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Eine Reisereportage von Gerhard Maucher

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Gemächlich tuckert unser Longtailboot vorbei an Fischern auf Booten nicht größer als Badewannen und winkenden Kindern den Mekong hinunter nach Champasak. Vor der Abfahrt in Pakse lud ein vollbesetztes Boot eine ganze Schweineherde mit heftigem Quieken nebst einigen Hühnern aus. Nahe bei Champasak zeugen Steine von einer großen Vergangenheit. Der Vat Phou, wörtlich Bergtempel, wird überragt von einem 60 m hohen Felsen, der sich phallusartig gen Himmel reckt. Ebenso wie die Khmer der Angkorepoche waren die Cham Verehrer des Phallus oder Linga und sahen sich als Inkarnation des hinduistischen Gottes Shiva. Im informativen Museum am Eingang von Vat Phou sind zahlreiche dieser Lingas aus Sandstein datiert vom 6. - 8. Jahrhundert zu sehen. Ebenso gezeigt wird Garuda, das vogelähnliche Fabelwesen, das an der Quelle hinter dem Heiligtum gefunden wurde, Makara, ein Fabelwesen aus Krokodil Elefant und Fisch, das den Eingang von Vat Phou zierte und zum Schluss Nagas, mehrköpfige Schlangengestalten aus der Angkor Periode des 12. Jahrhunderts. 2001 wurde die Stätte zum Weltkulturerbe erklärt. Sie ist in drei Ebenen symmetrisch angeordnet. Die 280 m lange Prozessionsstraße zwischen zwei Wasserbecken ist zurzeit für weitere archäologische Ausgrabungen gesperrt. Am Eingang der 1. Ebene stehen links und rechts der Frauen- bzw. Männerpalast und erinnern schon äußerlich stark an die Angkor-Periode

  Bootsankunft  

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mit heftigem, quiekendem Protest wird eine ganze Schweineherde ausgeladen



Sehenswürdigkeit: Vat Phou bei Champasak

Der Bergtempel Vat Phou im Süden von Laos nahe Champasak wird überragt von einem 60 m hohen Felsen, der sich phallusartig gen Himmel reckt. Ebenso wie die Khmer der Angkorepoche waren die Cham Verehrer des Phallus und sahen sich als Inkarnation des hinduistischen Gottes Shiva. 2001 wurde die Stätte, die in drei Ebenen symetrisch angeordnet ist, zum Weltkulturerbe erklärt. Am Eingang der ersten Ebene stehen links und rechts der Frauen- bzw. Männerpalast und erinnern schon äußerlich stark an die Angkor-Periode.
Im Innersten des Haupttempels der dritten Ebene zieren jetzt Buddhas den Altar und werden wie an anderen Altären von Opfergaben gesäumt. Einmal im Jahr im Februar wird ein großes, mehrtägiges Fest gefeiert, zu dem tausende Pilger bis von Kambodscha und Thailand anreisen.

  Portal Frauenpalast  

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Eine mit Lingas gesäumte Galerie führt zur 2. Ebene und über eine steile Treppe aus großen Quadern gelangt man zur 3. Ebene mit dem eigentlichen Heiligtum, das früher Shiva gewidmet war. Laos ist buddhistisch und so nimmt es nicht Wunder, dass jetzt ein Buddha das Allerheiligste ziert. Auch an den Portalen und an vielen Altären werden Blumengestecke und Räucherstäbchen geopfert. In ein paar Tagen ab 9. Februar wird ein großes 5-tägiges Fest am Vat Phou gefeiert, wo tausende Pilger bis von Kambodscha und Thailand kommen.

  Lingas  

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eine mit Lingas gesäumte Galerie verbindet die Ebenen


   3. Ebene  

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Buddhas zieren das Allerheiligste des ehemals Shiva gewidmeten Khmer-Tempels




Siphandone, wie der Name des seit 1998 regierenden Staatspräsidenten von Laos, wörtlich 4000 Inseln, sind mein nächstes Ziel am Mekong. Don Det mit seinen Bungalowunterkünften ist mit der Nachbarinsel Don Khon durch eine Brücke verbunden. Dort im Nirgendwo steht eine Lokomotive nebst ein paar Metern Schienen und rostet vor sich hin. Einst wollte der koloniale Franzose damit die Stromschnellen und Wasserfälle des Mekong umfahren. Doch passt diese starre Fortbewegung nicht ins laotische Verkehrssystem und inzwischen ist die Lokomotive so uninteressant, dass selbst auf die 2000 Kip Eintritt verzichtet wird.

   

 

© Gerhard Maucher






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