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| Nachdem ich drei Wochen lang Indien bereist hatte, stand zum Abschluß noch Nepal auf dem Programm. Über den Chitwan Nationalpark fuhren wir nach Pokhara und über Mugling ins Kathmandutal. Die Reise war doch von den Vorkommnissen in Beni stark geprägt. Streiks, Bombenanschläge in der Nähe und das stets präsente und teilweise auch reichlich nervöse Militär ließen über weite Strecken doch keine rechte Urlaubsabstimmung aufkommen. |
 Wir erreichten am Vormittag den Grenzübergang im Ort Sonauli, es ging schneller als erwartet, auch bei mir, der ich hatte als einziger in der Gruppe kein Visum hatte. Trotzdem war ich als Erster fertig. Wir bestiegen nun einen nepalesischen Bus und fuhren gleich weiter Richtung Chitwan. Gleich unmittelbar nach der Grenze sah ich die ersten Militärpatrouillen, und alle Soldaten hatten die Finger am Abzug. Bei den Ortsein- und Ausfahrten waren die Straßen mit Tonnen eingeengt und überall sah man behelfsmäßige Bunker aus Sandsäcken in denen Militär und Polizei mit MPs im Anschlag wachten. Wir kamen auf einen kleinen Paß und machten dort oben Mittagspause. Es waren Straßenstände aufgebaut, und das Essen hab ich lieber gestrichen. Aber der Start in Nepal war dennoch sehr vielversprechend, es gab eiskaltes Bier und die Leute die Essen und Getränke servierten schienen um ein Vielfaches freundlicher und kompetenter zu sein als in Indien. Bei einer Alten Frau kaufte ich noch eine Flasche nepalesischen Whisky um einen Spottpreis (gegen die Malaria) und durfte dafür auch die Verkäuferin fotografieren. Als ich ihr das Bild im Display zeigte, hat sie sich köstlich amüsiert.
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Das Hausrhino von Sauhara
Irgendwann bogen wir rechts von der Hauptstraße ab und fuhren (an zahlreichen Militärposten vorbei) über eine ganz schmale Straße nach Sauhara, dem Hauptort im Chitwan Nationalpark. Wir wohnten in der Rhino-Lodge, einfach, aber sehr schön beim Rapti-Fluß gelegen. Dort buchten wir auch die Ausflüge für die nächsten drei Tage. Der Restaurantbesuch am Abend war ein weiteres Highligt, wenn man aus Indien kommt. Es wird alles geboten was das Herz begehrt, alles ist spottbillig und die Qualität des Essens gar nicht so schlecht. Kein Wunder, Sauhara ist ein reiner Touristenort, der Ortskern besteht fast ausschließlich aus Lodges, Restaurants, Reiseagenturen und ein paar Souveniergeschäften. Am nächste Morgen startete früh die Tour in den Nationalpark. Wir marschierten zur Bootsablegestelle und trafen dabei ein zahmes Rhino. Es wurde von Menschen aufgezogen und gehört nun einfach zur Stadt. Wir sahen es noch ein paar mal, seelenruhig durch den Ort spazieren oder zu Mittag, als es sich den Elefanten anschloß, wenn diese gebadet wurden. Es ist sicher praktisch: Niemals wird ein Tourist nach Sauhara kommen und kein Rhino sehen. |
Gavial
Wir nahmen in den engen Einbäumen platz und wurden über den Fluß zum Ausgangspunkt unserer Walking-Safari gebracht. Während der Flußfahrt sah man jede Menge Vögel und auch einen Gavial. Dieses langschnauzige Krokodil ist vom Aussterben bedroht und sehr selten. Die Walking-Safari selbst war ein totaler Flop. Wir sahen weder einen bengalischen Tiger, noch ein Nashorn, wir sahen eigentlich außer einem Affen überkaupt kein Viech. Es war höllisch heiß, das Wasser wurde knapp und der Staub auf der Piste die wir überwiegend begingen, war unerträglich. So war jeder froh, dieses "Erlebnis" überstanden zu haben. Am Nachmittag machten wir eine Jeeptour zur Gavial-Aufzuchtstation. Es war wieder glühend heiß und die gut dreistündige Tour auf den Jeeps über schlechtest mögliche Straßen durch war durchaus anstrengend. Landschaftlich ist die Dschungellandschaft wirklich durchaus attraktiv, wir sahen an den Flußarmen jede Menge großer Vögel und sogar weit in der Ferne ein Rhino. |
Alte Frau
Am frühen Morgen, als die Temperaturen noch angenehm war, mietete ich ein altes, klappriges Rad, natürlich ohne Schaltung, und fuhr über Feldwege in die Dörfer der Umgebung von Sauhara. Die Menschen waren alle recht freundlich und winkten mir zu. Der Tourismus hier ist ausschließlich auf Sauhara beschränkt, und auch da gibts nur eine einzige Straße, wo sich alles abspielt. In den Dörfern sah man hauptsächlich kleine Kinder und eine Oma die auf sie aufpasst. Die Eltern sah man fallweise weit draußen auf den Reisfeldern. |
Mahlzeit!
In einem kleinen Dorf hielt ich an und war natürlich sofort von den Einwohnern, hauptsächlich Kinder, umringt. Sie freuten sich als ich sie fotografierte und noch mehr als sie sich selbst bewundern durften. Nur diese zwei Mädchen saßen abseits bei ihrem Frühstück. Gegen 10 wurde die Hitze aber zunehmend unerträglicher und ich fuhr zurück in den Ort. |
Reisanbau
Um Mittag machen wir einen kleinen Ausflug auf einem Ochsenkarren in eines der Dörfer. Das ganze war natürlich Touristenprogramm und daher dementsprechend authentisch. Es mag ja auch am frühen Morgen ganz amüsant sein, zu Mittag ists aber eher eine Qual besonders interessant. Ich bin auch nur deswegen mitgefahren, weil ich auf ein paar Fotos in den Dörfern hoffte. Motive gabs zuhauf, aber im Mittagslicht war eigentlich nur schad drum. |
Dorfleben
Wir schauten den Leuten beim Reissetzen zu, besichtigten ein Dorf mit ein paar Häusern und eine Getreidemühle. Gegen 2h war ich wieder im Restaurant neben unserer Lodge. Da es einer Reiseteilnehmerin nicht gut ging, der Elefantenritt schon gebucht war, ließ ich mich entgegen aller meiner in Jaisalmer gefaßten Vorschläge - nie wieder auf einem Viech zu reiten - doch überreden und machte den Elefantenritt in den Community Forest mit. |
Rhinos
Die guten Viecher trotteten gut eine Stunde lang in den Wald hinein und ich war auf mich selbst mordsmäßig angefressen, da nichts zu sehen war und ich da oben furchbar schlecht gesessen bin. Wir durchquerten einen Fluß und ich merkte, wie immer mehr Elefanten zusammengezogen wurden. Was nun folgte glich einer Treibjagd. Gut 20 Elefanten umkreisten ein Rhino mit ihrem Jungen. Ich hatte einen ganz schlechten Platz und erst am Ende gelangen noch ein paar mäßige Fotos. |
Rhino
Wenig später sahen wir noch einen riesigen Rhinobullen beim Baden in einem kleinen Flußarm. Nun saß ich richtig, und auch wenn das Licht nicht mehr das allerbeste war, jetzt hatte sich der Ausflug doch noch rentiert. |

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