 |
| Nach drei recht anstrengenden und teilweise auch frustrierenden Wochen unter dem Motto "Ecuador im Regen", bin ich zum Höhepunkt der heurigen Frühjahrsreise noch eine Woche auf die Galapagos-Insel geflogen. |
Von den meisten Teilnehmern der Ecuadorreise haben wir uns am Vortag feuchtfröhlich verabschiedet. Zu sechst wurden wir in der Früh mit dem Bus zum Quito National Airport gebracht. Der Flug mit der TAM ging über Guyaquil. Bei der Landung und beim Start wurde deutlich, wie schwer die Region von den Überschwemmungen heimgesucht wurde. Kilometerweit stand alles unter Wasser und auch in der Stadt selbst waren weite Teile überschwemmt. Sobald der Flieger die Küste verließ, wurde das Wetter schön. Nach gut 2 Stunden Flug wurden die Umriße der Galapagos Inseln sichtbar und auch die ersten Wolken. Kurz drauf landeten wir auch schon am Flughafen auf der Insel Baltra. Wir wurden von einem recht unsymphatisch wirkenden Guide empfangen und mit dem Flughafenbus bis zu einem Fährübergang gebracht. Mit der Fähre setzten wir von Baltra ein paar hundert Meter über auf die Insel Santa Cruz und bestiegen dort einen anderen Bus der uns nach Puerto Ayora brachte. |
Grand Turtle
In Puerto Ayora angekommen, gabs zunächst einmal Mittagessen und dann gingen wir zur Bootshaltestelle und warteten auf ein Taxiboot, das uns zu unserem Schiff, dem Heim für die nächste Woche brachte. An Board hieß es zunächst "Schuhe ausziehen" und dann gings in den großen Aufenthaltssaal zur Kabinenverteilung. Die Kabinen waren eigentlich weit weniger schlimm und eng als ich es mir vorgestellt habe. Natürlich gibts auf einer Kreuzfahrt auf den Galapagos in der Touriklasse keinen Luxus, aber es war doch zum Aushalten. Eine Stunde später fuhren wir wieder an Land, kletterten in einen Bus und fuhren etwa eine halbe Stunde ins Hochland der Insel Santa Cruz. Mit George, unserem Guide besichtigten wir zuerst eine Lavahöhle. Kaum waren wir aus der Höhle draussen, fing es ziemlich heftig zu schütten an. Zu allem Überdruß ist mir auch noch mein Schirm eingegangen. Ich hatte die große Fototasche, also mit der DSLR-Kamera mit und es wurde mir doch ziemlich bange darum. Die ersten Schildkröten hatten wir bald geortet und im strömenden Regen abgelichtet. Der Rundgang dauerte fast zwei Stunden, am Ende gabs dann noch Tee mit Schuß. Wir fuhren zurück nach Puerto Ayora und bei immer noch strömenden Regen erreichten wir unser Schiff. Die Stimmung war jetzt endgültig am Boden, 3 Wochen Dauerregen in Ecuador und dann gleich dieser Start auf Galapagos... |
Insel Rabida
Am Abend zuvor bin ich recht früh ins Bett. Nach dem ersten Abendessen an Board noch ein Schluck vom Whisky aus dem Flieger und ich hab dann versucht zu schlafen. Das ging ganz gut, bis gegen ein Uhr früh der Anker eingezogen wurde und sich das Boot schaukelnd in Fahrt setzte. Jedenfalls waren wir am nächsten Morgen vor der Insel Raida. Der Reiseablauf blieb die ganze Woche in etwa gleich: 7h Frühstück, 8h den ersten Landgang, um 12h Mittagessen, dann um 14h30 den 2. Landgang und um 19h Abendessen. |
Insel Rabida
Mit uns war eine Gruppe amerikanischer Biologiestudenten mit einer Professorin aus Lima und einem Assistenten aus Ecuador auf dem Schiff. Die hatten bis zum Morgen noch eine heftigere Pary, waren aber insgesamt alle recht symphatisch und verträglich. Um 8h gings dann zum ersten Landgang auf die Insel Rabida. Es gibt nasse und trockene Landungen auf Galapagos, wobei bei der nassen Landung das Wasser auch höchstens bis zu den Knien geht. Meistens mußte man für die Überfahrt Schwimmwesten anlegen, machmal auch nicht, warum weiß eh keiner. |
Insel Rabida
Beim Rundgang wurden wir in zwei Gruppen geteilt. Zu unserer Erleichterung bekam die Gruppe mit den Amerikanern den Guide der uns am Flughafen abgeholt hat und wir gingen mit George. Die Rundwege auf Galapagos sind recht kurz, kaum einer ist länger als 2 Kilometer. Wir gingen rauf auf einen Hügel von dem man eine landschaftlich recht reizvolle Aussicht auf den roten Strand der Insel, auf die grüne Lagune und das blaue Meer hatte. |
Marine Iguana
Anschließend war Schnorcheln angesagt. Die Ausrüstung konnte man am Schiff ausleihen. Leider ist das für mich wegen meiner Probleme mit dem Ohr ohnehin kein Thema. Wir besichtigten noch eine Kolonie von jungen Pelikanen und fotografierten die zahllosen Seelöwen. An den Felsen die den Strand begrenzten, gab es jede Menge von Marine Iguanas. Leider sind die Bilder aus der DSLR bis heute verschwunden. Entweder hab ich vergessen, die zu überspielt oder die digitale Festplatte hat beim Überspielen Faxen gemacht. |
Insel Rabida
Zum Mittagessen wurden wir mit dem Schlauchboot abgeholt. Das Essen war eigentlich die ganze Reise über recht gut. Um halbdrei am Nachmittag gabs dann den 2. Landgang. Diesmal auf der Insel Santiago, die gleich gegenüber von Rabida liegt. |
Marine Iguana
Auf Puerto Egas, oder auch James Bay genannt, gabs wieder eine nasse Landung. Schon Charles Darwin ist hier schon vor 150 Jahren gelandet. Ein 2km langer Spazierweg führt die Küste entlang und gilt als einer der attraktivsten Tierbeobachtungsplätze auf den Galapagos. |

|