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Eine Reisereportage von Brigitte & Heinz

Inhalt

 
1. Anreise via RSA zum Etosha Nationalpark
 
2. Im Etosha Nationalpark; Tierherden am Wasserloch Okaukuejo
 
3. Etosha Nationalpark Fortsetzung…; Wasserloch mit Elefant, Zebras, & Springböcken
 
4. Etosha Nationalpark Fortsetzung…; umzingelt von Löwen
 
5. Abschied vom Etosha Nationalpark; beim Elephantenbad

  5. Abschied vom Etosha Nationalpark; beim Elephantenbad  

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Die sieben Tage im Etosha waren sicherlich der Höhepunkt unserer Reise ins südliche Afrika. Es wurde uns einmal mehr bewusst, dass ein Zoo eigentlich nur ein Tiergefängnis ist. Es ist schön, dass es in Afrika noch ein paar Nationalparks gibt, wo Tiere und Pflanzen in einem harmonischen Kreislauf einander dienen können, genau so wie es die Natur ursprünglich vorgesehen hat. Noch mehr haben wir hier gesehen, dass viele Tiere und Pflanzen einander mehr als nur zur Nahrung dienen. So viele Lebensformen sind für ihren Fortbestand voneinander abhängig, so. z.B. für's Bestäuben oder Verteilen von Samen bei Pflanzen. Diese wiederum bieten vielen Tieren Nestgelegenheit oder Unterschlupf. Viele verhelfen einander auch unbewusst zu Nahrung weil sie etwas erlegen, liegen lassen, ausgraben oder herunterreissen, das andere Arten nicht selbst hätten erreichen können.


Zurück ins Namibia der Menschen



Nach einer Woche in diesem Garten Eden für Tiere fuhren wir zurück ins Leben der Menschen in Namibia und besuchten weitere Sehenswürdigkeiten.
Oft wünschten wir uns, dass die Menschen in Namibia ebenso viel Vernunft und Vertrauen hätten, wie die wilden Tiere. Im Etosha Nationalpark besteht zumindest von den Menschen aus keine Gefahr und die kleine Restgefahr welche von den Tieren ausgeht, ist ja ein Teil des naturbestimmten Kreislaufs.

  Swakopmund  

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Nun fuhren wir südwärts an die Küste nach Swakopmund. Dabei erreichten wir die Gegend wo der schwarze Bevölkerungsanteil vorwiegend zu den Volksgruppen der Damara und der "gelben" Nama gehören. Aber viel mehr als diese, sind uns hier die Deutschen aufgefallen! Swakopmund ist eigentlich eine recht hübsche, aber befestigte Version einer modernen deutschen Kleinstadt. In den meisten Geschäften wurden wir wie selbstverständlich in Deutsch begrüsst, nachdem man uns Einlass gewährt hatte. In den weissen Wohngebieten d.h. im ganzen Zentrum, war Deutsch sicher die meistgesprochene Sprache. In vielen namibischen Orten wird auch heute noch Karneval gefeiert und dort sollen alle Kulturen kräftig mitfeiern. Das berühmte deutsche Ohnsorg Theater war momentan sogar hier auf Tournee.

Beim Essen in Swakopmund, ist der Einfluss der ehemaligen Kolonialmacht sogar noch deutlicher zu erkennen als im Rest des Landes. Das Gute daran war natürlich, dass es sehr einfach war gutes knuspriges Brot und verführerische Kuchen und Torten zu finden. Diese wurden noch genauso gebacken wie zu Grossmutters Zeiten in Deutschland: mit weniger Zucker und mehr Früchten. Dass es hier auch schmackhafte Wurstwaren gab, war auch nicht verwunderlich. Egal welcher Rasse, alle Leute kannten diese Speisen nur unter ihren deutschen Namen: Brötchen, Schwarzwäldertorte, Apfelstrudel, Schweineohren (Prussien), Eisbein, Bratwurst und auch Landjäger (ob die nicht eher schweizerisch sind?). Landjäger gab es auch dort überall wo weit und breit niemand Deutsch sprach.

Apropos Sprache: wir möchten noch erwähnen, dass die einzige offizielle Landessprache in Namibia Englisch ist. Bei der Unabhängigkeit sprachen zwar nur 2% Englisch, aber die Regierung wollte damit alle Bevölkerungsgruppen gleichmässig benachteiligen - dies ist wohl afrikanische Logik! All zu gross ist der Bevölkerungsanteil der diese Sprache beherrscht allerdings auch heute noch nicht, obwohl wir Touristen problemlos damit durch kamen.

Dass wir im Fernsehen die deutsche Tagesschau empfangen konnten, war für uns etwas sehr Spezielles und die Welt erschien gleich wieder viel grösser. Dies war möglich dank dem die Besitzer der Ferienwohnung, die wir in Swakopmund für 6 Tage mieteten, einen Satellitenempfänger hatten.

Viele Pensionäre haben damit begonnen, hier Ferienhäuser zu kaufen weil die Costa del Sol schon lange ausverkauft ist. Ein Costa Natura gibt's hier aber nicht. Vielen gefällt es, dass es hier so deutsch ist und beim warmen und trockenen Sommerklima ist es einfach, dem Winter zu Hause zu entfliehen.

Aus der Ferne könnte man meinen, Swakopmund sei eine Oase am Meer die von drei Seiten mit Sand umgeben ist. Die Dünen kommen direkt bis an den Stadtrand und es regnet sozusagen nie. Feuchtigkeit kennt man da nur in Form von dichtem Nebel, welcher oft frühmorgens einen 50km breiten Küstengürtel bedeckt und sich bis ca. 10:00 Uhr auflöst.

Einmal machten wir einen Ausflug zum 30 km entfernten Walfis Bay, wo wir Flamingos und Pelikane bewundern konnten. Auch die goldenen Dünen entlang der Strasse waren sehr beeindruckend und bald sollten wir davon noch mehr sehen.



  Dünen im Sossusvlei Nationalpark  

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Entlang einer guten Schotterstrasse fuhren wir 260 km südwärts nach Solitaire. Hier bezogen wir ein Zimmer in einer Lodge, welche eine der näheren zu Namibia's bekanntesten Dünen ist. Wie immer, ist halt eine Lodge etwas gross und unpersönlich, offeriert nicht ganz so viel, aber kostet mehr (~500 N$=53 Euro) als die gemütlichen Frühstückspensionen (~300 N$=32 Euro/52 CHF). Von hier waren es immer noch 150 km auf einer z.T. recht holprigen Schotter -, z.T. auf asphaltierter Strasse nach Sesriem, wo es nur einen Campingplatz gab. Nachdem wir den Eintritt zum Sossusvlei National Park (170 N$=18 Euro) einem mürrischen Beamten abgeliefert hatten, fuhren wir bald die 60 km in ein Tal zwischen roten Dünen. Da es hier vor drei Monaten stark geregnet hatte, war es erstaunlich grün und hatte viele Blumen zwischen den Sandbergen.

Im schönsten Teil der Dünenlandschaft gab es Salzseen und der grösste von ihnen hatte immer noch Wasser, was manchmal jahrelang nie vorkam. Nachdem wir eine Düne erklommen hatten, realisierten wir erst wie gross das Sandmeer um uns herum war; soweit das Auge reichte, man sah nichts als rote Dünen. Auf dem Rückweg fiel uns auf, wie stark sich das Licht in den letzten Stunden verändert hat. Die aufkommenden Schatten hoben die Formen und Farben der Dünen ganz anders hervor, besonders bei denjenigen mit stark geschwungenen Kreten.

Ein 4x4 "Dünentaxi" fuhr uns zurück zum Parkplatz von wo wir den Rückweg nach Solitaire antraten, das wir kurz nach Sonnenuntergang gegen 18:00 Uhr erreichten. Auch an diesem Abend sassen wir nach dem Essen noch lange mit ein paar Leuten um den Kamin zusammen und tauschten Erfahrungen aus. Einer war ein belgischer Einwanderer der Namibia sehr gut kannte und hier kleine Reisegruppen leitete.

Weitere Bilder in der Galerie Fotoalbum Namibia; nicht nur Faszination  21
Von der RSA Grenze aus machten wir eine dreiwöchige Namibia Rundreise..



  Lüderitz  

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Am nächsten Morgen fuhren wir mit unserem Golf auf einer guten Schotterstrasse weiter südwärts. Obwohl - oder vielleicht weil so wenig Verkehr herrschte, war diese Strecke in exzellentem Zustand. Fast alle anderen Touristen entschieden sich anscheinend für den 300 km langen Umweg über die asphaltierte Strasse und dies obwohl die meisten mit teuren vierrad angetriebenen Fahrzeugen mit festmontiertem Dachzelt im Konvoi unterwegs waren, wie dies von geschäftstüchtigen Reisebüros empfohlen wird.

Unser Mietwagen, für den wir pro Tag 150 Rand (~16 Euro) hinblätterten, bewältigte diese unasphaltierten Strassen aber auch problemlos. Versicherungsschutz auf diesen Strassen mussten wir zwar speziell einhandeln, aber der ist auch bei vielen 4x4 Fahrzeugen meistens nicht gewährleistet. Grosszügigen Versicherungsschutz gab es sowieso bei keinem Autovermieter.

Obwohl die Temperaturen hier tagsüber regelmässig 20 °C oder mehr erreichten, sanken sie nachts oft ungemütlich nahe an den Gefrierpunkt und manchmal sogar darunter. Somit war campieren keine Alternative. Viele Touristen realisierten dies womöglich erst nach Ankunft. Auf alle Fälle waren die günstigen Unterkünfte oft ausgebucht und die Parkplätze mit diesen 4x4 Camping Fahrzeugen überstellt (wie Toyota Landcruiser). Für echte Rucksackreisende ist Namibia eh etwas zu teuer und wir hatten den Eindruck, dass der durchschnittliche Tourist der hierher kommt, schon eher etwas vermögend ist.

Zurück auf die 420 km Schotterstrasse; zur Mittagszeit trafen wir im kleinen Dorf Maltahöhe ein. Wir konnten es kaum glauben, mit wie viel Stacheldraht, Elektrozaun und Wachleuten sich die Einwohner dieser Ortschaft gegen alles Böse schützen. Können sich ein paar Hundert Menschen gegenseitig nicht einmal trauen?

Mit gefülltem Magen setzten wir unsere Fahrt fort durch eine niedrige Hügellandschaft und trockene Täler die mit Gras bewachsen waren, das ebenfalls trocken zwischen all den zerstreut herumliegenden Steinen zu sehen war. Nur etwa alle 30 km kamen wir an einer kleinen Farm vorbei, welche Schafe oder Ziegen hielt. Ab und zu sah man auch Mal ein paar Springböcke oder Strausse.

Aus war der Name der Ortschaft wo wir übernachteten und ein ganzes Haus für uns allein bekamen. Im nahe gelegenen Hotel Bahnhof servierte man uns ein ausgezeichnetes Abendessen. In Namibia war das Essen normalerweise von guter Qualität, wenn auch nicht all zu raffiniert zubereitet. Hier allerdings kriegten wir eine wahre Gourmet-Mahlzeit aufgetischt, was vielleicht daran lag, dass der Koch seine Künste in Südafrika erlernt hat, wie er uns erzählte.

Unsere nächste Destination war das kleine Städtchen Lüderitz, benannt nach dem deutschen Abenteurer. Dieser ansprechende Küstenort verdankt seine Existenz den Diamanten. Es gibt einen wichtigen Hafen und wie überall: das früher obligatorisch erstellte "Township" (Siedlung der Farbigen) am Stadtrand. In der Nähe gibt es grosse Wanderdünen, was oft zu Problemen führt, da es nicht selten mehrtägige Sandstürme gibt, die sowohl die Zufahrtstrasse, als auch die Eisenbahnlinie unter Sand begraben. Wir hatten sonniges und windstilles Wetter.

Am nächsten Tag fuhren wir über eine Schotterstrassen- Abkürzung weiter. Momentan arbeitete man gerade daran, diese Strasse zu asphaltieren und bis zum Ort Rosh Pinah war sie schon fast eine "super highway" geworden. Nach einem Mittagsstop fuhren wir auf einer ab und zu etwas schlammigen Schotterstrasse weiter durchs Gebirge hinunter bis zum Orange Fluss, wo die Landschaft schnell grün und blühend wurde. Der Fluss bildet die Grenze zu Südafrika, wo wir nach einer letzten Nacht in Noordoewer einreisten.

Wir haben die Sehenswürdigkeiten Namibia's wirklich in vollen Zügen genossen, aber irgendwie waren wir auch froh, dass wir dieses Land mit seinen vielen Problemen wieder verlassen konnten.


Zurück nach Südafrika



Vor unserem Rückflug (nach Singapur) verbrachten wir nochmals ein paar Wochen in Südafrika. Bei unserer Ankunft in Kapstadt waren wir wegen der Sicherheitsprobleme schockiert gewesen. Nachdem wir von Namibia dorthin zurück kehrten, erschien uns aber vieles relativ. Wir haben noch nie unsere Ansicht über ein Land so schnell geändert, wie über Südafrika. Nach Namibia kam uns Südafrika so viel freundlicher vor und dies nicht nur, weil man hier besser isst und freundlicher bedient wird; wir fühlten uns auch wieder viel sicherer und deshalb freier!

Trotzdem, wir würden den Etosha Nationalpark in Namibia dem Krüger Park in Südafrika wieder vorziehen. Im Krüger Park soll es zwar noch mehr Tierarten geben, dafür soll man dort aber bei weitem nicht so viele Herden sehen und man muss anscheinend intensiver nach den Tieren Ausschau halten als im Etosha Park, wo man (fast) überall ohne gross danach zu suchen, welche sieht.

  Gnus & Oryx   
  nördlich von Kapstadt, Südafrika[79]

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Im südlichen Afrika werden Tiere wie Gnus, Oryx oder Springböcke oft auf Gästefarmen als Attraktion für Touristen gehalten. Andernorts werden diese Tiere wiederum wie bei uns Schweine oder Kühe zur Fleischproduktion gezüchtet, aber mit deutlich mehr Auslauf als in Europa.

Weitere Bilder in der Galerie Fotoalbum südliches Afrika: nicht nur Faszination  24
Im Sommer 2006 bereisten wir mit einem VW Chico (Golf) den Westen von Südafrika und fast ganz Namibia..




Sehenswürdigkeit: Hermanus: Walbeobachtung von der Uferpromenade

In Hermanus kann man zwischen etwa Juni bis Oktober die "Southern Right"- Wale (Deutsch: Südkaper) direkt von der Uferpromenade im Ortszentrum aus beobachten.

Mindestens einen sahen wir fast immer an der Wasseroberfläche tummeln, manchmal waren es sogar 10 – 20 Tiere gleichzeitig die eine "Flossen-Schau" boten oder sogar aus dem Wasser sprangen. Entlang der Esplanade gibt es mehrere Unterkünfte mit „Wal-Blick“.

  Südkaper, Southern Right Whale  
  Hermanus, Südafrika[79]

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In Hermanus, 120 km östlich von Kapstadt, kamen wir wieder an die Küste. Mit viel Glück konnten wir ein wunderschönes zweistöckiges Appartment mit Meersicht mieten. Wir zahlten auch dafür 300 Rand (32 Euro), genau gleichviel wie an den letzten 7 Orten für unsere Zimmer. Momentan waren Wale für etwa 4 Monate in der Bucht und wir konnten welche direkt von unserem Fenster aus sehen. Gingen wir hinten hinaus, waren wir bereits im Zentrum des ansprechenden Ferienortes mit vielen Restaurants und günstigem Internetzugang. Hermanus begeisterte uns auf Anhieb so stark, dass wir spontan entschieden unsere letzten 10 Tage hier, statt in Franschhoek zu verbringen, wo wir eigentlich morgen hinfahren wollten.

In Hermanus haben wir uns für 10 Tage etwas zurück gelehnt und einfach noch ein wenig von den guten Dingen profitiert, die das Land zu bieten hat. Hier hatten wir ja zusätzlich noch die "Southern Right"- Wale (Südkaper) vor der Tür, denen wir täglich eine Weile zusahen. Irgendeinen sah man meistens an der Wasseroberfläche, manchmal auch 10 – 20 und ab und zu boten sie etwas "Flossen-Schau" oder sprangen aus dem Wasser.

Wir genossen noch einige kulinarische Höhepunkte und nicht nur diese, sondern auch all die guten und schlechten Dinge die wir erlebt und erfahren hatten, müssen jetzt verdaut werden.

Wir machten uns an das Schreiben dieses Reiseberichtes, was uns (hoffentlich) ebenfalls etwas geholfen hat, diese beiden kontroversen und kontrastreichen Länder; Namibia und Südafrika besser zu begreifen.

Die hohe Kriminalität hat uns anfangs sehr schockiert, aber mit der Zeit gewöhnt man sich etwas an all diese Stacheldrahtzäune. In einem Land indem fast 80% der Bevölkerung an der Armutsgrenze lebt, ist es eher verwunderlich, dass es mit der Kriminalität nicht noch schlimmer ist.

In Südafrika ist es auf dem Land zumindest an den meisten Orten relativ sicher. Nur in den Städten gibt es wirklich grosse Probleme. Dort verlassen die Menschen ihr gesichertes Haus höchstens um in einem bewachten Einkaufs- und Erlebniszentrum ihre Freizeit zu verbringen. Ein Spaziergang an der frischen Luft ist abends und am Wochenende viel zu gefährlich.

Objektiv gesehen, ist in beiden Ländern die Kriminalität dort am schlimmsten wo am meisten Armut herrscht, d.h. in den Slums vor den Grosstädten und in den ehemaligen "Township's", wo vor allem die Schwarzen und Coloureds leben. In den vorwiegend weissen Gebieten und dort wo Touristen hingehen, wird mit Wachpersonal (also Geld) für die Sicherheit gesorgt.

Aber: alles ist relativ! Auch südafrika’s Probleme. In der letzten Woche in Hermanus, kamen wir mit einem Engländer ins Gespräch der in Brasilien's Rio wohnt und was er von dort erzählte, ist nun wirklich haaresträubend. Weil die Situation in Südafrika so viel besser sei, will er nun nach Kapstadt immigrieren, da er sich hier viel sicherer fühlt...

Die Völker Südafrikas sollten der Welt als gutes Beispiel dienen, dass Millionen von Menschen denen bedingungslos vergeben können, die sie Jahrhundertelang umbrachten, folterten, unterdrückten und diskriminierten. Persönlichkeiten wie Nelson Mandela an ihrer Spitze zu haben, ist sicher hilfreich, aber alle Völker die ihre Welt wirklich ändern wollen, können dies tun. Sie müssen zusammen stehen und den Wandel in ihre eigenen Hände nehmen. Dass dies hier so gut funktioniert hat, lässt uns hoffen, dass auch in anderen Konfliktgebieten, wie dem Balkan oder nahen Osten endlich auch solche Toleranz aufkäme. Dass sich auch dort die Völker vergeben und ihre Welt friedvoll werden könnte.

Am Wochenende war Hermanus erstaunlich belebt, da die Stadtbevölkerung hierher pilgerte um etwas auszuspannen, das langsam wärmer werdende Frühlingswetter zu geniessen und den Walen zuzusehen. Wir haben es vorher noch nie so bewusst genossen, wieder unter Menschen zu sein und nicht irgendwo in einem ausgestorbenen Ort, wo keine Menschenseele am Wochenende die Strassen bevölkert.

Wir können nun in Singapur wieder so richtig eintauchen und deshalb haben wir uns auch irgendwie auf den Rückflug dahin gefreut. Am 16. Sept. landeten wir glücklich wieder in dieser sicheren lebhaften und exotischen Millionenstadt, die Tag und Nacht nie still steht und wo man spürt, wo man ist: mittendrinn in Asien!

In Singapurs Stadtzentrum fielen uns die grossen Werbe-Plakate für die Nachtsafari in „The world’s first nocturnal wildlife park“ auf, welche jährlich 11 Millionen Touristen anzieht. Nichts für uns… Dank unserem Besuch im Etosha Nationalpark wissen wir nun, wie das Leben in der Wildnis abläuft, und dieses einzigartige Erlebnis kann kein Zoo oder Tierpark bieten!

Weitere Bilder in der Galerie Fotoalbum Südafrika, der Westen  21
Von Kapstadt aus machten wir eine fünfwöchige Rundreise durch den Westen der RSA..



Mehr dazu im Reisebericht Namibia: faszinierende Nationalparks, deprimierende Kriminalität & himmlische Torten



 

© Brigitte & Heinz aus der Zentralschweiz, 5 Einträge im Gästebuch von Brigitte & Heinz






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