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Eine Reisereportage von Gerhard Maucher

Inhalt

 
Blick auf Gemsberg
 
Justine beim Aufstieg
 
Allradtaxi nach Sossusvlei



Nach dem reichlichen Frühstück folgen wir 20 km der geteerten Straße bis zum Eingang nach Sossusvlei. Von hier an waren nur noch Allradfahrzeuge in der Lage, die letzten 5 km bis zu den Dünen von Sossusvlei zurück zu legen. Alternative dazu: zu Fuß zu gehen wie Justine, Joshi und Chunko. Ich nehme das Allradtaxi, das zuerst bei Deadvlei hält.

  Allradtaxi nach Sossusvlei  

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Tote Baumstümpfe ragen aus dem weißen Sand und im Hintergrund thront die Düne wie eine Pyramide darüber. Italiener, Franzosen und Deutsche, keine Afrikaner außer Gottfried sind die Besucher. Hundert und mehr Touristen pro Tag, Sossusvlei ist das Ziel Nummer eins in Namibia, das man gesehen haben muss. Vor 5000 Jahren, meint Gottfried, floss durch dieses Tal der Tsauchab Fluß, bis ihm die Dünen den Weg versperrten und der Fluß einen neuen Weg suchte, nach Sossusvlei. Das schlammige Bett des Tsauchab trocknete aus und wurde zur weißen Pfanne = Vlei. . Sossus-, (blinder Fluss in der Namasprache) -vlei ist die berühmte sichelförmige und wohl meist begangene Düne Namibias.

  Deadvlei  

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Für den Rückweg hatte ich eine etwas verückte Idee: als Marathonman sollte es mir gelingen,
die 5 Kilometer zurück zu rennen. Obwohl ohne Erfahrung mit diesen Bedingungen, rechnete ich mit einer Zeit um 30 Minuten. Tatsächlich war ich in 27 Minuten zurück. Es war wohl heiß, aber gegen Mittag kam mit der Thermik der aufsteigenden Wärme auch eine Brise
vom Meer auf und erleichterte mein Vorhaben.

  Vogelnester der Siedlerweber  

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Schwarzweiße Schildraben krähen und bunte Kapsperlinge picken rund um den Rastplatz. Ein gelbschwarzer Maskenweber gesellt sich dazu. Ein paar Straußenvögel kreuzen unseren Weg. Etwa verspätet für die Lunchtime sind wir zurück im Camp. Erneut gibt es ein leckeres Mittagessen: Brötchen, Salat, Tomaten, Gurken, Avocadocreme, Käse, verschiedene Soßen, Essiggurken. Um halbfünf steht ein weiterer Ausflug zum Sesriem Canyon auf dem Plan, nur wenige Minuten entfernt. Aus 70m Tiefe mussten die ersten Siedler von Sesriem das Wasser schöpfen, das der Tsauchab Fluß aus dem Naukluftgebirge bezog. Man steigt den Weg hinab
und muss nach links gehen um den engen Teil des Canyons zu sehen.
Bizarre Gebilde hat der Tsauchab hier geformt und es ist angenehm kühl hier unten. Wer mag, kann auch in eine der vielen Höhlen klettern. Einige Toktokkäfer krabbeln durch den Sand. Am Wasser eine Menge Fliegen, die einen aufzufressen drohen, also Umkehr, zurück zum Auto, zurück zum Camp, die Bar hat schon geöffnet.Ein vorzüglich schmeckendes Hühnchen mit Kartoffelbrei und Fruchtsalat rundete den ausgefüllten Tag ab.
So stand am nächsten Tag nur die Rückfahrt nach Windhoek ohne größere Besichtigungen an. Ein kräftiger Wind, der die Abfalltonne umwarf, dessen am Boden verstreuter Inhalt viele Krähen und Sperlinge anlockte, hatte uns geweckt. Über Solitaire, das vor ein paar Jahren noch solche Kuriositäten wie einen Besitzer, der seine Winchester reinigt, handbetriebene Zapfsäule und Schlangen im Glas aufzuweisen hatte, geht es nach Rehoboth. "Drakensberge
mit Schnee bedeckt" ist die neueste Nachricht in Solitaire, die mit Kreide auf einer Hinweistafel neben dem Eingang angeschlagen ist. Verrücktes südliches Afrika.
Die Bergkuppen am Remshogte Pass sehen aus wie braune Schokoladenhügel. Die Vegetation nimmt zu. Klein Aub ist ein Ort mit zwanzig Häusern und einem Laden mit Lager, sowie einem Restaurant und Likörshop für den alkoholischen Nachschub. Mit einer Runde Bier wurde die Rückkehr im Chameleon Backpackers begossen und Gottfried, der einen exzellenten Job gemacht hatte, verabschiedet.
Gerhard Maucher

Mehr Infos auch unter http://www.chameleonsafaris.com
Anreise nach Windhoek mit LTU ab 610 Euro oder mit Air Namibia. Von Oktober bis Januar ist die beste Zeit für Wildbeobachtungen, wenn auch sehr trocken und heiß. Am beweglichsten ist man mit einem Mietwagen, da der öffentliche Verkehr nur sehr spärlich auf einigen wenigen Hauptrouten existiert.



 

© Gerhard Maucher
Namibia ist ein Spezialgebiet von Gerhard Maucher.






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