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Gunung Mulu NP
Um drei Uhr wurden wir wie vereinbart abgeholt und auf einer recht schlechten Straße zum nicht weit entfernten Headquarter des Nationalparks gebracht. Es ging auf einem super hergerichteten Plankenweg recht eben dahin. Tiere sahen wir keine, aber diese für den Dschungel so typischen Geräusche waren wieder da. Noch schien überwiegend die Sonne, weit weg in den Bergen schoben sich aber schon die ersten Wolken zusammen. Der ebene und sehr gut ausgebaute Plankenweg kam meinem Fuß zugute, ich hatte kaum Schmerzen. Wir kamen an den ersten kleineren Höhlen vorbei und nach etwas mehr als einer Stunden zu einem kleinen Rastplatz. Von dort gings hoch zum mächtigen Eingang der Lang´s Cave. Die heißt nicht so, weil sie so lang ist, sondern ist nach ihrem Entdecker. |
Eingang zur Lang´s Cave
Ich muß zugeben, daß mich Höhlen nicht mehr besonders anziehen. Ich hab schon sehr viele gesehen, wir haben in meinem Heimatort eine wunderschöne Tropfsteinhöhle und ich war auch in der Dachstein-Mammuthöhle, da kommen die Höhlen des Mulu-NP bei weitem nicht heran. |
Lang´s Cave
Trotzdem ist die Lang´s Cave eine schöne, kleine Tropsteihöhle, recht gut beleuchtet und es gibt wirklich schöne Stalaktiten und Stalagmitten. Ich hatte das Problem, daß die Gruppe auf dem Rundgang durch die Höhle natürlich immer wieder stehenblieb um zu schauen und zu fotografieren. Und das Stehenbleiben bedeutete für mich jedesmal große Schmerzen. Irgendwann hab ich die Lösung gefunden und mich am Stand im Kreis gedreht. Nun gings etwas besser, aber von Höhlen hatte vorerst einmal genug. |
Lang´s Cave
Die Schmerzen im Fuß wurden unerträglicher und ich war froh, als wir aus der Höhle wieder draußen waren. Die Kollegen gingen rauf zur Deer-Cave, berühmt wegen der vielen Fledermäuse. Das wollte ich meinem Fuß eigentlich nicht mehr antun und ich ging zurück zum Rasthaus, kaufte mir eine Cola und wartete dort auf die Gruppe. Die Gruppe kam nach einer halben Stunde zurück und es begann zu regnen. Bei dieser Raststätte wartet man üblicherweise auf den Ausflug der Fledermäuse. Die fliegen jeden Tag um 6h in einem riesigen Schwarm aus, jedoch nur dann, wenns nicht regnet. Und ein Blick zum Himmel machte mir klar, daß es sehr bald, sehr viel regnen würde. Weil der Fuß schon ziemlich schmerzte und auch auf keinen Fall naß werden durfte, entschloß ich mich, allein zurückzugehen. Es dämmerte schon, das war aber auf dem gut ausgebauten Weg überhaupt kein Problem. Nach 40 Minuten war ich in der Kantine neben Parkheadquaters, kaufte mir eine Cola und eine Packung Pommes. Kaum hab ich mich niedergesetzt und den Fuß hochgelagert, begann es zu schütten, wie es eben nur in den Tropen schütten kann. Der Himmel wurde knallgelb und es war eine einzigartige Stimmung. Nach einer guten Stunden kamen die Kollegen zurück, selbstverständlich klatzschnass und ohne eine Fledermaus fliegen gesehen zu haben. |
Fahrt am Melinau River
Am nächsten Morgen hab ich lang überlegt, ob ich mitfahren solle. Der Fuß hat zwar den Ausflug vom Vortag überstanden, zuviel belasten wollte ich dann aber doch nicht. Nach dem Frühstück, entschloß ich mich dann spontan doch mitzufahren. Ich war weniger auf die Höhlen sondern viel mehr auf das Dorf das wir besuchen würden, gespannt. Wir kletterten in die kleinen, engen Langboote und fuhren gemächlich den Melinau River entlang. |
Die Touris kommen...
Nach etwa 20 Minuten Fahrt flußaufwärts stoppten wir bei einer Anlegestelle und nach ein paar Minuten kamen wir in ein kleines Dorf der Penan. Bis vor wenigen Jahren waren die Penang noch nomadisierende Urwaldbewohner die sich ausschließlich von den Früchten und dem Wild des Urwaldes ernährten. Mit der Etablierung des Nationalparks wurde ihr Lebensraum eingeschränkt und die Regierung hat versucht, sie seßhaft zu machen. |
Batu Bungan
Man hat ihnen zunächst ein riesiges Langhaus gebaut. Das ist vor ein paar Jahren abgebrannt, nun leben sie in einer Ansammlung von Bretterbuden. Es gibt eine Kirche und eine Schule und ihre Haupteinnahmequelle ist wohl der Souvenierverkauf. Die lange Reihe an Souvenierständen ist auch schon die Hauptattraktion des Dorfes. Insgesamt war dieser Dorfbesuch eine Enttäuschung, man kann den auch getrost weglassen. |
Batu Bungan
Wir stiegen wieder ins Boot fuhren eine Viertelstunde weiter den Milinau River flußaufwärts. Die Landschaft wurde wilder, die ersten Höhlen waren in den Kalkblöcken zu erkennen. Nach der Anlagestelle ging ein steiler Treppenweg hinauf zur Wind Cave. |

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