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Eine Reisereportage von Franz Frey

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  Borneo Pig  

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Der Bako-Nationalpark ist der älteste Nationalpark in Sarawak. Der Park liegt auf einer Halbinsel und ist recht klein, was die Tierbeobachtung erleichtert. Trotzdem gibts recht viele Vegetationszonen und da die Insel aus Sandstein besteht, recht interessant geformte Küstenlandschaften. Weil die Zimmer noch nicht fertig waren mußten wir in der Kantine warten und konnten immer wieder Wildschweine und verschieden Affen beobachten.


  Affe  

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Besonders die Affen werden im Park zur Plage. Nicht nur daß sie ständig überall die Mülleimer plündern und den Inhalt über die gesamte Anlage verbreiten, die klauen einfach alles, sogar die Cola-Dose vom Tisch, wenn man nicht aufpaßt. Trotz Mittagshitze wurde mir das Warten zu lang und ich riskierte einen Trail, zu einem nur einen Kilometer entfernten Aussichtspunkt, hoch über der Bucht. Der Weg war recht gut, aber weils ständig steil hinaufging doch recht anstrengend.


  Affe  

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Am Nachmittag machten wir mit dem Guide einen längeren Ausflug. Es ging zunächst über einen Plankenweg durch einen Mangrovenwald. Dort sollen sich häufig Nasenbären zu sehen sein, heute waren jedenfalls keine da. Dann gings über eine Stunde durch tiefen Dschungel ständig auf und ab. Weit weg in einem Baumwipfel sahren wir Affen, darunter auch Nasenaffen, aber die waren zu weit weg und wegen der dichten Baumwipfel gabs auch keinen freien Blick zum Fotografieren.


  Sonnenuntergang im Bako Nationalpark  

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Gottseidank sind Wolken aufgezogen, aber der Trail war für mich trotzdem anstrengend genug. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit haben sich ständig die Brillen beschlagen und wegen der vielen Wurzeln am Boden mußte man ziemlich aufpassen. Nach einer guten Stunde kamen wir dann zur schönen Bucht von Teluk Paku, leider fehlte das Licht zum Fotografieren. Weil es schon etwas finster und ich schön langsam müde wurde, war der Heimweg dann noch beschwerlicher. Als Draufgabe sind mir dann auch noch die Brillen gebrochen. Aber rechtzeitig zum tollen Sonnenuntergang waren wir wieder bei der Kantine.
Übrigends sind in Malaysia wegen der Äquatornähe die Sonnenauf- und Untergänge das ganze Jahr über um 6 Uhr. Der Sonnenuntergang war recht schön, wichtiger war aber, daß in der (muslemischen) Kantine inzwischen Bierdosen angeliefert wurde. Ist zwar etwas teuer (fast 2 Euro), hat aber nach den Mühen des Tages herrlich geschmeckt.


  Nephentes  

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Am nächsten Tag stand der Lingtang-Trail auf dem Programm. Der Weg ist 5,8km lang und führt über alle Vegetationszonen der Insel. Für meine nicht vorhandene Kondition wars eigentlich nicht gerade der optimale Reiseauftakt und ich hatte davor auch etwas Bammel, zudem hab ich am Vortag auch nichts gegessen, weil ich mich für das Essen in dieser Kantine nicht so erwärmen. Weil ich aus meinen Erfahrungen in Sumatra gelernt habe, nahm ich nur die kleine Kamera mit. Trotzdem wars zunächst einmal äußerst mühsam und ich war froh, daß der Guide ab und zu anhielt und uns Pflanzen oder Tiere erklärte. Der Weg ging zunächst wie am Vortag auf und ab und dann ganz steil über Stufen etwa 200 Höhenmeter nach oben.


  Nephentes  

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Nach einer Stunde kamen wir auf ein Plateau mit sichtbar vulkanischem Ursprung. Hier endete der tropische Regenwald und es begann eine Buschsteppe. Weil der Schutz der Bäume fehlte und es schön langsam gegen Mittag zuging, war es da droben ganz schön heiß. Hier wachsen die Nephentes, das sind fleischfreßend Pflanzen, meistens mit einem Deckel drauf, die Insekten verdauen.


  Teluk Pandan Kecil  

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Schön langsam gings vom Hochplateau wieder hinunter und bei einer Abzweigung machten wir die erste Rast. Ich hatte neben dem obligaten und wenig überraschenden Konditionsdefizit auch das Problem, daß das Wasser schön langsam zu Ende ging. Deshalb war ich froh, daß als wir auf ein heißes, von Vulkangestein überzogenes Plateau kamen und von dort auf unseren Zielpunkt, die Teluk Pandan Kecil, eine wunderschöne, einsame Bucht hinunterschauen konnten.


  Küste vor dem Bako Nationalpark  

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Völlig kaputt ließ ich mich auf dem einzigen schattigen Abschnitt der Bucht in den Sand fallen und hab zuerst mal eine Stunde dahingedöst. Bald stellte sich heraus, daß die idyllische Bucht auch ihr Manko hatte, denn das Wasser stieg unaufhörlich und ich mußte den Rückzug antreten. Die Burschen mit dem Wassertaxi warteten schon und wir vereinbarten, daß ein Boot sofort zurückfahren würde, das nächste in einer Stunde. Weil ich kein Wasser mehr hatte und auch die Zigaretten schon knapp wurden (die Stange vom Flieger lag ungeöffnet in der Reisetasche in Kuching, aber man kann ja nicht an alles denken...) wählte ich natürlich das erste Boot.






   

 

© Franz Frey, 27 Einträge im Gästebuch von Franz Frey






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