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Eine Reisereportage von Brigitte & Heinz

Inhalt

 
1. Erste Eindrücke von Torshavn
 
2. Vogelinsel Mykines
 
3. Besuch auf Vagar und Streymoy
 
4. Fünf Tage auf Suduroy
 
5. Steilklippen im südlichen Suduroy
 
6. Rundfahrt durch Eysturoy
 
7. Eindrückliche Nord-Inseln
 
8. Vidoy, Bordoy & Kunoy
 
9. Einmalige Aussicht
 
10. Nationalfeiertag Olavsoka
 
11. Letzte Eindrücke von der grossen Autofähre

Ab Mitte Juli bereisten wir für zwei Wochen die einzigartigen Färöer Inseln mit unserem Pkw. Die intensiv grünen, rauen, aber zugleich sanften Hügel-Landschaften dieser unberührten klippenreichen Inselgruppe im Nordatlantik verzauberten uns schnell.

Wir erlebten ein erstaunlich wohlhabendes und modernes, aber zugleich traditionelles Inselgebiet mit hübschen Dörfern und glücklichen Menschen, die sich gerne als Teil einer grossen Familie betrachten.

  Einleitung  

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Als wir uns entschlossen die Färöer Inseln zu bereisen war uns klar, dass wir kaum mit gutem Wetter rechnen können. Ironischerweise traf der Buchungsbeleg für die einzige Unterkunft die wir im Voraus reserviert hatten, nass und kaum lesbar bei unserer Adresse in der Schweiz ein. Um die Chancen auf wenigstens ein paar Tage mit passablem Wetter zu erhöhen, entschieden wir uns zwei Wochen zu bleiben.

Die 18 vom Golfstrom umgebenen Inseln der Färöer Gruppe liegen im Nordatlantik, etwa auf halbem Weg zwischen Schottland und Island. Die Landfläche misst ungefähr 1‘400 km2 und die Bevölkerung verteilt sich über 17 spärlich besiedelte Inseln. Von den 49‘000 Einwohnern, lebt die Mehrheit (19‘500) in Torshavn. Weitere 20‘000 Färöer leben in Dänemark.

Der Archipel ist ungefähr 113 km lang und 75 km breit. Sehr enge Sunde und Fjorde trennen die vulkanischen Inseln und kein Punkt der Färöer ist mehr als 5 km vom Meer entfernt. Wenn man in verschiedenen Reisehandbüchern blättert, das Klima wird immer mit den drei gleichen Worten beschrieben: wild, nass und windig! Obwohl die Durchschnitts-Temperatur im Winter dank dem Golfstrom moderate 3°C beträgt, steigt sie im Sommer gerade auf 11°C.



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Historiker glauben, dass die bis dahin unbewohnten Inseln um das 6. Jahrhundert von Keltischen Mönchen besiedelt wurden. Etwa im Jahr 800 trafen die ersten Wikinger ein; Norwegische Bauern. Durch die oft gewaltsame Einführung des Christentums verloren die Siedler ihre Unabhängigkeit und in der Folge wurde ihr Territorium 1035 dem Norwegischen Königreich einverleibt. Im Jahr 1380 fiel Norwegen an Dänemark und diese Union wurde erst 1814 aufgelöst, wobei Norwegen unter Regentschaft des Schwedischen Königs kam. Die Färöer Inseln blieben zusammen mit Island und Grönland weiterhin unter Dänischer Herrschaft. Ausser einer kurzen Periode unter Englischer Besetzung während des zweiten Weltkrieges, gehörten die Färöer Inseln seither zu Dänemark und geniessen heute den Status eines selbstverwaltenden autonomen Gebietes innerhalb des Königreichs. Die Landeswährung ist die Dänische Krone, die Banknoten werden aber in Färöischen Motiven gedruckt.


  1. Erste Eindrücke von Torshavn   

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Dreissig Stunden nachdem die riesige Autofähre Norröna von Hanstholm in Dänemark abgelegt hatte, trafen wir mit diesem Boot, das fast schon ein Kreuzfahrtsschiff ist, am 15.07.2009 in den Färöer Inseln ein. Wir fuhren unser Auto von der Fähre und waren bereits Mitten in der Hauptstad Torshavn. Wir fanden bald zu unserer Frühstücks-Pension oberhalb der Stadt und wurden freundlich empfangen - auch mit Wetterglück, denn der Nebel lichtete sich bei unserer Ankunft. Torshavn schmiegt sich malerisch an einen Hügel über dem Hafen, weshalb fast die gesamte Bevölkerung schöne Aussicht hat, wenn das Wetter einmal mitspielt.



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Da Brigitte Angst hatte, dass dies vielleicht unser einziges Schön-Wetter-Fenster sein könnte und die nächste Sintflut jederzeit einsetzen könnte, hetzten wir so schnell wie möglich wieder los um Torshavn zu erkunden. Bis zum Abendessen hatten wir noch viel Zeit und nachher noch mehr, da es hier nun fast die ganze Nacht hell blieb. Was uns als erstes ins Auge stach, waren die modernen, gemütlich aussehenden Häuser. Sowohl einige ältere historische, als auch einige ausgefallene moderne Häuser hatten ein Grasdach. Dieses bestand aus ausgestochen Torf-„Ziegeln“ welche mit Moos und Gras bewachsen waren.


Sehenswürdigkeit: Regierungsviertel Lögting in Torshavn

Auf einer Halbinsel Im Herzen der Färöischen Hauptstadt Torshavn befindet sich das Regierungsviertel Lögting. Es besteht aus traditionellen gut restaurierten Gebäuden, welche fast alle ein Grasdach haben.
In den historischen Holzhäusern arbeiten die Minister und der Färöische Premierminister. Das Regierungsviertel Lögting befindet sich nicht weit von der Anlegestelle wo die Autofähre Norröna auf ihrem Weg von Dänemark nach Island anlegt, und kann deshalb sogar bei einem kurzen Zwischenstopp besucht werden.


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Im Regierungsviertel Lögting sieht man nur traditionelle gut restaurierte Gebäude, fast alle mit Grasdach. Es erstaunte uns, wie viel Verkehr sich durch die engen Gassen dieser Kleinstadt zwängt.



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Torshavn bietet eine gute Auswahl an Restaurants, aber viele sind recht teuer. Nachdem wir die Preise in mehreren Lokalen gesehen hatten, waren wir überrascht, wie voll sie sind. Da war eine Sushi-Bar die für eine kleine Sushi Platte glatt 750 DKK verlangte (~100 Euros) aber der Kellner informierte uns bedauernd, dass das Lokal an diesem Mittwochabend bereits ausgebucht sei… In einem Italienischen Lokal fanden wir schlussendlich vorzügliche Pizza & Pasta Gerichte für etwa 100 DKK. Die Färöer Inseln sind sicher keine preiswerte Destination, aber nicht nur die Preise, sondern auch der Standard ist sehr hoch was sowohl auf Unterkünfte, als auch auf Mahlzeiten zutrifft.



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Die Preise sind irgendwie ein Spiegel des hohen Lebensstandards, den die Leute auf den Färöer Inseln geniessen, obwohl sie während der neunziger Jahre noch in einer Wirtschaftskrise steckten. Obwohl man im ganzen Land überall Schaf-Farmen sieht, ist es wirtschaftlich vor allem vom Fischfang und Fischzucht abhängig (95% der Exporte und 50% des BSP). Als Dänemark der EU beitrat, weigerten sich die Färöer zu folgen um ihre 200 Meilen-Fischerei-Zone vor der EU Konkurrenz abzuschotten.



 


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Weitere Bilder in der Galerie Torshavn: Bilder der Färöischen Hauptstadt  12
Mitte und Ende Juli besuchten wir für insgesamt 4 Tage die Färöische Hauptstadt Torshavn. Diese schmucke Kleinstadt am Nordatlantik faszinierte uns mit ihren vielen Grasdachhäusern und dem malerischen Hafen.




Mehr dazu im Reisebericht Faszination Nord-Atlantik: eine packende Reise durch die Färöer Inseln, Island und Grönland




 

© Brigitte & Heinz aus der Zentralschweiz, 5 Einträge im Gästebuch von Brigitte & Heinz





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