 |
Der Traum Panamericana erstreckt sich über tausende von Kilometern durch 13 Länder entlang der amerikanischen Westküste. Unser Traum beginnt in einem verschneiten Frühsommer in Alaska, führt und durch die Goldfelder von Yukon und Klondike und die Inselwelt der Inside Passage in die wolkenverhangenen Wälder Westkanadas.
Auszug aus dem Buch 24 Tage am Beginn der Panamericana - Eine Reise durch Alaska und Kanada
Der Autor dieses Buches bin ich selbst, darin eingebunden sind unsere Erlebnisse und Erfahrungen auf der ersten Etappe der Panamericana.
Begleitet uns auf dieser und auf den weiteren Etappen auf der längsten Straße der Welt bis wir - unseren Plänen zufolge im Jahr 2005 - in den Süden Chiles gelangen ... |
Tag 9 : Whitehorse - Atlin
Das Paradies für Aussteiger
62 km auf der Panamericana, die auch hier in Kanada den Namen Alaska Highway trägt, haben wir am nächsten Morgen vor uns. Wir checken aus unserem Motel aus und nehmen das Frühstück wieder einmal auf der Fahrt ein. Das Menü kennt Ihr ja schon. Pappsandwich mit Nutella, Philadelphia und Bananen. Trotzdem schmeckt es lecker, weil es zu so einem Urlaub dazugehört, und weil es uns an Tagen, an denen wir keine Lust auf ein ausgiebiges Frühstück haben, die Zeit gibt voranzukommen. |
So ist unser einziger Stop am Alaska Highway Lake Swan. Ein kleiner Waldweg führt vom Highway ab und leitet uns ins Unterholz. Einige Minuten läßt er uns zweifeln, ob wir wirklich dem richtigen Schild gefolgt sind. Vereinzelt tauchen bewohnte Blockhäuser auf. Ein Campingplatz, wenn auch geschlossen, verstärkt unseren Eindruck, daß wir auf dem richtigen Weg sind und schließlich endet der Weg auch an einer Aussichtsplattform. Vor uns erstreckt sich der weitläufige See umgeben von Brachland und einer weit an den Horizont verdrängten Gebirgskette. Infotafeln erklären uns hunderte von Vogelarten, die wir aber leider alle nicht ausmachen können. Die Texte weisen uns darauf hin, daß die Brutsaison, in der sich die Vögel hier sammeln, im April endet. Wieder mal beweist sich, daß Alaska und der Norden Kanadas extrem von den Jahreszeiten geprägt sind und man wohl mehrere Reisen braucht, um alle Naturwunder kennenzulernen. |
Zurück auf dem Highway genießen wir noch die wenigen Kilometer Asphalt, bevor wir in Jakes Corner, einem Rasthaus, das Dank der dünnen Besiedlung des Landes seinen Weg in Karten und Atlanten gefunden hat, auf die Atlin Road abbiegen.
Über Atlin haben wir an vielen Quellen nur wenig finden können. Die Aussagen schwankten dabei zwischen paradiesischer Einsamkeit und der Frage, warum der Autor diesen Umweg auf sich genommen hat. In jedem Fall waren es aber nur wenige Zeilen über den kleinen Ort. |
In unseren Zeitplan paßt er und so nehmen wir die 97 km lange, nur grob präparierte Sackgasse nach Atlin. Das Wetter kann sich nicht so richtig entscheiden, ob es uns dabei zur Seite stehen soll. Bereits den ganzen Morgen sind wir durch ein trübes Grau gefahren. Jetzt wechseln sich Schnee- und Regenschauer, die die Straße aufweichen, mit sonnigen Partien ab, die Seen und Gletscher zu unserer Rechten in eine wundervolle Kulisse verwandeln. Hier und da halten wir an und lassen unsere Blicke über Wasser und Berge schweifen, entdecken Weißkopfadler und auch mal einen einsamen Angler. |
Mehr dazu im Reisebericht 24 Tage am Beginn der Panamericana - Eine Reise durch Alaska und Kanada

|