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| Der zweite Teil meiner Jemenreise führt von der ehemaligen Grenze zwischen Nord- und Südjemen, mitten in der Wüste Rub al Khali zunächst Wadi Hadramaut, dem touristischen Zentrum des Jemen. |
 Irgendwann, nach Stunden kamen wir wieder auf Asphalt. An einer Raststätte stoppten wir. Tankstelle und Läden waren wegen dem Ramadan geschlossen. Es wurden schnell die Räder wieder aufgepumpt und wir fuhren weiter ins Wabis Hadramaut. Unterwegs sahen wir eine Frau mit dem für diese Gegen typischen, hohen Strohhut. Die Frauen tragen den bei der Feldarbeit, der Anblick ist aber schon recht selten geworden.
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Wolkenkratzer in der Wüste
Dann, wiedereinmal kurz vor Mittag, ein erster Blick auf eine der tollsten Städte der Welt. Shibam, auch das Manhatten der Wüste genannt. Die 2000 Jahre alte Stadt beeindruckt durch seine 500 Lehmhochhäuser auf engstem Raum. Nach Shibam stoppten wir auf einem Markt zum Einkaufen und bald erreichten wir das BMC Hotel, fast genau in der Mitte und somit für uns ideal, zwischen Shibam und Sayun gelegen. Ich machte eine längere Siesta, schaute zum Pool der mich auch nicht recht überzeugte und weil es doch ziemlich heiß war, beschloß ich, an dem Tag gar nichts mehr zu machen. Am Abend aß ich erstmals kein Chicken sondern Kamelfleisch, es hat recht gut geschmeckt. |
Sultanspalast
Die Besichtigungstour führte zunächst Richtung Osten ins 30km entfernte Tarim. Tarim war das religiöse Zentrum des Hadramaut. Die Stadt hat 30.000 Einwohner und hatte einmal 354 Moscheen, für jeden Tag nach dem islamischen Kalender eine. Das Hadramaut ist die mit Abstand reichste Region Jemdes und das Tal der Milliardäre. Die meisten der prunkvollen Bürgerhäuser und Paläste wurden von der Kaufmannsfamilie Al Kaff errichtet. |
Im Sultanspalast
Wir besichtigten den leerstehenden, nur teilweise restaurierten ehemaligen Wohnpalast von Al Kaff. Er dienst gleichzeitig als Stadtmuseum und hat neben alten Einrichtungsgegenstände auch eine Fotoausstellung. Mich haben an diesem Gebäude besonders die farbigen Glasfenster beeindruckt. |
Die höchste Moschee des Jemen
Der Stolz und das Wahrzeichen von Tarim ist die 1429 erbaute große Moschee mit dem 1915 errichteten 50m hohen Minarett. Viele Häuser in Tarim haben einen indonesischen Baustil, weil die Familie Al Kaff engste Geschäftsverbindungen nach Indonesien hatte. Wir wollten noch einen weiteren Palast in einer Gartenanlage besuchen, der hatte aber - offensichtlich wegen Ramadan - geschlossen. Die Straße zurück nach Seyun ist gesäumt von für den Hadramaut typischen Wali-Gräber. |
Sultanspalast
Die nächste Station war Seyun, die Hauptstadt des Wadi Hadramaut. Das erste was einem auffällt sind die riesigen Palmenoasen. Im Zentrum der Stadt steht auf einer leichten Anhöhe der riesige Sultanspalast, mit Sicherheit ein Höhepunkt der jemenitischen Lehmbaukunst. Besichtigung war nicht möglich, schade, ich weiß von meiner ersten Reise, daß man aus dem Palast heraus einen sehr schönen Ausblick auf die Stadt hat. |
Alte Moschee
Wir machten einen kleinen Rundgang durch die Altstadt. Weil die Jemeniten während des Ramadan sehr lange schlafen, war noch recht wenig los und die Läden durchwegs geschlossen. Wir sahen ein paar Wali-Gräber und gingen dann in die recht beeindruckende Altstadt. |
Mädchen
Den Rest des Vormittags verbrachten wir im recht interessanten Handwerkerviertel und im weniger interessanten, riesigen Suk der Stadt. Es wurde immer heißer und irgendwie reichte es auch schon wieder. Einziges Highlight waren diese beiden Mädchen die sich für etwas Bakschisch gerne fotografieren ließen. Um 11 gings zurück, es war enfach viel zu heiß um noch was zu unternehmen und wir machten bis 3h eine längere Siesta. |
Shibam
Am Nachmittag folgte ein Höhepunkt jeder Jemenreise, die Besichtigung der Stadt Shibam. Die über 2000 Jahre alte Stadt war früher ein bedeutendes Zentrum der Weihrauchstraße, eine Bedeutung die die Stadt längst verloren hat. Die 400 bewohnbaren "Wolkenkratzer" haben zwischen 10 und 13 Stockwerke. Die äußeren Häuser bildeten so eine äußerst effiziente Stadtmauer, denn es gibt nur einen kleinen Zugang durch das einzige Stadttor. |

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