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Selten hab ich mich auf eine Reise so gefreut und so gut vorbereiten können wie auf diese große Australienrundreise. Es sollte die Reise meines Lebens werden, wurde es dann aber doch nicht, wahrscheinlich weil ich auch zuviel erwartet hab. Monatelang hab ich im Internet die Australien-Bilder angeschaut und da vor allem die von Sydney. Auch hab ich Fotomäßig etwas aufgerüstet, eine neue DSLR und ein tollen 10-20mm Weitwinkel-Objektiv, entsprechend schwer war leider dadurch aber auch die Fototasche.
Weil die Galapagosreise schon Anfang Februar gewesen war und für die Reise im September zuwenig Teilnehmer zusammenkamen, buchte ich bei Djoser die Australien-Rundreise für Mitte Oktober. 7 Monate warten auf die nächste Reise, das war weit mehr als ich gewohnt und als erträglich war.
Australien stand schon jahrelang auf meiner Wunschliste ganz oben. Man braucht für diese Reise erstens genug Urlaub und zweitens etwas Kohle. An einem von beiden hats meistens gehapert.
Ein Flug nach Australien ist kein Honiglecken, für die über 16.000 km braucht man mindestens 20 Stunden reine Flugzeit. Davor hatte ich schon etwas Bammel, daran änderte es auch nichts, daß ich wenigstens auf einer der besten Linien der Welt, der Qantas gebucht war. Dazu hab ich mir ein Red-Ticket der Lufthansa von Linz nach Frankfurt besort.
Am 14 Oktober, gleich nach der Arbeit gings los. Ich fuhr mit meinem Auto zum Flughafen Linz-Hörsching und flog mit der Lufthansa nach Frankfurt. Um Mitternacht startete der Qantas-Jumbo nach Singapore. Ich hab den ganzen Tag nichts gegessen und es fühlte sich daher unendlich lange an, bis nach etwa 2 Stunden das Essen kam. Dann hab ich das erste Mal in meinem Leben Schlaftabletten genommen und 6-7 Stunden herrlich geschlafen. Dann zwei Filmchen angeschaut, ein bißl Solitär gespielt und nach einem Frühstück und insgesamt 12 Stunden Flug sind wir kurz vor Sonnenuntergang (gefühlt wars für uns erst Mittag) in Singapore gelandet.
Dort hatten wir 2,5 Stunden Aufenthalt. Das war grad recht, um sich vom langen Flug die Beine zu vertreten, im Duty-Free Zigaretten kaufen (unbedingt erforderlich, da die Zigaretten in Australien extrem teuer sind) und schließlich war auch noch Zeit für zwei Bierchen in der Freiluftbar. Dann gings schon wieder ans Einckecken und die nächste Nacht begann. Zwei Nächte so unmittelbar hintereinander, das war auch für mich neu. Aber ich hab trotzdem ein bißl schlafen können und dank des sehr guten Service der Quantas und des tollen Unterhaltungsprogramm verging auch diese Nacht wie im Flug. Und ich war sogar halbwegs ausgeschlafen als wir am frühen Morgen in Sydney gelandet sind. Die Einreise war schon sehr genau. Man mußte ein Formular ausfüllen und ankreuzen, ob man Waren im Wert über 1000 A$ bei sich hat. Ich wußte nicht recht, wegen meiner Fotosachen und hab vorsichtshalber "Yes" angekreuzt. Wurde dann deswegen auch befragt, und als ich sagte, daß der Apparat und die Objektive gebraucht wären, war alles ok. Hauptsächlich waren sie bei der Einreise auf der Suche nach mitgebrachten Lebensmittel. |
Blick auf Woolloomolloo und Potts Point
Beim Ausgang des Flughafens wartete schon der Guide der australischen Partneragentur von Djoser, schön langsam trudelten alle Teilnehmer dieser Reise ein. Erstmals kletterten wir in den Bus der in den nächsten 4 Wochen mehr oder weniger das Zuhause sein würde. Die Euphorie hielt sich in Grenzen, der Bus war für 16 Leute ganz sicher am untersten Limit und es war klar, das das eine enge Angelegenheit werden würde. Wir fuhren über Kings Cross zu unserem Quartier, den "Serviced Appartements Potts Point". Das Hotel war schön, wir konnten auch gleich aufs Zimmer und ein bißl war schon der Drang da, die Füße ein bißl auszustrecken. Aber draußen wartete eine der faszinierendsten Städte der Welt, es war wunderschönes Wetter und das Licht jetzt am Vormittag auch noch gut. Daher schnell geduscht, umgezogen, die Fototasche umgepackt und rein in die Stadt. |
Blick auf Opernhaus und Harbour-Bridge
Auf die zwei Tage in Sydney hab ich mich daheim extrem gut vorbereitet, ich wußte genau wo ich hin- und was ich wie fotografieren wollte. Aber all die Vorbereitung schien zunächst wenig zu helfen, da ich nicht wußte, in welche Richtung ich mußte. Schließlich fand ich doch die Stiege die von Potts Point runter nach Woolloomooloo führt. Ich ging weiter durch The Domain, am Rand des Botanischen Gartens entlang und nach etwa einer halben Stunden war ich beim Mrs Macquaries Chair, einem in den Fels gehauenen Sitz. Die Faszination dieses Punktes war aber auf der anderen Seite, ein grandioser Blick zu den beiden Wahrzeichen von Sidney, dem Bogen der Harbour Bridge und dem Opernhaus. |
Blick auf CBD
Wenn man den Fußweg in Richtung Stadtmitte weitergeht, hat man auf der rechten Seite diesen grandiosen Blick aufs Stadtzentrum und den meisten seiner Wahrzeichen, auf der linken Seite ist Royal Botanical Garden. Der Weg war doch um vieles weiter als ich angenommen hatte, aber es war wunderschön, die Temperatur war angenehm und die Motive beeindruckend. |

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