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Eine Reisereportage von Franz Frey

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  Am Dieng-Plateau  

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Bei den Schwefelquellen liegt natürlich ein penetranter Geruch in der Luft. Ganz nahe bei der Quelle fällt einem selbst das Atmen schwer. Wie überall in Indonesien gibts an den Orten, wo sich theoretisch Touristen hinverirren könnten, riesige Überkapazitäten an Touristenständen. Souvenier hab ich wie immer keines gekauft, aber doch etwas "picture-money" dort gelassen. Weiter gehts zum "Color-Lake". 1998 haben wir eine vielstündige Wanderung durch die Plantagen zum See unternommen. Das war wirklich toll, diesmal war nur eine mikrige Stunde Zeit, war leider recht wenig und auch nicht genug Distanz um die unterschiedliche Färbungen der Seen wirklich zu registrieren. Zum Fotografieren war aber ohnehin schon längst kein Licht mehr, und so hielt sich die Enttäuschung auch in Grenzen.


  Am Markt  

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Gegen Elf verließen wir das Dieng-Plateau wieder hinunterRichtung Wonosobo. Die Nebelschwaden zogen immer noch durch die Gegend und verhinderten ein gscheites Photo von dieser gigantischen Landschaft. Unterwegs hielten wir an einem wirklich sehenswerten Markt. Die Bäurinnen mit ihren Trachten boten ein tolles Bild und nun schien auch wieder die Sonne und es wurde richtiggehend heiß. In Wonosobo wechselten wir den Bus und fuhren weiter zum kulturellen Highlight von ganz Indonesien, dem großartigen Tempel von Borobudur.


  Borobudur  

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Am Borobudur-Tempel kamen wir am frühen Nachmittag an. Zunächst fährt man auf einen riesigen und fast leeren Busparkplatz, dann kämpft man sich durch das gewohnte Überangebot an Souvenierläden zu Kasse. Der Eintritt ist für Indonesien mit 9$ extrem teuer, aber der Tempel ist das Geld wert.Es wurde noch etwas mit einem Führer gefeilscht, aber wie erwartet, gabs dann doch keine Einigung und etwas erleichtert zog ich dann doch alleine los.


  Borobudur  

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Der Borobudur-Tempel ist das größte buddhistische Bauwerk überhaupt. Er ist aus schwarzem Lavagestein erbaut, und nur von der Weite kann man seine riesige Dimension erkennen. Auf 8 Ebenen reiht sich eine Stupa an die nächste, insgesamt sollen es 1472 sein, steht im Führer, nachgezählt hab ichs nicht. Und in einigen Stupas stehen noch Buddha-Statuen, daneben sind die Bauelementen mit Reliefs übersäht. Seine Funktion bleibt bis heute ein Rätsel. Der Tempel wurde um 800 erbaut, blieb nach einem Vulkanausbruch für 1000 Jahre verschüttet und wurde erst 1814 wiederentdeckt. Sicherlich ein Grund, warum der Tempel so großartig erhalten ist.


  Borobudur  

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Am späten Nachmittag verzog sich das Wetter und ich machte mich auf zum Ausgang. Da bis zur Abfahrt noch eine gute Stunde Zeit war, suchte ich eines der vielen Lokale auf. Bintang hatte die Wirtin zwar nicht im Angebot, aber ich war zu müde und zu faul um weiterzusuchen und sie hatte tüchtige Kinder und die fanden das, wonach ich suchte. Wir fuhren noch zu einem weiteren Tempel, ganz in der Nähe, aber erstens wars schon finster und zweitens hatte ich genau den schon bei meiner ersten Reise gesehen. Zwei Stunden Fahrt waren es dann noch in die Großstadt Yogyakarta. Das lag recht günstig in einer Traveller-Ära südlich des Kraton.Im Erdgeschoß war ein Steakhouse mit unglaublich günstigen Preisen, aber die Qualität und die Quantität waren dann auch entsprechende schlecht.


  Prambanan-Tempel  

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Am Vormittag war das Wetter noch in Ordnung und wir fuhren wir mit dem Bus zum Prambanan-Tempel, etwas außerhalb von Yogyakara. Auch diese Anlage ist schon seit 1991 UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als das bedeutendste hinduistische Bauwerk auf Java.


  Prambanan-Tempel  

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Auch im Prambanan-Tempel ist der Eintritt mit 10 US$ für indonesische Verhältnisse recht teuer. Weil es eben ein herausragendes Kulturdenkmal ist und weil die Großstadt Yogyakarta in der Nähe ist, wimmelt es hier von Touristen. Wobei aber die Indonesier eindeutig in der Mehrzahl waren. Sie scheinen ein sehr reiselustiges Volk zu sein und es schien so, als hätten die Indonesier das Fotografieren entdeckt. Es war wirklich amüsant, ihnen bei der Produktion der Familienbilder zuzuschaun. Wir hatten drei Stunden Zeit zur Besichtigung, das ist mehr als genug, weil es aber inzwischen immer mehr bewölkt wurde, war es ein ständiges Warten aufs Licht.


  Prambanan-Tempel  

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Die Anlage wurde um 850 erbaut und war schnell vergessen und verfallen. 1937 begann man mit dem Wiederaufbau und der ist lange noch nicht abgeschlossen, wie die vielen, etwas außerhalb der Anlage gelagerten und nummerierten Steine beweisen. Momentan stehen sieben Cadis, der höchste ist der 47m hohe Shiva-Tempel.



   

 

© Franz Frey, 27 Einträge im Gästebuch von Franz Frey






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