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| Millionen von Menschen wanderten im 19. und 20. Jahrhundert von Europa in die Neue Welt aus. Millionen von unterschiedlichen Einzelschicksalen gibt es. Und einige Schicksale lernt der Besucher kennen, wenn er mit seinem „Boarding Pass“ durch das Auswandererhaus in Bremerhaven geht. |
Abschied
So standen sie am Hafenbecken und warteten auf ihre Einschiffung in den Schnelldampfer „Lahn“, der sie um 1888 in eine neue, wenn auch ungewisse, Zukunft brachte. |
Der Besucher dieses einzigartigen Museums muss sich auf eine Zeitreise einlassen. Gleich zu Beginn steht man unvermittelt im Hafen: Dunkelheit, Lärm, Gedränge. Und der Abschied aus Deutschland rückt näher. Wochen der Ungewissheit, Nächte im stickigen Schlafsaal der „Lahn“.
Waren es zu Beginn der Auswandererwelle Segelschiffe, die viele Wochen unterwegs waren, brachten Dampfschiffe und später Liner die Passagiere in wenigen Tagen über den Ozean in die Neue Welt. |
Auf dem Schiff
Nur die zahlungskräftigen Passagiere der ersten Klasse erlebten eine Überfahrt mit Komfort, Kabine und erstklassigen Essen; die Vorratskammer zeigt dies. |
Auf dem Weg durch das Museum kommt man am „Ocean Cinema“ vorbei. Ein kleines Kino mit viel Plüsch, das den Zeitgeist widerspiegelt. „Welcome Home“ heißt der kurze Film über Auswanderer, ihre Nachkommen und ihre Wünsche, Hoffnungen und Enttäuschungen. |
Koffer voller Geschichte(n)
Koffer, die Geschichte(n) schreiben. Koffer, in denen die Auswanderer alles verstaut hatten, was ihnen blieb, bevor sie die Reise über das Meer in die Neue Welt antraten. |
Die meisten Auswanderer betraten auf Ellis Island das erste Mal amerikanischen Boden. Die „Insel der Tränen“ ist ein kleines Eiland nahe der Freiheitsstatue. Und für mehr als 16,5 Millionen Menschen entschied sich hier ihr Weg in die Freiheit oder wieder zurück, weil die Einwanderung abgelehnt wurde … |
Ankunft ?!
Wieder an Land, ist Ellis Island das Stückchen Amerika, wo über die Aufnahme in die neue Heimat entschieden wurde … |
Das Auswandererhaus in Bremerhaven ist eine Reise wert. Der Besucher erfährt viel über die Zeit der großen Auswanderungswellen aus ganz Europa nach Amerika. In der „Galerie der 7 Millionen‘“ liegen Schicksale in kleinen Schubladen und langen Schrankreihen. Irgendwo gibt es auch eine Schublade mit dem Namen einer Auswanderin / eines Auswanderers, nämlich der Person, die mit dem „Boarding Pass“ den Besucher durch das Haus begleitet.
Der Blick fällt dabei auf einen Spruch an der Wand: „Es gibt keine Heimkehr“. Klaus Mann schrieb ihn nieder. Der älteste Sohn von Thomas Mann wanderte ebenso wie seine Familie aus.
Das „Forum Migration“ ist eine der größten Datenbanken der Welt, in dem man selbst auf die Suche nach Vorfahren gehen kann.
„Kids World“, ein Shop und ein Restaurant vervollständigen das Angebot des Auswandererhauses (es ist natürlich täglich geöffnet!) ebenso wie Führungen und ständig wechselnde Ausstellungen.
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