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Die 5-wöchige Reise im heurigen März führte von Delhi über Rajasthan nach Nordindien und dann weiter nach Nepal. Das letzte Mal war ich 1993 in Indien, und habe ganz Indien bereist, leider unter den schlechtest möglichen Voraussetzungen: Schlechte Reiseagentur, schlechtmöglichste Jahreszeit (Juli) und trotzdem hat mich das Land so fasziniert, daß ich zurückmußte. Die bunten Saris der Frauen und einige der schönsten Bauwerke und der interessantesten Städte der Welt machen das Land zu einem Eldorado für Fotografen. Indien ist ein sehr kontrastreiches Land, ungeheure Pracht und Luxus stehen neben bitterster Armut. Es ist auch kein angenehmes Reiseland: Schlepper, Nepper, Dreck und Gestank setzen jedem Indien-Reisenden zu. Und doch überwog (zumindest bei mir) zu Hause angekommen doch wieder die Faszination. Berichte über den weiteren Reiseverlauf (Nordindien und Nepal) folgen in Kürze.
Die Anreise: Es war die wohl schnellste und angenehmste Anreise in den Urlaub die ich in den letzten 15 Jahren hatte: Mit dem Auto gings von Ebensee nach Linz, von Linz nach Wien und zu Mittag mit Direktflug nach Delhi. Am Flughafen wurde die Gruppe eingesammelt (ich hatte wie die letzten 4 Reisen auch, bei Djoser gebucht) und es ging mit dem Bus ins Hotel in der Nähe des Main Bazaar. |
kopflos
Wir landeten erst um 1h in Delhi und bis ich ins Hotel und endlich ins Bett kam, war es 4h. Ich schlief daher fast bis Mittag und machte mich auf eigene Faust auf den Weg durch die Stadt. Mit einer Rikscha gings zum Ajmei-Gate und dann per pedes nach Old Delhi zur Freitagmoschee. Ich kletterte auf eines der Minarette und knapp bevor ich oben war, sah ich über mir diesen Sari wehen. Erst zurück im Hotel sah ich auf dem Display, daß auf dem Bild der Kopf der Frau fehlte. Ist eigentlich bei Fotografien eher unüblich und peinlich, aber mir gefällt das Bild trotzdem, vielleicht mach ich es jetzt immer so ... |
Delhi von oben
Vom Turm der Moschee hatte man einen wunderschönen Ausblick über die Stadt und es werden einem die gigantische Ausmaße dieser endlos wuchernden Metropole bewußt. |
Jami Masjid
Die Freitagsmoschee aus dem 17 Jhdt ist Indiens größte Moschee und 25.000 Gläubige finden hier Platz. Die Moschee dient aber den Indern nicht ausschließlich religiösen Zwecken, es ist wahrscheinlich auch die relative Ruhe die Inder zum Besuch motiviert. |
Vor der Freitagsmoschee
Fotografieren in Indien macht wirklich Spaß. Die Leute haben eine Riesenfreude, wenn man Fotos von ihnen macht, und natürlich noch mehr, wenn sie sich im Display selbst bewundern dürfen. Und die bunten Saris der Frauen waren sicher ein (wenn nicht DER) Grund, warum ich mich nach 11 Jahren ein zweites Mal entschloß, Indien zu besuchen. |
Schulbus auf Indisch
Die Umgebung der Moschee ist ein durchaus durchaus interessantes Handwerkerviertel, und wenn man sieht, wie sie arbeiten und was sie anbieten wird einem doch wieder klar, daß man sich in einem 3.Welt-Land befindet.
Ich machte mich nun auf dem Weg zum Roten Fort und je näher es dem Zentrum ging, desto unerträglicher wurden Hitze, Verkehr, Gestank und Lärm. Doch immer und überall gabs Fotomotive und das hielt die Stimmung aufrecht. |
Ein Knochenjob
Die Rikschafahrer verdienen wenig und davon müßen sie auch noch das meiste an den Besitzer der Rikschas abgeben. Nur die die etwas Englisch können und an Touristen rankommen haben die Chancen auf Provision und dann werden sie häufig auch zur Plage. Das Fort hat mir dann weniger gut gefallen, ich spürte doch die ungewonnte Temperatur und wollte mich am ersten Tag auch nicht allzusehr anstrengen und so kehrte ich per Rikscha schon bald ins Hotel zurück. |
Safety First
Am nächsten Morgen, nach einem spärlichen aber guten Frühstück (Müsliriegel von zu Hause, was sonst) bestiegen wir den Bus und fuhren den ganzen Tag über Richtung Südosten in die Shekhewati-Region, die für ihre prunkvoll dekorierten Havelis bekannt ist. Am späten Nachmittag erreichten wir unser Hotel, das Desert Resort, in der Nähe von Mandawa. Ich hatte seit dem Flieger schon seit fast zwei Tagen nur einen Müsliriegel gegessen und schön langsam stellte sich Hunger ein. Aber die hatten nur ein indisches Buffet und indisches Essen kannte ich noch von meiner ersten Reise. Lieber hungern als indisch essen, aber ich bekam dann doch noch ein Chicken-Sandwich an der Bar und es schmeckte himmlisch. Das Hotel war zwar eine verwanzte Bruchbude, aber die Sicherheit war perfekt, wie man oben sehen kann. |
Haveli
Früh am Morgen gings nach Nawalgarh wo wir den ganzen Vormittag verbrachten. Die Stadt hat mir sehr gut gefallen. Es ist eine kleine Stadt, es gibt kaum Tourismus, es ist für indische Verhältnisse eher ein Dorf. Havelis sind alte Kaufmannshäuser, reichlich verziert und bemalt. Den meisten Havelis sieht man zwar ihre ehemalige Pracht durchaus an, sie befinden sich aber doch - bis auf zwei, drei Vorzeigehäuser - meist im Endstadium. |

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