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Eine Reisereportage von Franz Frey

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  Beim Langhaus der Dayak  

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"Tuak" sei dank, hab ich herrlich geschlafen. Es gab Frühstück auf der Terrasse. Dann zeigten uns die Dayak einen (harmlosen) Hahnenkampf und schoßen mit einem riesigen Blasrohr auf eine Zielscheibe. Dann hab ich den Guide mißverstanden und auf den Rundgang durchs Dorf und in den Dschungel verzichtet. Ich vernahm, daß der Fluß zu überqueren sei und nahm irrtümlich an, daß das zu Fuß geschehen sollte. War aber im Endeffekt auch kein Fehler, wir wurden in die Küche eingeladen, natürlich auf einen Reisschnaps, was am frühen Vormittag doch etwas Überwindung gekostet hat.


  Leben am Fluß  

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Nach einer Stunde kam die Gruppe wieder zurück, nichts besonderes haben sie eh nicht gesehen. Das Leben der Heimischen spielt sich tagsüber überwiegend am Fluß ab und da hatten wir auf der Terrasse einen Logenplatz. Zu Mittag wurde für uns wieder Chicken im Bambusrohr gekocht, dann nahmen wir Abschied und es ging mit den Langbooten zurück zum Bus. Da es flußabwärts ging, war die Fahrt schneller, weniger feucht und den Hintern hab ich diesmal dadurch geschont, daß ich mich auf die sowieso sinnlose Schwimmweste gesetzt habe.


  Chinesischer Tempel  

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Mit dem Bus fuhren wir etwa drei Stunden nach Sibu und kamen am späten Nachmittag dort an. Sibu ist mit 250.000 Einwohner nach Kuching die zweitgrößte Stadt in Sarawak und liegt am Rajang River und ist eine wichtige Handelsstadt. Bis hierher können große Schiffe den Rajang River hinauffahren und das Tropenholz aufnehmen das im Landesinneren geschlägert wird und in Flößen den Strom hinuntergebracht wird. Die Chinesen stellen in Sibu die Bevölkerungsmehrheit und das prägt auch das Aussehen der Stadt.


  Abendstimmung  

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Das Premier Hotel war ein riesiger Kasten mit integriertem Kaufhaus und lag recht zentral, direkt beim Nachtmarkt. Obwohls zum Fotografieren fast schon zu spät war, machte ich noch eine Runde durch die Stadt, machte im letzen Licht ein paar Fotos. Ich kaufte mir ein Stativ da bei meinem ein Gewinde gebrochen war und kaufte mir Nicorette-Kaugummi für die langen Busfahrten. Dann schaute ich mich in der Stadt nach einem Restaurant um. Ich fand aber nichts, was mich anzog und landete schließlich im Restaurant des Premier-Hotels. Diesmal aß ich, ganz asiatisch, Sate. Die kleinen Spießchen schmecken ganz gut, wenn man diese ungenießbare Erdnusssoße wegläßt.


  Stadtzentrum  

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Von Sibu nach Bintulu sind es 220km, man braucht dafür etwas mehr als 3 Stunden. Die Strecke entlang des Sarawak-Highway ist so ziemlich das fadeste, was Borneo zu bieten hat. Wenn ich grad nicht geschlafen hab, sah ich endlose Palmölplantagen entlang der Straßen. Bintulu selbst ist eine ganz junge Stadt und hat sich etabliert, weil Ende der Siebzigerjahre vor der Küste die größten Erdgasreserven Malaysias entdeckt wurde.


  Markthalle  

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Bintulu hat etwa 100.000 Einwohner, die Mehrzahl sind Iban die in der Erdölindustrie arbeiten. Wir stoppten um Wasser und Proviant für den Aufenthalt im Similajau-Nationalpark zu kaufen. Die halboffene, alte Markthalle war ganz interessant. Sonst ist Bintulu eine recht moderne, aber gesichtslose Stadt, wie alle anderen Städte auf Borneo auch.


  Kinder  

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Es war Mittag und ziemlich heiß. In der Stadt gibts einen KFC-Laden, der war aber unglaublich dreckig und so hab ich auf ein Mittagessen gern verzichtet. Die Geschäfte rund um den Hauptplatz bieten alles an, in einer Apotheke hab ich ein Mückenschutzmittel gekauf, die Suche nach Wasser war allerdings lange ergebnislos. Ich mußte fünf oder sechs Geschäfte abklappern, bis es endlich geklappt hat. Nach eineinhalb Stunden gings weiter 30 Kilometer Richtung Norden, vorbei an riesigen Wohnanlagen für die Erdölarbeiter. Irgendwann bogen wir links ab und nach einer Viertelstunde waren wir Similajau Nationalpark.


  Similajau NP  

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Das Headquarter und die Unterkünfte des Parks verteilen sich auf mehrere Kilometer. Wir bezogen eine Bungalow direkt am Strand und vereinbarten für den Nachmittag einen gemeinsamen Treck zum Viewpoint.



   

 

© Franz Frey, 27 Einträge im Gästebuch von Franz Frey






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