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Prambanan-Tempel
Am 27. Mai 2006, also etwa eineinhalb Monate nach meinem Aufenthalt in Yogyakarta wurde die Stadt, wahrscheinlich infolge der Merapi-Aktivitäten von einem fürchterlichen Erdbeben erschüttert. Es gab tausende Tote, das Gebiet von Yogyakarta zur Küste wurde ausradiert, auch die Stadt selber sehr schwer getroffen. Auch der Prambanantempel soll schweren Schaden genommen haben und die Anlage wurde geschlossen. Ob er jetzt wieder zugänglich ist, weiß ich nicht. Es bedrückt immer, wenn man sieht wie die Menschen nach so einer Naturkatastrophe leiden. Wenn man ein gutes Monat davor selber an dem Ort war, natürlich noch viel mehr. Das war auch der Grund, warum ich bei diesem Reisebericht doch eine längere Pause gebraucht hab. Es ist natürlich nicht leicht, angesichts der uns übermittelten Bilder über schlechtes Wetter oder schlechtes Essen zu raunzen, wenn dort gerade tausende Menschen gestorben sind. |
Becak-Fahrer im Regen
Am Nachmittag hats dann zu regnen begonnen und weiter als bis in eines der Touri-Cafes und dem Internet gegenüber dem Hotel hab ichs dann auch nicht mehr geschafft. Am Abend sind fünf Riesenbusse mit Teenies aus Jakarta angekommen, die haben ihren Schulausflug nach Yogya gemacht. Im Hotel war die Hölle los und völliges Chaos. Leider war das Wetter am nächsten Morgen noch schlechter als die Tage zuvor. Es goß in Strömen und an einen Besuch des Kratons war nicht zudenken. Es war wohl der fadeste Vormittag der ganzen Reise. Im Internetladen hab ich mir gut zwei Stunden meine Bilder angeschaut, dann ins Cafe auf einen Imbiß und von dort die vorbeifahrenden Rikschfahrer beobachtet. |
Becak-Fahrer
Nach der ausgiebigen Siesta hab ich mir trotz des schlechten Wetters ein Rikscha gemietet und in die Jalan Malioboro bringen lassen. Das ist die Haupteinkaufsstraße von Yogyakarta und das Touristenzentrum von ganz Java. Hier gibts alles, was das Touristenherz begeht, große Einkaufszentren und jede Menge Souvenierläden. Überwiegend waren aber die Heimischen auf Einkaufsbummel, das sah man auch an den riesigen Mopedparkplätzen. Als Langnase wird pausenlos von Schleppern angemacht und da meine Stimmung angesichts des Wetters sowieso nicht so gut war, hats dann gereicht und ich ließ mich zurück ins Hotel bringen. |
Gunung Merapi
Am nächsten Morgen gings durch eine äußerst fruchbare Ebene auf einer Autobahn eine gute Stunde nach Solo. Dort wollten wir den Sultanspalast besuchen, durften dann aber doch nicht hinein. Weiter ging die Fahrt durch herrliche tropische Landschaft durch das grüne Herz Zentraljavas Richtung Melang. Ein letzter Blick noch auf den Gunung Merapi, den ich bei meiner ersten Indonesientour von Borobodur aus bestiegen hatte. Man hörte, daß er besonders aktiv wäre, von einer dramatischen Situation war aber noch keine Rede. Darüber las ich erst eine Woche nach meiner Rückkehr. Zu sehen war aufgrund der ständigen Wolkendecke sowieso wenig bis nichts. |
Reisfeld
Zentraljava ist durch den ausgeprägten Vulkanismus extrem fruchtbar, garantiert mehrere Reisernten im Jahr und wird dementsprechend intensiv bewirtschaftet. Trotzdem ist die Landwirtschaft in Indonesien in einer schweren Krise. Von Generation zu Generation werden die Felder kleiner und können die Bauern immer häufiger nicht mehr ernähren. Die Modernisierung tut ihr übriges. Waren bei meiner ersten Reise noch häufig die Ochsen vor den Pflug gespannt, sah ich das auf Java auf dieser Reise ein einziges Mal (natürlich doppelt Schade, vorallem wegen der Fotos). Aber die Motorisierung kostet auch Geld und führt zwangsläufig zur Verschuldung |
Landschaft in Zentraljava
Die Fahrt von Yogya nach Batu dauerte den ganzen Tag, war aber landschaftlich überaus interessant. Besonders die Straße hinunter nach Melang bot ein schönes Panorama, leider wars da schon finster. Wir fuhren nach Malang noch ein Stückchen weiter nach Batu. Das ist unverkennbar eines der Holiday-Resort der reichen einheimischen und wird von tollen Privathäusern und ein paar sehr guten Hotels geprägt. Diesmal machte Djoser auf nobel und wir stiegen im Purnama ab, ein wirklich tolles Hotel. Das Essen hatte fast schon europäische Preise, das Steak war aber wirklich ausgezeichnet. Ich machte noch einen kleinen Spaziergange durch den Ort entlang der Durchzugsstraße, man sah ein paar Läden und Restaurants, viel mehr war aber nicht los. |
Landschaft bei Batu
Der folgende Tag sollte einer der schönsten der Reise werden. Wir fuhren schon früh am Morgen nach Probolingo. Dort beginnt die Auffahrt zum Tengger-Plateau. Weil die Straße eng und schmal ist und wohl auch, weils den Einheimischen ein sicheres Einkommen beschert, mußten wir vom Bus in Jeeps wechseln. Es geht in steilen Serpentinen hinauf nach Ngadisari und dann weiter nach Cemoro Lawang. |
Gunung Bromo
Unsere Unterkunft, direkt am Kraterrand war ziemlich basic, die Zimmer ganz schön heruntergewohnt, aber wen stört das, bei der Lage?. Man hatte einen gigantischen Ausblick auf das Sandmeer mit dem rauchenden Bromo und dem Mt. Batok. Das Wetter war halbwegs ok, zwar bewölkt aber kein Regen in Sicht. Ich kaufte eine Flasche Wasser und machte mich sogleich auf den Weg zum Bromo. |

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