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Eine Reisereportage von Franz Frey

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  Winds Cave  

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Die Wind Cave hängt mit der Clearwater Cave zusammen und gemeinsam bilden sie eines der größten Höhlensysteme der Welt. Sie ist bekannt für ihre schönen, schlanken Stalaktiten und Stalagmiten. Sie ist wesentlich größer als die Höhle die wir am Vortag besucht hatte, daher ist das Fotografieren auch wesentlich schwieriger, zumal in den Höhlen zwar geblitzt werden kann, zu meinem Leidwesen aber kein Stativ verwendet werden darf. An ein paar Stellen sieht man durch die Höhle nach oben. Ich hatte wieder Probleme mit meinem Fuß, insbesondere wenn ich auf den Treppen stehenbleiben mußte. Nach der Besichtigung gings weiter zur Anlegestelle der Clearwater Cave. Dort war wieder ein überdachter Rastplatz und weil der Fuß doch ziemlich schmerzte, hab ich mir die 200 Stufen hinauf und die Höhlenbesichtigung erspart. Höhlen hab ich in meinem Leben schon viele gesehen und mit Schmerzen macht das ganze halt keinen Spaß.


  Gecko mit Snack  

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Den Canopy-Skywalk wollte ich mir aber nicht entgehene lassen. Wir mußten ins Parkheadquarter, Formulare ausfüllen und bezahlen. Dabei sah ich oben an der Decke des Raumes, wie ein Gecko einen Schmetterling fing. Leider war die Entfernung etwas zu groß um ein wirklich gutes Bild machen zu können. Wir gingen dann weiter einen guten Kilometer bis zur Abzweigung zum Skywalk, die wir vom Vortag schon kannten.


  Canopy Skywalk  

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Wir gingen langsam den guten Kilometer zur Abzweigung zum Canopy Skywalk, aber niemand war zu sehen. Auch beim Aufgang zum Skywalk war kein Ranger, der Rundweg war abgeschlossen. Nach einer halben Stunde kam dann doch ein Ranger mit zwei weiteren Touris. Er hatte beim Headquarter auf uns gewartet. Nun gings endlich rauf. Der Weg ist mit Seilen zigmal gesichert, trotzdem schwingt der Weg manchmal bedenklich, und das zwischen 20 und 30m über der Erde. Ich muß gestehen, ich hatte fürchterlichen Reisgang und war froh, als ich wieder herunten war. Trotzdem hat sich der Weg gelohnt. Man geht zwischen den Baumkronen, es ist ein eigenartiges, nicht zu beschreibendes Gefühl.


  Regenwolken  

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Wir wurden vom Bus unserer Unterkunft abgeholt und zurückgebracht. Es war eine recht eigenartige Stimmung. Über den Bergen hingen schwere Regenwolken, bei uns, nur ein paar Kilometer weiter, schien noch die Sonne. Allmählich wurde es aber auch bei uns finster. Trotzdem sind die Fledermäuse an diesem Tag ausgeflogen. Von Zeit zu Zeit sahen wir riesige Schwärme über unsere Lodge ziehen. Am nächsten Morgen zu Mittag flogen wir von Mulu zurück nach Miri und dann gleich weiter nach Kota Kinabalu, der Hauptstadt von Sabah. Ich wollte noch einen Arzt aufsuchen, war aber schon ziemlich spät und fand lediglich eine Apotheke bei der ich mich mit Antibiotikatabletten und einer antibiotischen Salbe eindeckte. War nicht ganz billig, hat über 30€ gekostet. Beim Heimweg traf ich die Reisekollegen in einem riesigen open-air Restaurant. Und nachher noch in einer Einheimischenkneippe gegenüber unserem Hotel. Eine Dose Bier kostete 6 Riggit, 3 Dosen kosteten aber nur 10 Riggit. Klar, daß man da ein paar Runden trinken mußte.


  Kota Kinabalu NP  

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Wieder einmal wurde das Reiseprogramm umgestellt. Die Leute die auf den Berg wollten - und das war dann doch die halbe Gruppe - mußte das heute tun. Also früh aufstehen und mit dem Bus zügig in zwei Stunden zum Headquarter des Mount Kinabalu Nationalparks. Bereits bei der Anfahrt hatten wir einen tollen Blick auf das mächtige Bergmassiv. Der Parkeingang liegt bereits über 1000m und das Klima ist äußerst angenehm. Die Bergsteiger wurden mit einem anderen Bus zur sogenannten Powerstation auf 1900m gebracht. Von dort gehts am ersten Tag auf 3200m auf eine Schutzhütte und um 3h morgen rauf auf den Gipfel auf über 4000m. Ich war froh, daß ich über die Bergbesteigung nicht nachdenken mußte und ich hab sie auch nicht wirklich darum beneidet. Ich find Berge ja toll, aber eher von herunten. Wir, die Fußmaroden und die faulen Säcke, fuhren mit dem Bus ins Hotel, etwa einen Kilometer von der Parkeinfahrt entfernt.


  Blick aus dem Hotelfenster  

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Das was Loose als ein gesichtsloses Massenquartier bezeichnet, erwies sich als die tollste Unterkunft auf der gesamten Reise. Der Blick vom Zimmer im 3. Stock aus über die fruchtbare Landschaft am Abhang des Mount Kinabalu war atemberaubend. Anstrengend war für mich nur der Weg vom 3. Stock über eine extrem steile Treppe runter zum Restaurant. Rund um das Hotel war eine riesige Gartenanlage mit wunderschönen tropischen Pflanzen.


  Hirschkäfer  

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Im Garten des Hotels gabs jede Menge zu fotografieren. Vorallem riesige Schmetterlinge die offensichtlich gegen das Haus geprallt und entweder benommen oder tot waren. Es ist einfach unglaublich, welch riesige Exemplare an Schmetterlingen, Käfern und Insekten da vorkamen. Ich hab am frühen Nachmittag eine Stunde lang Blumen und Viecher fotografiert und mache mich dann, zwar hinkend, aber doch, auf den Weg Richtung Nationalpark. Leider war die Sicht auf den Berg zu.


  Blick auf den Mount Kinabalu  

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Auf halben Weg traf ich Reisekollegen in einer Bretterbude die als Fernfahrerkneippe diente. Auch dort gabs das Angebot, 3 Dosen Tiger-Bier für 10 Riggit. Wir sind lange gesessen und allmählich füllte sich der Tisch mit Bierdosen. Am späten Nachmittag lichtete sich dann schön langsam der Nebel um den Mount Kinabalu und im allerletzten Tageslicht hatte man einen tollen Blick auf den doch sehr spektakulären Berg. Nach Sonnenuntergang wurde es recht kühl, der Heimmarsch im Dunkeln war auf der dicht befahrenen Straße recht mühsam.



   

 

© Franz Frey, 27 Einträge im Gästebuch von Franz Frey






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