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| Wir, das war mein Vermieter H. Matthes und ich, machten am 16.6.05 eine Kanutour auf der Havel und den Havelquellseen im Müritz-Nationalpark. Ob Pagelsee, Zotzensee , Jäthensee oder Havel, man ist in den Sommermonaten in der Woche fast alleine auf dem Wasser und kann in beeindruckender Weise erfahren, wie sich absolute Stille im dünnbesiedelsten Teil Deutschlands anhören kann. |
 Unter Leitung eines erfahrenen Naturführers durch unseren Vermieter haben wir uns früh Morgens auf den Weg nach Granzin gemacht. Hier, im Müritz-Nationalpark, beginnt unsere spannende Kanutour, die Heimat seltener Pflanzen und Tiere geworden ist und anderswo keinen Platz mehr haben.
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Bei Kormoran Kanutouring bekommt man alles für eine gelungene Kanutour
Geradezu ideal ist das Wiesengelände der Gaststätte „Havelkrug“ an dem der Kanuverleiher „Kormoran Kanutouring“ seinen umgebauten Bauwagen angesiedelt hat. Freundlichst erklärt uns ein Mitarbeiter des Kanuverleihers wie das mit dem Kanufahren so geht: wie man am Paddel dreht, wie man das Ruderblatt ins Wasser taucht und damit die Richtung angibt, und zum Schluss noch die Besonderheiten des Paddelns im Nationalpark. Danach ziehen wir die leuchtend-orangefarbenen Schwimmwesten über, und schleppen unseren Leih-Zweier zur Einsetzstelle die an einer kleinen Brücke in der schmalen Havel liegt.
Weitere Informationen von „Kormoran Kanutouring“ auf der offiziellen Internetseite: http://www.kormoran-kanutouring.de/
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Einsatzstelle unserer Paddeltour
Einmal gesessen im gemieteten Kanu ist er verschwunden, der ohnehin ursprünglich nur gedachte Unterschied von Mensch und Natur. Wer hinten sitzt übernimmt die Steuerung. Die funktioniert mit einem im Wasser hängenden Ruderblatt, das man mit den Füßen und damit verbundenen Schnüren lenkt. Gar nicht so einfach, mit der Koordination klarzukommen. Wir starten in bester Laune während die Sonne schon kräftig vom Himmel brennt. |
Stille genießen zwischen Schilf und Seerosen
Gemächlich paddeln wir Havelabwärtz und gelangen durch eine Schilfenge zum idyllischen, mit See – und Teichrosen bedeckten Schulzensee, den wir in westliche Richtung durchpaddeln. Immer wieder hole ich aus der wasserdichten Tonne meine Digitalkamera heraus was mir zwar sehr lästig ist, aber so bin ich auf der sicheren Seite das ich am Schluss dieser Tour auch Bilder mit nach Hause nehmen kann – was mir nicht immer gelungen ist. |
Mummeln, gelbe blühende Teichrosen
Auf unsere erste paddeltechnische Herausforderung mussten wir nicht lange warten. Kurs halten: Ein Boot ist kein Auto, bekomme ich Anfänger zu hören. Es reagiert viel träger, und wer nicht rechtzeitig gegensteuert, furcht in einer Schlangenlinie durchs Wasser, die Erfahrene mit einem spöttischen Lächeln quittieren. Aber mit etwas Übung schafften wir es schließlich doch im Takt zu Rudern. |
Nationalparkschmuck Seerose
Charakteristische Pflanzen sind hier der Rohrkolben, die gelbe Teichrose und die weiße Seerose. Wegen seiner Lage unmittelbar vor der ehemaligen Wassermühle trägt er auch den Namen Graziner Mühlenteich. Das Wasser hat dabei durchgängig Trinkwasserqualität. |
Vor dem Schilf wachsen weiße und gelbe Teichrosen
Hier beginnt die enge, kleingegliederte Welt der Flusslandschaften: gerade einmal bootbreit, und nicht ganz einfach, sich da hindurch zu manövrieren. Röhrichte und Uferbereiche sind Heimstatt seltener Pflanzen und dürfen nicht befahren werden. Bäume ragen ins Wasser, Seerosen säumen die Seiten, kleine Fische blitzen im klaren Wasser, die Zeit scheint still zu stehen. |
Mystische Stimmung im Havelkanal
Bäume und tote Äste ragen aus dem Wasser, breiten ihre Zweige über die Wasserfläche aus – der Wald lädt zum träumen ein. Die Vielzahl von Seen und Kanälen bietet sich insbesondere fürs Kanuwandern an. Sportbegeisterte können hier tagelang unterwegs sein, ohne eine Stelle zwei Mal zu passieren. |

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