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Eine Reisereportage von Gerhard Maucher

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Die 4-wöchige Reise vom 6.12.2006 bis 3.01.2007
führte zunächst nördlich von Addis Ababa entlang der Historischen Route und danach südlich von Addis über Asela, Arba Minch bis ins Omotal nach Jinka.

  Lucy  

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Endlich am Nationalmuseum angekommen kann ich die 3,8 Mio alten Gebeine des Skelettes Lucy betrachten. Lucy ist eines der ältesten Menschenfunde.Wir erinnern uns an das Lied der Beatles" Lucy in the sky with diamonds". Afrika, speziell Äthiopien wird deshalb auch die Wiege der Menschheit genannt.

Ankunft in Addis Ababa



Kurz nach sechs Uhr setzt die Dämmerung ein. Noch eine Stunde bis zur Ankunft in Addis. Der äthiopische Kaffee belebt.Zwischen den Wolken erkennt man einen grün-braunen Flickenteppich von Feldern mit aufgesetzten vulkanischen Kegeln. Schon kurvt der Kapitän auf den Bole Int. Airport zu und landet sanft. Draußen hat es 15 Grad Celsius.Schräg gegenüber vom Lido Hotel ist das Ministerium für Tourismus, wo ich generell die Transportmöglichkeiten erfrage.



Danach setze ich meinen Rundgang fort, vorbei am Revolutionsdenkmal, dem Regierungssitz und dahinter die Menbere Selassie Kirche.Am Meskal Square wird am nächsten Tag die Zeremonie zum nationalen Tag der verschiedenen Völker Äthiopiens auf einer Großleinwand übertragen. Um der Sonne nicht weiter ausgesetzt zu sein, setze ich mich in das schattige Square Garden Cafe gegenüber. Ich bestelle ein Fastengericht, da heute Freitag ist. Allerdings ist diese Variation von Gemüsen so viel, dass ich es kaum zwinge. Zumal es mit injera, dem säuerlichen Fladenbrot
darunter serviert wird, das ich zuerst als Deko angesehen habe.
Im Stadtmuseum nebenan ist die Besiedlung von Addis von seinen Anfängen an zu sehen: Bilder der ersten Unterkünfte, Fahrzeuge, Post, Telephon etc. Dazu vielfach Portraits von Kaise Haile Selassie, sowie Sovjet- und DDR-Erinnerungen. Das Museum wurde 1986 in einem etwa 100 Jahre alten Gebäude untergebracht.

  Kaffeezeremonie  

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Ich war schon kurz nach 5 Uhr morgens startklar um mit einem Taxi zur Busstation zu fahren, wo Mr. Kehamet darauf wartete, mir in den richtigen Bus nach Bahir Dar zu helfen. 6 25 Uhr setzt sich der Bus in Bewegung. Früh am Morgen sind überall Läufer unterwegs, die trainieren. Insbesondere die Eukalyptuswälder nordöstlich der Stadt sind ein beliebtes Trainingsgebiet. Der Busadjutant sammelt bei den Fahrgästen erfolgreich Geld für seine Übernachtung. Der Bus fährt morgen zurück nach Addis. Nach der mühsamen Überquerung der Blauen Nil Schlucht auf ungeteerten Straßen ist es Zeit für eine Rast und Stärkung. Auf dem Hochland wird überwiegend teff, das Brotgetreide angebaut. Vereinzelt sieht man Herden von Pferden, Rindern oder Ziegen grasen. Giut 12 Stunden dauerte die rund 600 km lange Fahrt, sodass ich kurz nach Sonnenuntergang in Bahir Dar ankam. Nachdem ich mich an der Busstation von ungebetenen Helfern befreit hatte, kreuzte Kifle meine Wege und lotste mich in die neue Tsehay Pension, die 60 Birr mit Bad und heißem Wasser kostet: sehr zu empfehlen. Ebenso das Tana Rest., wo ich Fischgulasch zu Abend aß. Für morgen Vormittag vereinbare ich mit Kifle eine Tour zu den Klöstern im Tanasee, für die ich 52.50 Birr anzahle. Die restlichen 100 Birr erhält er morgen.

  auf der Fahrt nach Bahir Dar  

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  Tanasee  

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© Gerhard Maucher





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