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Eine Reisereportage von Gerhard Maucher

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Nach einer Übernachtung in Dessie neheme ich den ersten Bus nach Addis. Nach Kombolcha ist die Straße von der EU finanziert plan und in einem sehr guten Zustand. Kurz vor dem Mussolinitunnel und dem 3250m hohen Tarmaberpass machen wir in einem kleinen Marktflecken Mittagsrast. Dort gibt es pfundweise Oregano zu 2 Birr, Bohnen, Tomaten, Zwiebel, Chili, Orangen, Bananen und weitere Früchte zu kaufen.

  Marktflecken  

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  Mussolinitunnel  

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Im Postmuseum neben der Addis Hauptpost in der
Ras Desta Damtew Street kann man äthiopische Briefmarken seit 1894 damals in Frankreich gedruckt, sowie ausgewählte Briefmarken aller 100 Mitgliedsländer sehen. Die schönsten Motive hat Yemen zu bieten. Zu erwerben sind auch Ersttagskollektionen für 25 bis 100 Birr.
Der Bus nach Asela ist ein alter Fiatbus aus den 50er Jahren und zudem dauert es, bis wir endlich losfahren. Die 180 km lange Fahrt kostet 20 Birr und dauert 5 Stunden. Am Nachmittag begebe ich mich auf die Spuren Haile Gebreselassies, suche sein Elternhaus und seine Grundschule auf, bevor ich den Berg hinauf zu seinem Geburtsort laufe und dort auf eine Trainingsgruppe treffe, die mich fast eine Stunde bergauf und bergab durch die Eukalyptuswälder begleiten.

  Haile Gebreselassies Grundschule mit seinem Erdkundelehrer  

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  Trainingsgruppe  

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Es begann mit Trommeln und Gesängen in der Nacht. Früh morgens ab 5 Uhr taten dann die über Lautsprecher vorgetragenen Gebete ein Übriges, dass an Schlaf nicht zu denken war. So hellwach startete ich um 6 Uhr einen Morgenlauf und überbrückte dabei die 5 km Distanz zwischen Sikela und dem höher gelegenen zweiten Stadtteil von Arba Minch Schecha. Später hörte ich das heute in ganz Äthiopien das Kulubi Gabriel Fest gefeiert wird. Bei der Tourist Information erfuhr ich, dass der Parkeintritt und eine Bootstour zu den Krokodilen im Chamo-See 300 Birr kosten würde, was meiner Meinung nach überteuert und den Ausflug nicht wert ist. Als schließlich noch das Internet mich 2-mal aus der Leitung schmiss, sodass ich nach 30 Minuten noch nicht beginnen konnte eine einzige Email zu schreiben, war ich vollends von Arba Minch bedient. Für diese lahme Leitung und diesen Service bezahlt das Internet-Cafe 400 Birr im Monat, ich bezahlte 12,45 Birr für nichts. Auch die Lage von Arba Minch, der Bradt Reseführer vergleicht sie mit Moshi am Kilimanjaro - kein Vergleich, zwischen den staubigen beiden Ortsteilen brennt die Sonne herunter und der einzige nette, schattige Platz befindet sich im Innenhof des Arba Minch Tourist Hotel, wo es zudem noch gutes Essen gibt. Ein lohnendes Ziel fand sich dennoch, der farbenprächtige Markt von Dorze. Einige hundert Meter höher gelegen als Arba Minch bietet es zudem frische Luft und phantastische Ausblicke auf beide Seen. Auf dem Markt werden Textilien und Baumwolle gehandelt, Muster und Farben wie sie die einheimischen Männer und Frauen bei ihren Kopftüchern tragen. Hinauf fuhren zwar noch Busse aber hinab half ein Privat-Pkw aus, bis zur Straße, von wo ein Taxi zurück nach Arba Minch fuhr.

  Kulubi Gabriel Fest  

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© Gerhard Maucher






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