten, mitte September, war das Wetter herrlich und gegen 20 Grad warm. Im Juli und August dagegen, soll es fast nur geregnet haben. Jetzt holten wir nochmals unsere Shorts aus dem Gepäck hervor.

Je weiter nördlich wir kamen umso höher und faszinierender wurde das Gebirge. Auch die Inseln hatten immer spitzere Formen und ragten jetzt oft sehr steil aus dem Meer auf. Dieses Klima liess es sogar zu, dass Gletscher selbst bei dieser Wärme bestehen konnten. So waren wir im Ort Holand in einem sehr schönen Hüttchen am Svartisen-Gletscherarm, der bis in den Fjord hinunter kam. In diesem Mischwasser von Salz und Gletscher sahen wir sogar zwei Mal einen Delphin springen.

  Svartisen-Gletscherarm  
  Kistriksvejen, vor Holand, Skandinavien[254]

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  errodierende Felsen  
  Kistriksvejen, Skandinavien[254]

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Kurz vor Bodø wurden wir Zeugen eines weiteren Naturschauspiels. Der Saltstraumen ist eine Meerenge durch welche das Gezeitenwasser bei Flut vom Meer her in einen grossen Fjord drängt und nach 6 Std. wenn die Ebbe einsetzt wieder zurück strömt. In diesen 6 Std. fliessen jeweils bis zu 4 Mio. Kubikmeter Wasser durch die Meerenge was man von einer Brücke aus eindrücklich beobachten kann. Dieser stärkste Mahlstrom der Welt liess das Wasser unter der Brücke wie einen reissenden Fluss erscheinen der sehr viele gefährliche Wirbel bildet. Der Wasserspiegel war dort wo die Strömung am stärksten war, auch sichtbar höher als am Ufer. Kurz bevor die Gezeiten und damit die Flussrichtung wechseln, liegt das Wasser für kurze Zeit ruhig und spiegelglatt da, wie in einem See.

  Grasdächer sahen wir oft  
  Kistriksvejen, Skandinavien[254]

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Auf unserem letzten Abschnitt fuhren wir weiter durch eine faszinierende Berglandschaft, welche reich geschmückt war mit Fjorden und Seen oder in den höheren Lagen mit Mooren und Sümpfen. Zu unserer Überraschung waren nun plötzlich fast alle Bäume kahl, dabei hatten sie doch 50 km südlich noch kaum Herbstfarben angenommen.

Die Stadt Narvik liessen wir links liegen da die norwegischen Dörfer und Städte im Vergleich zu dem was wir in Schweden gesehen hatten, viel weniger Charme haben. Dafür wurden wir aber mit einer gleich nochmals vielfältigeren und eindrücklicheren Naturlandschaft kompensiert. Hier auch stand er nun - der lange erhoffte Elchbulle. Ein riesen Tier, dessen Geweih uns sehr beeindruckte.

  zurück in der Zivilisation  
  Tromsø, Skandinavien[254]

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Als nördlichstes Ziel erreichten wir schliesslich Tromsø. Hier war´s plötzlich vorbei mit der Wärme, eisige 5 Grad hatte es nur noch, aber nix zu jammern; der Himmel war immer noch stahlblau und eitel Sonnenschein. Diese Stadt hat uns aber auch gefallen, sie ist sehr multikulturell und hatte etwas unüblich für Norwegen, auch ein hübsches einheitliches Stadtbild zu präsentieren. Jetzt genossen wir es wieder in die Zivilisation einzutauchen. Es gab Geschäfte und Restaurants und eine Flaniermeile an der Hafenfront. Dies war die perfekte Abwechslung zur einsamen Natur und bald darauf tauchten wir ja schliesslich wieder in die Einsamkeit ein, als wir am 24.9.2001 nach Finnland weiter fuhren.

Mehr dazu im Reisebericht Skandinavien: Spätsommer und Herbst im hohen Norden



 

© Brigitte & Heinz aus der Zentralschweiz, 5 Einträge im Gästebuch von Brigitte & Heinz






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