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Eine Reisereportage von Gerhard Maucher

Inhalt

 
Zwischenlandung und Auftanken
 
Konferenzzimmer des Präsidenten
 
An der Anlegestelle



Nach dieser ausgiebigen Mittagsrast setzen wir unsere Fahrt ohne Unterbrechung fort. Unser Ziel Nam Neune ist ein Dorf wie im wilden Westen. Zwei Strassen, eine mit Restaurants, die andere mit Marktständen bilden den Ortskern.
Am nächsten Morgen tauschen wir das Fahrzeug mit einem aus der Gegenrichtung kommenden Reisegruppe. Unser neuer Fahrer liebt Rock-Musik aus Laos, "Sapphire", Balladen im Stil der Scorpians.

Nach einer Stunde ein unfreiwilliger Halt. Die Bremsen quietschen und müssen überprüft werden. Entlang der Bergrücken an der Straße Nr.1 geht es steil, zum Teil 500 Meter hinab.



Ein Lastkraftwagen von John Holland, einem australischen Bauunternehmen, das auch die Friendship-Brücke über den Mekong baute, stürzte hier nach einem Unfall hinunter.
Die Sonne kriecht aus dem Nebel.
An heißen Quellen waschen wir uns seit Tagen zum ersten Mal wieder mit warmem Wasser. Die Fahrt geht weiter über mehrere Pässe, der Wagen klimmt entlang der Höhen, vorbei an Hmong-Dörfern. Hier spielen Kinder eine Art Boccia mit ihren Schuhen, tragen auch Väter ihr Baby im Wickeltuch vor die Brust gebunden, in der anderen Hand das Gewehr, waschen, weben und kochen Mütter am offenen Feuer. Kleine Kinder stehen entblößt am Rande der Straße.

Elf Stunden waren wir unterwegs um 250 Kilometer bis Nambac zurück zu legen, nachdem wir zuvor am Fluss Nam Ou unser Boot für morgen bestellt hatten.



In Muong Ngoy an der Anlegestelle warten wir auf unser Boot nach Luang Prabang. Bis jetzt ist noch kein Speedboot eingetroffen, während wir am Lagerfeuer sitzen, uns wärmen und Fragen der Einheimischen nach dem woher und wohin beantworten.

  An der Anlegestelle  

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Elf Uhr: Unser Speedboot ist da.


  Mit dem Speedboot unterwegs  

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Mit 50 km/h rasen wir stromabwärts, umkurven buschige Inseln und hüpfen über kleine Wellen des cirka 100 Meter breiten Flusses.


  Die Pak Ou Höhlen  

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An der Mündung des Nam Ou in den Mekong liegen die Pak Ou Höhlen. Treppenstufen führen in den Kalksteinberg hinein. Große und kleine Buddhas sind hier aufgereiht. Sie wurden von Gläubigen gestiftet. Die Statuen sind mal einfach, mal aufwendig gestaltet und wurden aufgestellt, wo sich Platz bot.
Aus einem Köcher mit Stäbchen, die mit Zahlen versehen sind, ziehe ich die Nummer "zwei". Das dazugehörige Los sagt: Ich bin nicht glücklich, wenn ich zuviel denke. Dann werden die Schwierigkeiten zurückkommen. Doch ich kann guten Mutes sein, es wird mir Unterstützung angeboten, und in der Zukunft werde ich bei guter Gesundheit bleiben.




Der Mekong ist breiter und fließt mit trägem, braunem Wasser stromabwärts.
Nach drei Stunden Bootsfahrt erreichen wir Luang Prabang. Wir fahren direkt zum Flughafen, um noch den Flug an diesem Nachmittag zu bekommen. Ein Ticket nach Vientiane kostet 35000 Kip (entspricht etwa 30 Euro).
Der Flug verspätet sich auf unbestimmte Zeit. Wir warten im Flughafen und haben doch keine Zeit mehr, die Königsstadt Luang Prabang zu besichtigen.

Wir winken zum Abschied aus dem Flugzeug: Aufwiedersehen Luang Prabang.
Bis auf ein nächstes Mal.

Info:



Ein 15 Tage Tourist Visa erteilt die Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Laos, Am Lessing 6, 53639 Königswinter.
Diese fünftägige Tour wurde durchgeführt von SODETOUR, 114 Quai Fa Ngum, B.P. 70 Vientiane, und kostete umgerechnet 300 Euro.





 

© Gerhard Maucher






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