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| 3-tägige Camping-Safaritour mit Chameleonsafari von Windhoek über Solitaire nach Sesriem, Elimdüne, Düne 45, Sossusvlei und Deadvlei und Tsauchab Canyon. |
Jeden Sonntag startet von der Chameleon Backpackers Lodge in Windhoek ein Ausflug nach Sossusvlei im Namib Naukluft Park. Die 3-tägige Exkursion kostet 1300 N$ (=130 Euro), Camping-Unterkunft und Mahlzeiten inbegriffen. Mit dabei sind Dieter aus Deutschland, Chunko und Joshi aus Japan, Justine aus England und Gottfried, unser Guide, ein Herero aus Windhoek. Wir lernen unser erstes Wort in Herero, "chike" heißt Hallo. Kurz nach 9 Uhr machen wir uns auf den Weg und kaum hatten wir die Stadt verlassen, erwartet uns eine ungeteerte, staubige Straße über den Kupferbergpass. Von nun an fuhren wir auf einer Hochebene mit Savannengras und Kameldornbäumen umgeben von einzelnen Bergmassiven, die wie rechteckige Blöcke zum Greifen nah aus der Landschaft ragen. In der Ferne ist der 2347m hohe Gemsberg zu erkennen. Unser erstes Ziel ist die Passhöhe, wo wir eine kurze Rast einlegen. |
Das Gebirge ist aus der Nähe betrachtet zerklüftetes Vulkangestein in den verschiedensten Grün- und Brauntönen. Gottfried zeigt uns das Skelett eines Zebras, das vor über einem Jahr bei einem Unfall mit einem Auto zu Tode kam. Die Landschaft wird karger: nur noch dünne Grasbüschel und kilometerlang Zäune zu beiden Seiten der Straße; Privatgelände, Farmland. Nach dem Mittagessen am Gaub Pass ist es noch eine halbe Stunde Fahrt bis Solitaire. Ein Gemsbock steht abseits und beobachtet uns, bevor er sich von dannen macht. Solitaire ist eine einzige Raststätte weit und breit mit einer Tankstelle und einem Krämerladen für den täglichen Bedarf mit selbstgebackenem Brot und frischem Apfelkuchen, den besten allerorten. Im Souvenirshop gibt es den Erlebnisbericht der jungen Geologen Henno Martin und Hermann Zorn "Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste", die sich vor der Internierung im 2. Weltkrieg in der Namibwüste versteckten und über 2 ½ Jahre in dieser lebensfeindlichen Umgebung überlebten. |
Es ist heiß hier, seit 3 Wochen ist die Temperatur nicht unter 30 Grad Celsius gefallen. Wir fahren weiter, plötzlich wechselt ein Rudel Springböcke die Straße. Kurz danach erreichen wir den Namib-Naukluft Park und um 15 Uhr den Sesriem Campingplatz. |
"Sechs Riemen" brauchten die Siedler um das Wasser in Eimern vom Grund zu holen. Heute fließt es aus dem Hahn an jedem Stellplatz und es gibt einen Swimming-Pool und eine Bar. Vom Westen grenzen die ersten Dünen an das Camp. Südlich umsäumt eine Hügelkette das Hochtal. In einer 3/4 Stunde steige ich hinauf und habe zur Belohnung einen prächtigen Blick zurück aufs Camp und das Gemsberg- und Gaubgebirge sowie im Süden über eine weitere Hochebene hinüber zum Naukluftgebirge, das sich blauschwarz von der gelben Ebene abhebt. Beim Abstieg muss man aufpassen, denn das Gestein ist lose und droht bisweilen zur Rutschbahn zu werden. "Stay on the road" sagt das Schild, als wir zum Sonnenuntergang zum Fuß der ersten Düne fahren, die Elimdüne benannt wurde, weil sie eine Farm dieses Namens vor ein paar Jahren unter sich begraben hat.
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