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Eine Reisereportage von Karl-Heinz Mayer

Inhalt

 
Blick ins Siegtal und Obernau vom Aussichtspunkt "Alter Stuhl".
 
Ein bestechend schönes Fachwerkhaus
 
Besucherbergwerk
 
Seeidylle
 
Weite, sonnige Hügellandschaft

Es müssen nicht immer die Alpen sein.
Ich lade Sie ein, die Schönheiten der Landschaft im Sauerland kennen zu lernen. Das passende Ambiente liefern die schmalen Ortsdurchfahrten mit Fachwerkhäusern sowie die Wald – und Wiesenlandschaft, die immer wieder zu Pausen oder einem Picknick einladen. Zwar haben wir hier keine Alpen, aber bergig und kurvig ist es auch. Wir sind schon des öfteren auf unserem Weg ins Weserbergland durch das Land der 1000 Berge gefahren und entdeckten hierbei das Sauerland mit seinen vielen Kurven, Gefälle und Steigungen. Doch wer einmal dort war, kommt immer wieder wenn er wie wir aus dem Rheinland kommt, die meinen man wäre in der Schweiz wenn man einen Hügel sieht.

In diesem Jahrhundertsommer ist wirklich alles anders. Diesmal trauen wir uns sogar ohne Regenkombi ins sonst verspottete Sauerland wo es oft wie aus Kübeln regnet. Mal wieder drei Tage raus, nicht an die Arbeit oder irgendwelche Dinge, die keinen Spaß machen denken. Einfach nur ohne Sinn und Verstand fossile Brennstoffe verfeuern. Das hat wieder extrem viel Spaß gemacht, und das bleibt. Die vielen Eindrücke, die man besonders auf einer Motorradtour sammelt, kann man kaum alle in Worte fassen, viel leichter in Bilder. Es gibt viel zu entdecken.

The Team:



Angelika& Karl-Heinz Mayer
BMW K 1100 LT

Karten:
Ich empfehle dem Motorradreisenden sich die "Freizeitkarten" von Marco Polo im Maßstab 1:100.000 zu beschaffen und auf die gelb-, gelbgrün- oder weißgekennzeichneten Nebenstrecken auszuweichen, um den Motorradfahrgenuß pur zu erleben.

1. Tag Samstag 20.09.03



Tourenverlauf:
Siegburg , Seligenthal, Allner, Lauthausen, Merten, Bruch, Bourauel, Halft, Alzenbach, Herchen Bahnhof, Leuscheid, Ehrenthalsmühle, Imhausen, Rosbach, Kohlberg, Holpe, Volpershausen, Morsbach, Friesenhagen, Freudenberg, Rothemühle, Ottfingen, Wenden, Elben, Thieringhausen, Altenkleusheim, Kleusheim, Kruberg, Benolpe, Bilstein, Lennestadt, Altenhundem, Gleierbrück, Bracht, Felbecke, Wormbach, Ebbinghof, Fredeburg, Rimberg, Westernbödefeld, Remblinghausen, Horbach – Hennesee, Fredebeil, Kirchrarbach, Hanxleden, Westernbödefeld, Walbecke, Siedlingshausen, Altastenberg.
Wetter: schönster Sonneschein
Tageskilometer: 307

  Lässt das Herz eines jeden Naturfreundes höherschlagen.  

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Das verbindende Element der Region ist der Fluss – die Sieg mit ihren Nebenflüssen Bröl und Hanfbach schlängelt sich durch malerische Auen und Täler. Über Lauthausen gelangen wir ins Siegtal. Von hier haben wir einen schönen Blick auf die kleinste Stadt Deutschlands – die Stadt Blankenberg (hier lohnt sich ein Abstecher zur Burgruine und Altstadt) . Die vielen Orte lassen kaum Fahrspaß aufkommen, also raus aus dem Siegtal und die interessanteren Nebenstraßen suchen. Gleich hinter Werfen finde ich ein besonders gelungenes Exemplar, kurve durch dichte Wälder bergauf und erreiche bei Leuscheid den höchsten Punkt. Auf kleinen Wegen fahren wir über Ehrentalsmühle und Imhausen um wieder ins Siegtal zu gelangen.


  Blick ins Siegtal und Obernau vom Aussichtspunkt "Alter Stuhl".  

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Dort, wo die Sieg am schönsten ist, mitten im Naturpark Bergisches Land, liegt das "Windecker Ländchen". Typisch sind die stark gewundenen Flussschleifen der Sieg, die das Ländchen auf 35 km Länge durchlaufen. Spannende Kurvenkompositionen führen uns über Morsbach nach Friesenhagen. Das Geflecht von gelb eingezeichneten Straßen erweist sich als wahre Schatzkiste – prall gefüllt mit grün markierten, landschaftlich besonders schönen Strecken.


  Krottorfer Straße  

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Die Strecke vom Schloss Crottorf bis Freudenberg gehört zu den absoluten Sahnestückchen für Motorradfahrer. Beim Anblick der kurvigen Sträßchen erwacht alsbald auch meine Gashand zu merkwürdigem Eigenleben, dem ich mich rasch und gerne hingebe. Erst der imposante Ort Freudenberg überredet mich zu einem Halt. Dieser gehört zu einem der schönsten Orte des Siegerlandes. Besonders sehenswert sind seine einmalig schönen Fachwerkhäuser in der Altstadt, dem "Alten Flecken" - sind in ihrer Gesamtheit ein Baudenkmal von internationaler Bedeutung.


  Einst Stadtapotheke , heute Türkischer Imbiss  

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  Fachwerk – Klassiker  

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Das dieses Ortsbild entstehen konnte, ist zwei Bränden zu verdanken. 1540 und 1666 wüteten zwei Großfeuer. Auf den alten Grundrissen entstanden nach dem letzten Brand einheitliche neue Häuser. Fünf dieser Zeilen stehen am Alten Flecken in drei Straßen: der Markt-, der Mittel – und der Unterstraße. Die Besonderheit des Alten Flecken ist die einheitliche Bauweise.


  “Alter Flecken“  

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Wie aus dem Bilderbuch stehen die meist zweigeschossigen Häuser in Reih und Glied. Alle haben schwarz – weißes Fachwerk und graue Schieferdächer. Außerdem sind sie reich geschmückt mit Zierhölzern, Schnitzereien und bunten Farbtupfern. Der Tag ist noch jung und so machen wir uns nach einer Besichtigung wieder auf den Weg.







 

© Karl-Heinz Mayer aus Siegburg, 27 Einträge im Gästebuch von Karl-Heinz Mayer





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