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Vorgeschichte
Urlaubsziele gibt es auf unserer schönen Erde so viele, dass es bestimmt schwer fällt, sich für ein Ziel davon für die allererste Weltreise zu entscheiden.
Wie kam ich darauf, gleich bei meiner ersten Weltreise um das halbe Erdenrund zu fliegen, obwohl viele Leute auf Langzeitflüge verzichten, weil so ein weiter Flug abgesehen von der Thrombosegefahr ziemlich anstrengend ist, wie ich es nun bei meiner Reise selbst erfahren habe. Außerdem habe ich ja in der Vergangenheit gezeigt, wenn es darum geht einen Urlaub zu planen, dass ich eigentlich nur richtiges Interesse für das Wandern und Skifahren im Hochgebirge habe.
Der Grund ist in meiner Jugendzeit zu suchen. Als ich 11 oder 12 Jahre alt war, schenkte mir mein Vater zum Geburtstag ein sehr schönes Buch mit dem Titel „Flugboot Dornier Do X“ . Dieses Flugboot war für meine damaligen Begriffe riesig und hatte 12 Propeller. Im Buch wurde unter anderem auch die Weltreise der Do X um die ganze Erdkugel beschrieben. Unter den zahlreichen Fotoaufnahmen waren auch einige von der Südsee dabei. Was mich nun ausgerechnet an diesen Bildern so faszinierte, kann ich heute nicht mehr sagen. Vielleicht waren es die fremdartigen Südseeinsulaner oder das unermesslich große Meer und ich wünschte mir einmal das alles erleben zu können. In meiner Schulzeit hatte ich immer großes Interesse für Erdkunde und oft suchte ich im Schulatlas die Inseln, von denen im Buch die Rede war. Jahrzehnte lang schlummerte dieser Wunsch unbewusst in mir, denn der 2. Weltkrieg und die entbehrungsreichen Jahre danach ließen solche Gedanken gar nicht aufkommen. Aber irgendwann kamen wieder ruhige Zeiten und schon meldeten sich die Südseegedanken zurück. Damals wusste ich noch nicht, wie herrlich es ist im klaren, warmen Meerwasser in einer türkisfarbenen Lagune zu schwimmen. Nachdem ich aber das Meerwasser auf Fuerteventura erlebt habe, gab es noch einen Grund mehr eine Kreuzfahrt in der Südsee zu unternehmen.
1945 ging bei der Flucht aus Danzig auch dieses Buch leider verloren.
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Reisevorbereitungen
Im Oktober 2000 suchte ich zuerst im Internet Informationen über die Inselwelt der Südsee und Angaben über das Klima in den verschiedenen Jahreszeiten. Für mich war es wichtig eine Zeit auszusuchen, in der das Klima für mich erträglich ist und keine Stürme zu erwarten sind. Es ist die Zeit von Juli bis Mitte Oktober, denn im November treten vermehrt die ersten Stürme auf. In der Südsee ist im Juli Winterzeit und im Oktober Frühling. Als nächstes fand ich im Internet einen Kreuzfahrtkalender und das kleine Schiff der Hapag Lloyd die MS Bremen mit 6752 BRZ, die genau in dieser für mich günstigsten Zeit in der Südsee von Insel zu Insel fuhr. Die Fahrt begann in Papeete auf Tahiti und endete in Lautoka auf der Hauptinsel des Fidschi-Archipels. Nachdem diese Erkenntnisse recht positiv ausfielen und mein Arzt mir riet, da ich schon fast 79 Jahre alt war, mit dieser Weltreise in ein tropisches Gebiet nicht mehr allzu lange zu warten, nahm ich mir ein Herz und buchte beim Reisebüro DER in Landshut die Kreuzfahrt mit der MS Bremen vom 21.09.01 bis zum 06.10.01.
Im Juni 2001 habe ich mir dann durch Leichtsinn beim Wandern in den Alpen das Gesicht zerschunden und die Lust auf die Weltreise war dahin. Ich stornierte die Reise und musste danach feststellen, das dies nur mit großen finanziellen Verlust möglich ist, wenn mein Arzt mir bescheinigt, dass ich die Reise aus Gesundheitsgründen nicht antreten kann. Ohne dieses Attest tritt die Reiserücktrittversicherung nicht ein. Mein Arzt konnte mir natürlich 3 Monate vor der Reise dieses Attest nicht ausstellen. Also machte ich die Stornierung der Reise schnell wieder rückgängig. Nachdem die Reisekosten von mir bezahlt waren, sandte Hapag Lloyd mir eine Menge Papierkram, Flugtickets, Reisebeschreibungen, Schiffsbeschreibung, Beschreibung von 11 Landausflügen auf verschiedenen Inseln, die man vorher schon buchen konnte, Impfvorschriften, Gepäckvorschriften usw. Ich musste sehr aufpassen, dass ich bei der Menge von Papier und Vorschriften nichts Wichtiges übersah. Vom Angebot der Landausflüge habe ich nur zwei gebucht. Die Bootsfahrt in der Lagune von Aitutaki und den Badetag auf Tonga am Strand vom König Taufa’ahau Tupou IV. Auf Busfahrten auf den verschiedenen Inseln habe ich verzichtet, weil ich bei dem lauten Fahrgeräusch mit meinem schlechten Gehör nichts von den Erklärungen des Reiseführers verstehe. Das Baden am Strand war mir wichtiger. Ein gutes Angebot habe ich aber dummerweise nicht gebucht, und zwar den Ausflug mit dem Glasbodenboot in Bora Bora. Da gab es nämlich viele interessante Fische zu sehen. Und zufällig war an dem Tag auch herrliches Wetter. Der Tag der Abreise rückte immer näher und endlich war es so weit.
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Meine Weltreise beginnt Freitag, 21. September 2001
Mein Freund fuhr mich um 10.30 Uhr mit seinem Auto zum Flughafen nach München.
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| Leserkommentare: | | ![]() Lieber Herr Schulz,
nachdem Sie mir heute im Klinikum die Internetadresse gegeben haben hat mich daheim die Neugier gepackt und ich habe mich an den Computer gesetzt. Ihren Bericht über Ihre Südseereise finde ich sehr gelungen, ich hatte teilweise richtig Mitleid wegen dem schlechten Wetter...
Ich muss sagen, ich finde es wirklich toll und bewundernswert, dass Sie es geschafft haben sich einen Kindheitstraum zu erfüllen, es gibt nicht viele Menschen denen Derartiges gelingt!
Ich werde mir demnächst auch Ihre anderen Fotos anschauen, bloß momentan fehlt mir dazu die Zeit,vielleicht am Wochenende dann.
Ich wünsche Ihnen auf allen Ihren weiteren Reisen alles Gute und auch schönes Wetter und hoffe, dass Sie noch viele bisher unbekannte Länder bereisen können.
Liebe Grüße
Marina Brandl, die Ferienhilfe der Station 4c im Klinikum Landshut(Verfasser: Marina Brandl) | | sehr gut |  |
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