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Eine Reisereportage von Franz Frey

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Nach Sumatra und der Durchquerung von Java war die kleine Touristeninsel Bali die letzte Station meiner 5-wöchigen Indonesienreise im März/April 2006. Leider war auf den beiden ersten Etappen das Wetter noch schlechter als ich es erwartet hatte. In Bali sollte das etwas besser werden.

  Fischerboote  

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Die Überfahrt von Banyuwangi in Java nach Gilimanuk in Bali ist ein Katzensprung und dauert nur eine Stunde. Weil offenbar die gesamte Fischerflotte von Banyuwangi gerade zu dieser Zeit aufs offene Meer hinaustuckerte, gabs auch wider Erwarten was zum Fotografieren. Unser Bus aus Java begleitete uns noch bis Lovina Beach und das waren in etwa zwei Stunden Fahrzeit. Die zahlreichen hinduistischen Tempel entlang der Strecke zeigten recht deutlich den Unterschied zum streng islamischen Java zuvor. Nicht einmal 2% der Indonesier sind Hindus, aber 90% der Balinesen. Lovina Beach, das Touristenzentrum in Nordbali ist eine kilometerlange Ansammlung von Hotels und Restaurants. Wie überall wo es in Indonesien Tourismus gibt, oder in dem Fall eigenlich besser, gab, hat man gewaltige Überkapazitäten an Tourismuseinrichtungen. Aber der Ort Lovina und die Nordküste hat nicht erst seit dem Attentat von 2002 Probleme, die gab es schon vorher. Schwarzer Sandstrand zieht eben nicht, und war die Situation vor 2002 schon nicht rosig, ist der Tourismus seither faktisch nicht mehr existent. Unser Hotel, das Aditya war in einem wunderschönen tropischen Garten, direkt am Strand gelegen und es war ziemlich leer. Für uns nicht vorstellbar, wie die Hotels mit solchen Auslastungen überleben können.


  Wasserfall in Gitgit  

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Am Vortag wurde uns ein Minibus für eine Rundfahrt angeboten. Das Interesse der Gruppe war gering, und aufgrund des Wetters der letzten Tage in Java, war ich auch skeptisch. Aber an diesem Morgen schien die Sonne und es war klar, daß man da was machen mußte. Zwei in der Gruppe konnte ich für meine Pläne gewinnen, ich buchte den Bus und um 8h fuhren wir los. Zuerst nach Singarija und bogen dann rechts ins Gebirge ab. Nach einer Weile stoppten wir. Wir ignorierten die zahlreichen Führer und ließen uns vom Fahrer den Eingang zum Gitgit Wasserfall zeigen. Es ging auf einer von unzähligen Souvenierständen gesäumten Steintreppe steil nach unten.


  Reisfeld  

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Der Wasserfall war nett, aber auch nicht mehr. In meinem Heimatort haben wir bestimmt fünf höhere und schönere Wasserfälle. Aber natürlich nicht mit einem kleinen Hindutempel davor und nicht mit Reisfelder in der Umgebung. Wie oft auf Bali machts die Sehenswürdigeit gar nicht aus, sondern ganz einfach die Schönheit der Umgebung. Beim Raufgehen haben wir dann doch ganz schön geschwitzt und ich hab auch noch den falschen Ausgang gewählt, sodaß wir das letzte Drittel des Weges auf der Bundesstraße gehen mußten.


  Ausblick auf den See  

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Es war schon zu merken, daß das Wetter sich schön langsam verändert und das nicht zum Positiven. Wir fuhren über einen kleinen Paß, den dortigen Nationalpark ignorierten wir. Bei der Abfahrt dann ein wunderschöner Ausblick über einen der vielen Seen die es in dieser Gegend gibt.


  Familienfoto  

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Beim Aussichtspunkt gabs zahllose Affen zu sehen. Die waren ganz niedlich und keinesfalls aggressiv, wie man es von diesen Tieren an den Touri-Orten sonst häufig gewohnt ist. Es war kein Problem, sich vor ihnen auf die Straße zu legen und sie zu fotografieren. Was sich die vorbeifahrenden Autos gedacht haben?


  Portrait  

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  Pura Ulun Danu Bratan  

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Der nächste Halt war beim Bratan-Tempel. Ich war vor 8 Jahren schon da, der Tempel und vorallem seine grandiose Lage haben mich damals schon fasziniert, nur die Bilder sind damals nichts gscheites geworden, weil es kein Licht gab. Diesmal schiens zumindest zunächst um vieles besser.


  Pura Ulun Danu Bratan  

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Wir vereinbarten 2 Stunden Zeit zur Besichtigung. Eigentlich viel zulang. Der Tempel liegt in einem schönen Park. Man kann sich auch mit einem Boot hinausrudern lassen. Das hatte ich eigentlich vor, aber die Bewölkung wurde immer stärker und nur fallweise kam die Sonne durch und machte Fotos möglich und da war ich lieber flexibel.






 

© Franz Frey, 27 Einträge im Gästebuch von Franz Frey





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