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Eine Reisereportage von Franz Frey

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Eine Reise mit Hindernissen



Die Vorgaben für die heurige Frühjahrsreise war klar gegeben: Es solle ein Land sein, in dem ich noch nicht war und es sollte relativ preisgünstig sein. Da ich im Herbst wieder nach Äthiopien fahren werde, Südamerika oder Australien erst nächstes Jahr für mich leistbar sind, buchte ich bei Djoser eine recht günstige Gruppenreise nach Malaysia, konkreter nach Borneo. Mir war schon von haus aus klar, daß das nicht unbedingt mein Lieblingsland sein wird, daß es außer Dschungel und ein paar Viechern wenig zu sehen und zu fotografieren geben wird. Aber ich bin schon ein paarmal in Kuala Lumpur zwischengelandet und außer den beiden Flughäfen und einem Flughafenhotel hab ich noch nichts vom Land gesehen. Insgesamt wurde es eine Reise auf die ich im Nachhinein gescheiter verzichtet hätte. Das lag aber nicht am Land sondern einem recht dramatischen Zwischenfall, der zwar relativ glimpflich ausging, dessen Folge ich aber jetzt nach 10 Wochen noch immer spüre.

Eine recht unangenehme Anreise



Am 30. Mai 2007, ganz früh am Morgen, gings endlich wieder los. Diesmal mit eher gemischten Gefühlen als mit Vorfreude. Ich war mir immer noch nicht im Klaren, ob dieses Land für mich das richtige Reiseland sein würde und ob ich mir die Besteigung des Mount Kinabalu, sicher ein Höhepunt jeder Borneo-Reise. wirklich antun sollte.
Um 5h in der Früh kletterte ich in den Zug von Ebensee nach Attnang Puchheim, dort hieß es umsteigen nach Salzburg und mit dem Bus vom Bahnhof zum Airport. Beim Einckecken meinte die Dame von der AUA, daß sie mein Gepäck von Frankfurt nach Kuching nicht durchchecken könne, weil die Malayia nicht zur Staralliance gehören würde. Eine Falschauskunft, wie ich inzwischen weiß, aber für mich hieß daß, daß ich bis Frankfurt auf Nadeln gesessen bin. Denn das war bei der Buchung des Anschlußfluges nicht einkalkuliert worden. Jetzt war klar, daß es mit dem Umsteigen sauknapp werden würde. Gottseidank war der Flieger pünktlich und ich erhielt gleich als erster mein Gepäck. Unglücklicherweise mußte ich noch den Terminal wechseln und das alles im Laufschritt und mit dem viel zu schweren Gepäck. Jedenfalls war ich fix und fertig, als ich eine Stunde vor Abflug endlich den Malaysia Schalter fand. Wenigstens warten mußte ich beim Einchecken nicht mehr, weil ich der Letzte war. Der Flug nach Kuala Lumpur war wie vor einem Jahr. Eine relativ neue 777, super Boardprogramm und lausiges und extrem knausriges Service. Warum man die Malaysia zu den Spitzenlinien der Welt zählt, das hab ich nie begriffen und mit jedem Flug mit denen wirds für mich noch unglaublicher. Aber vielleicht war ich auch nur deshalb so lästig, weil ich vergessen hab, mich mit Nikotinkaugummi einzudecken und das zehrt bei einem 12-Stundenflug schon an den Nerven. Am frühen Morgen landeten wir am KLIA, der erste Weg war natürlich ins einzige, stinkende Raucherzimmer des Flughafens und um 8h gings schon weiter nach Kuching auf Borneo.
Bei der Einreise schaffte ich es wieder einmal, mich in der Reihe anzustellen wo es am langsamsten ging. Das Gepäcksband dreht sich auch schon und ein Passagier nach dem anderen erhielt sein Gepäck. Alle, bis auf einen, und der war natürlich ich. Der für das Gepäck zuständige Angestellte der Malaysia versprach, die Tasche ins Hotel zu schicken, wenn sie kommen sollte. Also raus aus dem Airport wo der Reiseleiter mit der Gruppe natürlich schon lange auf mich wartete. Mit dem Bus gings in einer Viertelstunde ins Telang Usan Hotel.

  Waterfront  

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Es war heiß und die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch. Es bedurfte schon einer Überwindung, das klimatisierte Hotel zu verlaßen und in die Stadt zu gehen. Kuching ist die Hauptstadt von Sarawak und auch die mit Abstand größte Stadt Borneos. Es wirde einem recht schnell klar, daß Malaysia keinesfalls ein Drittes-Welt-Land mehr ist. Die protzigen Geschäftsgebäude und die großen Hotels an der Waterfront zum Sarawak-River, zeigten schon, daß es dem Land an Finanzpotential nicht fehlt.


  Kuching Waterfront  

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Die Hauptattraktion von Kuching ist die Fußgängerpromenade am Sarawak River, genannt "Waterfront". Hier sind Imbißbuden, Restaurants, Parkbänke aneinandergereiht und man kann in Ruhe das Treiben am Sarawak-River verfolgen. In der Reihe hinter der Straße stehen die großen Hotels und Kaufhäuser der Stadt.


  Mädchen  

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Kuching hat etwa 350.000 Einwohner und wie überall auf Borneo sind etwa die Hälfe davon Malayen und Chinesen. Ein paar hübsche Schulmädchen waren durchaus erfreut als ich auf meine Kamera zeigte und haben sich gleich in Pose geschmißen.


  Sarawak River  

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Ich beobachtete eine Zeitlang das Treiben am Fluß. Brücken über den Sarawak River gibts keine. Die Leute werden mit Fähren und kleinen, bunten Flußtaxis, den Sampangs über den Fluß gebracht. Am Ende der Waterfront gibts einen Aussichtsturm der aber leider wegen Renovierung zu war. Genauso wars mit dem italienischen Restaurant daneben, aber die versprachen wenigstens um Fünf wieder aufzumachen.


  Altstadt  

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Am unteren Ende der Warterfront beginnt das Chinesenviertel mit recht schön renovierten Häusern. Dort hab ich gleich einmal das nötigste für die nächsten zwei Tage im Bako Nationalpark eingekauft, also zwei Leibchen, eine kurze Hose, Regenzeugs und Batterien und ein Ladegerät für die kleine Kamera. Kaum war ich aus dem Laden draußen hats fürchterlich zu schütten begonnen. Ich hatte zwar einen Schirm mit, aber mit der großen Kameratasche wars mir dann doch zu gefährlich und ich ließ mich mit dem Taxi ins Hotel bringen. Dort angekommen sah ich als erstes meine Reisetasche in der Rezeption stehen. Die Freude ist unbeschreiblich, wenn man einen ganzen Nachmittag überlegt, mit welchen Einschränkungen man gerade noch durchkommen könnte und dann kann man aus dem Vollen schöpfen.


  Fahrt in den Bako Nationalpark  

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Am nächsten Tag packte ich den Rucksack für die nächsten 2 Tage und um 9 fuhr der Bus los. Auf einer sehr breiten, autobahnähnlichen Straße gings in einer halben Stunde nach Bako Bazaar, einem kleinen Fischerdorf wo die Boote in den Nationalpark auf uns warteten. Mit dem Speedboot fuhren wir zunächst einen breiten Fluß hinunter und dann eine Lagune entlang. Die Bootsfahrt war recht angenehm, der Fahrtwind ließ die Hitze nicht so spüren und Angst beim Bootfahren hatte ich da ja noch keine. Vor einer breiten Bucht kamen wir auf Grund, nun hieß es waten, und weil Ebbe war, wars bis zum Headquarter des Parks noch ein weiter Weg.






 

© Franz Frey, 27 Einträge im Gästebuch von Franz Frey





Leserkommentare:

Schöne HP. Ich war auch in Kota Kinabalu. Auch ich muß sagen, nie nie wieder!!!

Viele Grüße.(Verfasser: torsten)

sehr gut

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