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Schon um 5 Uhr früh ertönt das "Allah akbar"-Gott ist groß aus den Lautsprechern der Moschee. Die nächste Nacht werde ich meine Ohrstöpsel zum Einsatz bringen müssen. Um 8 Uhr startet die Bootstour zusammen mit Britta und Christina, zwei jungen Norwegerinnen.Unser erstes Ziel ist das Kebran Gabriel Kloster, wo sie nicht mitdürfen, da die Insel nur Männern Zutritt erlaubt. Wir bekomen vom Mönch ein 444 Jahre altes Buch der heiligen Schrift gezeigt, ebenso das Apostelkreuz. Beides darf ich fotografieren, aber nur ohne Blitzlicht und im Schatten. Zusammen mit der ganzen Gruppe besichtigen wir ein weiteres Kloster mit sehr dekorativen Malereien, Zurück in Bahir Dar nach einem Mittagessen mit injera und diversem Fleisch, brechen wir zu den Fällen des Blauen Nils auf. 5 Birr kostet die reguläre Busfahrt. Am Rückweg werde ich mit dem Fahrtpreis beschissen, aber es hat sich trotzdem gelohnt. |
Von Bahir Dar nach Gonder sind es 183 km, das schafft der Minibus in 2- 3 Stunden.In dem hügeligen Hochland wird meist Getreide angebaut und die Felder sind bereits abgeerntet. Ab und zu werden Tomaten, Orangen oder andere Früchte an der Straße verkauft. Überall entlang der Straße sind Leute zu Fuß unterwegs. Wir begegnen nicht nur einem Unfall, wo die Polizei bereits vor Ort ist (auch in Äthiopien hat mindestens jeder Dritte ein Mobiltelefon) und den Hergang ausmisst.
Auf halbem Weg wird die Umgebung gebirgiger, vulkanische Felstürme überragen die Landschaft. Vorbei am Schloss Guzara, einem Weltkulturerbe, erreichen wir Gonder Von 80 000 Einwohnern seit Kaiser Fasilidas (17. Jhdt.) auf heute 200 000 Einwohner angewachsen, zählt die Stadt heute allein 40 000 ausländische Besucher jedes Jahr. Belaj Giday unser Führer zeigt uns in knapp einer Stunde bestens informiert die Geschichte des Palastes oder Schlosses, wie er zu sagen pflegt. Der 7 Hektar große Komplex wird durch dicke Mauern mit 12 Toren (12 Apostel) begrenzt. Ein 13. Tor, der Eingang für Touristen kam neu hinzu, fügt Belaj an. Fasil war ein sehr sozial denkender Herrscher, der Tierquälerei verbot und in dessen Reich alle Religionen friedvoll einen Platz nebeneinander hatten. Der Rundgang beginnt an der Bibliothek von Kaiser Yohannes über den Palast des Kaisers Fasilidas, ein Grundriss von 25x25m mit vier Ecktürmen,das Wahrzeichen der Stadt.
Eine große Treppe führt zum Empfang und den angrenzenden Gemächern.Wir verlassen diesen Palast auf der anderen Seite, wo sich Weinkeller und Balkon befinden. Als nächstes besichtigen wir die teils im 2. Weltkrieg zerstörte Ruine des Palastes des Kaisers Iyasu, das Badehaus und kommen auch an dem sehr kleinen Löwenkäfig vorbei. Die Kaiserin Mentewab beschreibt Belaj als schön und klug und macht nebenbei einen Scherz über die Gefährlichkeit dieser Kombination.
Zuletzt schauen wir uns ein von der Weltbank unterstütztes Projekt an, wo Handarbeiten für den Export, vorerst in die USA gefertigt werden. Der Palast ist selbstverständlich Weltkulturerbe der UNESCO.
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Nach dem Frühstück im Hash-Baz Cafe besichtige ich die Debre Berhan Selassie Kirche mit ihren phantastischen Decken- und Wandmalereien. Das restliche Morgenprogramm war ein kleiner 10 km-Marsch zum Felasha Village. Das Dorf wurde von einem Schotten zur Unterstützung alleinerziehender Mütter errichtet und lebt von Spenden. Nun starten sie ein Kunsthandwerk mit Webereien, Keramik und Aufzucht von Gemüsen. Im Moment wird es hauptsächlich von Japan und England unterstützt. Der Name erinnert an die Vertreibung der Felashas aus dieser Region: Ploughshare Womans Crafts Training Center E-Mail pctechno@ethionet.et |
Ankunft in Debark: Für 40 Birr übernachte ich im Simien Park Hotel.
Das Wetter lockt zu einer Erkundung der Gegend im Laufschritt.Zuerst hatte ich eine nette Begegnung, da mich ein Mitläufer in seine Hütte einlud und dabei über das ganze Gesicht strahlte. Etwas später wurde ich von den Scouts am Parkeingang gestoppt und zurück nach Debark geschickt.
Nach einer kurzen Pause lief ich in die andere Richtung rundherum von einer phantatischen Landschaft umgeben. Die interessanteste Entdeckung war eine Mühle, wo Korn zu Mehl gemahlen wurde. Schließlich war ich umringt von einer Kinderschar und einigen Älteren, zu denen die 20-jährige Haimanot Tefere gehörte. Nach der Besichtigung einer Kirche wurde ich von ihr zum Kaffee eingeladen und lernte ihre ganze Familie kennen.
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