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Eine Reisereportage von Franz Frey

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Im Oktober 2003 war ich das erste Mal in Südamerika. Es war ein alter Traum von mir, endlich Machu Piccu und den Titicaca-See zu sehen.

  Palacio de Gobierno - Regierungspalast  

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Nach 30-stündiger Anreise von Gmunden über Attnang-Puchheim, Salzburg, München, Frankfurt, Rio, Sao Paulo kam ich müde in Lima an. Viel zu sehen gabs am Weg vom Flughafen zur Unterkunft nicht, das Wetter war nebelig, wie immer in Lima zu dieser Jahreszeit. Trotzdem entschloß ich mich in die Innenstadt aufzubrechen um Nachtaufnahmen zu machen.


  Municipalidad - Rathaus  

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Es waren die ersten Fotos mit der neuen Kamera (Fuji Finepix Z602) und ich hatte mir bei der Zwischenlandung in Rio noch eigens dafür ein Stativ gekauft. Der Hauptplatz mit einem beendruckenden Ensemble von spanischen Kolonialbauten ist einer der Schönsten Südamerikas und er ist während der Nacht toll beleuchtet und eignet sich vortrefflich für Nachtaufnahmen.


  Eine kleine Freundin  

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Nach einer viel zu kurzen Nacht starteten wir am frühen Morgen Richtung Pisco. Auf erstaunlich guten Autobahnen, vorbei an vielen leeren Stränden gings durch die Vororte von Lima und einigen Fischerdörfern Richtung Süden. Während einer Pause sah ich das erste Mal das berühmte Inka-Cola. Die knallgelbe Farbe ist furchterregend, und da man die Geschmacksnerven am Beginn einer Reise nicht überstrapazieren sollte, es schon 10h war und ich nur dieses einzige Wort Spanisch konnte, bestellte ich etwas ganz Gewohntes: Ein Cerveza grande. Die Wirtin hatte eine entzückende Tochter und so konnte ich die Pause zur Fotoproduktion nutzen.


  Die kleine Möwe und das große Meer  

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Wir kamen schon zu Mittag im Hotel in Pisco an. Die Stadt ist berühmt als Namensgeber für das peruanische Nationalgetränk, den Pisco Sour und als Ausgangspunkt zur den Vogelschutzgebieten, der Halbinsel Paracas und den Ballestas Inseln. Um 14h fuhren wir zur Nationalpark auf der Halbinsel Paracas, kletterten zur Küste hinunter und besichtigten einen Vogelfelsen und von einem Aussichtspunkt aus auch noch den bekanntesten Felsen der Halbinsel, die Kathedrale.


  Die Kathedrale  

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Die Halbinsel beheimatet eine Riesenanzahl von Vögeln und Meeressäugern, auf den Ballestas Islands gibts angeblich sogar Pinguine. Gesehen haben wir sie freilich nicht. Leider hab ich mir auf der Fahrt im Speedboot zu den Ballestas Islands den Autofocus der Kamera verstellt und kam auch nicht gleich drauf. Man sollte halt nie mit einer neuen Kamera ohne vorheriges Ausprobieren auf Urlaub fahren.


  Oase Huacachina  

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Wir fuhren auf der Panamericana weiter nach Ica. Die Stadt ist das eigentliche Zentrum Der Wein- und Piscoerzeugung. Besichtigung und Verkostung ist Pflichtprogramm und so wars schon am Vormittag recht lustig. Nur ein paar Kilometer, vorbei an riesigen Sanddünen, waren es dann noch zur Unterkunft nach Huacachina Der schwefelhaltigen Oase schreibt man heilende Wirkung für Rheumaleiden zu, brauch ich gottseidank noch nicht. Aber es machte Spaß auf die Dünen zu klettern (zumindest ab dem Zeitpunkt wo man oben ist) und die Aussicht zu geniessen.


  Oase Huacachina  

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Wir wohnten im nobelsten (weil einzigen) Hotel am Platz und noch vor Sonnenaufgang kletterte ich erneut auf eine der riesigen Dünen die die Siedlung umgeben. Als ich nach dem anstrengenden Aufstieg und am Ende der Kräfte endlich oben war, fiel massiver Nebel ein und es wurde nichts mehr mit Fotos. Man sah die Hand vor den Augen nicht und ich entschloß mich zur Rückkehr. Da tauchte inmitten der Düne plötzlich ein Läufer vor mir auf. Es gibt sie doch, die Masochisten.


  Panamerikana  

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Von Ica gings in kurzer Fahrt weiter Richtung Nasca. Kurz vor dem Ort gibts einen Aussichtsturm, wo man die berühmten Scharrbilder besichtigen kann. Schaut man in die andere Richtung, kriegt man einen guten Eindruck von der Panamerivana.






 

© Franz Frey, 27 Einträge im Gästebuch von Franz Frey





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