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| Im Spätherbst 2002 flog ich nach Vietnam, ein Land das schon lange auf meiner Wunschliste stand. Ich hab im Internet Bilder von der Halong-Bay gesehen und wußte, da muß ich einmal hin. Nun ergab sich die Gelegenheit. |
Ich buchte diese Reise erstmals bei Djoser, einer deutschen Reiseagentur. Ich war auf diese Agentur durch Zufall übers Internet gestoßen. Was mir gefiel und heute noch gefällt ist, daß sie im Prinzip nur für Flug und Unterkunft sorgen und man an den Zielorten machen kann was man machen will. Sie bieten Ausflüge und Programm an und je nach Lust und Laune kann man die buchen oder was anderes machen. Das Negative dabei ist, daß sie meist in Frankfurt starten. Da der Flug zu Mittag abging, bin ich schon am Vortag mit dem Zug nach Frankfurt gefahren und nächtigte in einem Hotel im Zentrum. Geflogen wurde mit einer meiner Lieblingsfluglinie, der Singapore Airlines. In Singapore landeten wir am frühen Morgen und hatten dann vier öde Stunden Aufenthalt. Irgendwann gegen Mittag gings dann weiter nach Ho Chi Minh City oder, wie es die Einheimischen nennen und wie es auch uns bekannter ist, Saigon. Saigon ist das wirtschaftliche Zentrum Vietnams, die heimliche Hauptstadt. |
Kinder
Das Wetter war schwül und heiß und es dauerte doch einige Zeit, bis sich die Gruppe zusammenfand und uns der Bus ins Hotel brachte. Wir logierten in einem der vielen Mittelklassehotels in der Pham Ngu Lao, dem Travellerzentrum, quasi die Khao San Road von Saigon. Am Nachmittag machten wir gleich zusammen einen Spaziergang in eine der Nebenstraßen und wir waren nicht lange unterwegs, als ein gewaltiger Wolkenbruch einsetzte und der Spaziergang auch schon wieder beendet war. Am Abend machten wir dann noch einen Spaziergang ins Zentrum und wieder retour und gingen zusammen zum Abendessen. Das Lokal das der Reiseleiter ausgesucht hat war authentisch, das hieß daß wir die einzigen Touristen waren und leider auch, daß es nichts europäisches zu essen hab und das hieß wiederum für mich, daß Diät angesagt war. Asiatisches Essen war schon nie meine Sache und schon gar nicht am ersten Tag. Trotzdem hab ich für die zwei Bier mehr bezahlt als alle Anderen. |
Hotel de Ville
Am nächsten Tag gegen 9h starteten wir mit dem Reiseleiter zur Stadtbesichtigung. Es gibt sie noch die schönen Kolonialbauten im Zentrum von Saigon. Ein Spaziergang durch Saigon ist solange angenehm, solang man nicht die Straßenseite wechseln muß. Der Verkehr ist gigantisch und besteht zu 90% aus Mopeds. Es gibt eine Regel: Einfach allen Mut aufbringen und gerade und gleichmäßig über die Straße gehen ohne zu zögern und ohne zu beschleunigen. Man will es zuerst gar nicht glauben, aber es funktioniert. |
Notre Dame
Nachdem wir die Sehenswürdigkeiten wie das Rathaus, Notre Dame oder das Postamt abgeklappert hatten, gab es eine Cola-Pause am Dach des legendären Rex-Hotels, des Journalistenhotels im Vietnamkrieg. Die meisten der Gruppe machten die Fahrt zu den Killing Fields, ich schenkte mir das und verbrachte den Nachmittag in der Stadt. Am Abend ging ich in eines der Lokale um die Ecke, die Auswahl war einfach, weil die Speisekarte auf Englisch und auch noch bebildert war. |
Tempel der Codai-Sekte
Am nächsten Morgen stand ein ganztägiger Ausflug auf dem Programm. Zuerst zu den Tunnels von Cu Chi, die man sich auch problemlos schenken kann, und dann gegen Mittag weiter nach Nordwesten zum Tempel der Codai-Sekte. Der war schon interessanter, gilt er - nicht zu unrecht - als das häßlichste Gebäuder der Welt. |
Gottesdienst der Codai-Sekte
Der Tempel ist in der Tat so kitschig und schiach, daß er doch schon fast wieder ein Kunstwerk ist. Alle Reisegruppen die nach Tay Ninh fahren, richten das so ein, daß sie gegen Mittag den Gottesdienst der Sekte anschauen können. Es bieten sich hier wirklich schöne und bunte Szenen. Man steigt auf einen Balkon und hat von da aus eine gute Sicht auf die Gläubigen. Leider ist das Fotografieren alles andere als einfach, da die Lichtverhältnisse durch die vielen großen Fenster sehr unterscheidlich sind. Im Endeffekt hilft dort nur das Probieren. Wir besuchten am Rückweg noch eine Ziegelfabrik, kamen in den obligatorischen Wolkenbruch am Nachmittag und nach einem längeren Stau doch wieder ins Hotel. |
Reisanbau
Nun stand der erste Höhepunkt der Reise, die Fahrt ins Mekong-Delta, an. Am Morgen gings mit dem Bus bei noch schönem Wetter zuerst eine zeitlang durch die scheinbar endlosen Vororte von Saigon, dann über freies Land, vorbei an Reisfeldern, nach My Tho. |
Marktfrauen
Im My Tho wurde Mittagspause gemacht. Restaurant hab ich in diesem Ort keines gesehen, dafür aber einen tollen Markt der die Pause wie im Flug vergehen ließ. Das äußerst fruchbare Land im Delta wird landwirtschaftlich intensivst genutzt und entsprechend vielfältig ist das Angebot am Markt. |

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