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Weite, sonnige Hügellandschaft
Viel zu rasch gehen unsere Tage im Sauerland zu Ende, morgen heißt es wieder Abschied nehmen. Deshalb haben wir uns für den Rückweg einen eher geruhsamen Trip über Bad Berleburg ausgedacht. Noch immer gleiten wir beinahe unbehelligt von irgendwelchen Rasern oder Bremsern durch die duftende Mittelgebirgslandschaft und nehmen den Schwung der Landstraße – nein, nicht mit auf die folgende Gerade – mit in unseren Herzen. |
3. Tag Samstag 22.09.03
Der Tourenverlauf: Altastenberg, Neuastenberg, Girkhausen, Dödesberg, Bad Berleburg, Balde, Holzhausen, Bermershausen, Feudingen, Volkholz, Heiligenborn – Lahnquelle, Großenbach – Siegquelle, Hainchen, Irmgarteichen, Rudersdorf, Wilnsdorf, Neunkirchen, Herdorf, Betzdorf, Kirchen, Wissen, Hamm, Windeck, Dattenfeld, Ruppichterroth, Schönenberg, Neunkirchen, Pohlhausen, Siegburg. Wetter: schönster Sonneschein Tageskilometer: 206
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Entspringt in einer Höhe von 600 m am Ederkopf
Am 610 Meter hohen Lahnhof orientieren wir uns nochmals um nicht wie schon einmal ohne die Siegquelle gesehen zu haben weiter zu fahren. Ein Eichhörnchen springt hektisch durch den Wald, vermutlich auf der Suche nach Bucheckern und Tannenzapfen für den langen Winter. Ein paar Kilometer weiter haben wir die Quelle der Sieg erreicht. Aus einer gemauerten grauen Wand rieselt ein müder Strahl klaren Wassers und versickert schon nach wenigen Metern unter dem Laub. Die Sieg gehört zwar sicher nicht zu den Top Ten der europäischen Wasserläufe, aber eines verbindet sie dennoch mit ihnen: ihr geradezu mickriger Anfang. Sie hat auf ihrem Weg vom Siegerland bis ins Rheintal gerade mal 130 Kilometer zurück gelegt. |
Letzte Rast
Östlich von Siegen gelegen, das Quellgebiet von der Sieg. Nur wenige Kilometer trennen die Quellen von Sieg, Lahn und Eder. Auf einer kleinen, buckeligen Straße holpern wir allein unterwegs bis von einer Höhe von 600 Meter. Die frostige Jahreszeit hat ihre Spuren hinterlassen und beachtliche Löcher in den sowieso schon reichlich geflickten Teer gefressen. Höchste Zeit eigentlich für die Straßenbauer, doch mehr als zu einer provisorischen Ausbesserung mit viel Rollsplitt hat es nicht gereicht. Also Gas weg nehmen und behutsam durch die Kurven eiern. |
Resümee:
Woher der Name Sauerland kommt, darüber ist man sich nicht ganz einig. Sauer waren wir auf keinen Fall als wir Erfüllt von unserem Streifzug aus dem Sauerland wieder zurückgekehrt sind. Waldreiche Hügel gepaart mit 1001 Kurven abseits jeglichem Verkehr machen eine Motorradtour durchs Sauerland aus. Das die große Masse an Touristen lieber gen Süden und Norden an diesem Kleinod vorbeibraust, macht einen Besuch nur noch erlebenswerter. Bleibt noch zu sagen, dass das Sauerland auch in der kalten Jahreszeit allemal eine Reise wert ist, schließlich befindet sich hier das größte Wintersportgebiet nördlich der Mainlinie (dann wahrscheinlich ohne Motorrad). Probieren Sie es aus – es lohnt sich. Allzeit eine Handbreit Asphalt unter den Rädern. Gesamtkilometer : 744
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