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| Ecuador und Galapagos standen schon länger auf der Liste meiner Wunschziele. Man braucht für diese Reise Minimum 4 Wochen Zeit und die Galapagos sind nicht ganz billig. Am Resturlaub oder an der Knete ists dann immer wieder gescheitert, aber heuer ist sich endlich beides ausgegangen. |
Es war so nicht gewollt und ich war darüber auch recht unglücklich, daß ich ausgerechnet am Faschingsonntag aufbrechen mußte. Wer denkt auch bei der Buchung dran, daß der Fasching in diesem Jahr so extrem früh ist. Ich hab die Reise bei Djoser mit Abflug ab München gebucht, weil München normalerweise etwas günstiger zu erreichen ist als das gleich weit entfernet Wien. Aber trotzdem war der Abflugtermin nach Madrid um 8h früh so ungünstig, daß ich am Vortag nach München-Ostbahnhof fuhr und mir dort einmal direkt beim Bahnhof ein Zimmer nahm. Das war recht angenehm, ich mußte zwar früh aufstehen, kam aber ausgeruht nach einer halben Stunde Fahrt mit der S-Bahn zum Iberia-Schalter. Es ging zunächst gut zwei Stunden nach Madrid und zu Mittag startete der Airbus nach Quito. Der Flieger war bis auf den letzten Platz voll, es waren sehr viele Kleinkinder im Flieger, daher wars entsprechend laut und an Schlaf war nicht zu denken. Boardentertainment gibts bei Iberia nicht und auch sonst war der Service nicht das Beste. Was für ein Unterschied zu KLM auf meinen letzten Reisen. Die Flugzeit war 12 Stunden, es war entsprechend unangenehm, aber auch das ging vorbei. |
Kurz vor der Landung war dann kurz der schneebedeckte Cotopaxi zu sehen, leider hatte ich keinen Fensterplatz. Der Flughafen ist mitten in der Stadt, da war ich wieder froh, daß ich keinen Fensterplatz hatte. Neben der Landebahn stand die havarierte Iberia-Maschine die 14 Tage zuvor über die Landebahn hinausgepfiffen war. Aber bei uns ging alles gut. Die Paßkontolle ging recht schnell und auch mein Gepäck ist dieses Mal mitgekommen. Beim Ausgang hab ich dann gleich die Reiseleiterin und die anderen Reiseteilnehmer gefunden. Bald ist dann auch der Bus von der örtlichen Agentur gekommen und hat uns ins Hotel "Fuente de la Piedro" im Stadtteil Mariscal gebracht. Obwohl oder weil Karneval war, wirkte die Stadt fast ausgestorben. Das Lokal in unserem Hotel hatte wegen Karneval auch noch geschlossen, dann aber doch aufgesperrt. Ich war vom langen Tag doch ziemlich gerädert, als ich mit der Reisetasche die Stufen zum Zimmer hochstieg, merkte ich auch die Höhe, Quito liegt immerhin 2800m hoch. |
Quito
Am nächsten Tag hatten wir am Morgen ein Meeting mit der Reiseleiterin wo die nächsten Tage besprochen und die Trinkgeldkasse eingesammelt wurde. Das Wetter war sonnig und ich war etwas sauer, daß wir die schönste Fotozeit im Hotel verbringen mußten. Erst um 11h gings dann mit einem englischsprachigen Guide mit dem öffentlichen Bus in die Altsstadt. Die Altstadt von Quito ist schon seit 1979 Weltkulturerbe, und das völlig zurecht. Auch dank der Unesco sieht man hier doch eine recht geschlossene Ansammlung von exzellent restaurierten barocken Kolonialbauten und jede Menge alter Kirchen und Klöster aus dem 15. und 16. Jahrhundert. |
Plaza San Francisco
So ein Spaziergang in Quito ist recht anstrengend. Die Straßen sind teilweise recht steil und die Höhe zwingt einem zum Schnaufen. Und auch wenn die Temperatur recht angenehm war und es zunehmend auch bewölkt wurde, darf man die Sonne, hier fast direkt am Äquator, nicht unterschätzen. Wir besichtigten die Kirche La Compañia, die als die schönste Kirche von Quito gilt und die Plaza de la Independencia, auch Plaza Grande, genannt. Der beliebteste Treffpunkt der Stadt ist der riesige Plaza de San Francisco. |
Iglesia San Francisco
Die Iglesia San Franciso ist die älteste Kirche der Stadt, mit dem Bau wurde unmittelbar nach der Ankunft der Spanier und der Gründung der Stadt begonnen. Am riesigen Platz davor preisen Indios ihre Waren an und auch jede Menge junger und älterer Schuhputzer suchen nach Arbeit.
San Franciso liegt direkt am Fuß des Panecillo, dem Hügel mit der Schutzheiligen. Da das Viertel hinter der Kirche als nicht ganz sicher gilt und wohl den meisten der Anstieg ohnehin zu anstrengend gewesen wäre, fuhren wir mit dem Taxi rauf. |
Blick vom Panecillo
Oben am Hügel auf 3.100m gibts jede Menge Verkaufsstände, die eher scheußliche Statue der Jungfrau Maria und vorallem einen fantastischen Blick auf die Stadt Quito, die sich wie ein schmaler Lindwurm auf über 30km durch die Anden zieht. Wir sind dann wieder runter und haben am Plaza San Francisco zu Mittag gegessen. Ich hab noch ein wenig fotografiert, wollte eigentlich noch zur Kathedrale, weil aber das Wetter immer schlechter wurde, hab ichs dann sein lassen und bin mit dem Taxi (2 Dollar) ins Hotel gefahren. Schhließlich hats zu regnen begonnen und ich bin gleich im Hotel geblieben und hab da zu Abend gegessen. |
Am Äquator
Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus zur Talstation des Teleferico auf den Vulkan Pichina. Leider hat der Lift erst um 10h aufgemacht und eine halbe Stunde hat es gedauert, bis wir auf 4.050m Höhe den Sessellift wieder verließen. Inzwischen hat es schon ziemlich zugezogen und man hatte kaum Aussicht auf die Stadt und vorallem nicht auf die umliegenden Vulkane. Daher kein Foto von diesem Ausflug. Die Fahrt ging weiter, etwa 20km nördlich von Quito, zum Äquator. In einem Touri-Restaurant haben wir Mittag gegessen und haben dann das Inti-Nan Museum besucht, das sich - im Gegensatz zum offiziellen Äquatordenkmal - direkt am Äquator befinden soll. |
Museo Inti Nan
Zumindest diese Tafel zeigt, daß man mitten am Äquator stehen soll. Aber angeblich ist der wahre Äquator auch von hier an die 60m entfernt. Es wurden ein paar Experimente gemacht, die angeblich nur am Äquator möglich sein sollen. Hat mich eigentlich nicht so sehr interessiert. Es war ja nicht das erste Mal, daß ich am Äquator war. |

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