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Ein Besuch am Mwazaro Beach bei Hans von Loesch
Nur 2 Autostunden südlich von Mombasa auf der Halbinsel Shimoni liegt Mwazaro Beach. In der alten Sprache der Küstenbewohner (Stamm der Digo) bedeutet Mwazaro so viel wie "Platz des Betens". An einem alten, knorrigen Baobab (Affenbrotbaum) wird auch heute noch gebetet und geopfert.
1993 kam Hans von Loesch als menschliches Wrack und dem Tode erst mal knapp entronnen nach Kenia. Er wollte aus seinem beruflich erfolreichen Leben ausbrechen und an der Küste Kenias ein Plätzchen finden, an dem er seine letzten Lebenswochen/monate verbringen wollte: an einem weißen Sandstrand, mit Palmen, Hula-Girls, Whisky-Bar und Schaukelstuhl. Doch er machte an diesem heiligen Strand - dem Mwazaro Beach - einen neuen Anfang, tauchte ein in die faszinierende Welt der Traditionen und des Geisterglaubens. Er kämpfte gegen Korruption, traf die Liebe seines Lebens, erwarb ein paradiesisches Anwesen und wurde ein Pionier des Öko-Tourismus in Kenia.
Wir haben uns für den 1. Februar 2008 mit Hans verabredet. Gegen 12.00 Uhr treffen wir in Mwazaro Beach ein, werden vom Gastgeber begrüßt und in eine gemütliche Sitzecke geführt, in der es sich auch schon ein anderes Paar bequem gemacht hat. Frisches Mwazaro-Quellwasser, Lemongrastee und Kaffee stehen zur (kostenlosen) freien Verfügung bereit und schnell lernen wir Hans' Erzählkunst kennen. Die Zeit bis zum Lunch - einem köstlichen 3-Gänge-Menue aus der sansibarischen Küche - vergeht wie im Fluge.
Mittlerweile ist es 15.00 Uhr und wir machen uns gemeinsam mit Hans als Führer und 2 Einheimischen auf zu einer 2-stündigen Bootsfahrt im Mündungsdelta des Ramisi-Rivers. Hier liegt ein etwa 42qkm großer Mangrovenurwald, in dem - und das ist einzigartig in Afrika - alle 9 Mangrovenarten wachsen, die es auf der Erde gibt.
Wir sehen seltene Vögel, besondere Krebsarten, Warane und Krokodile. Mit allen Tieren ist Hans "per du", kennt alle ihre Namen, spricht mit ihnen in seiner ganz besonderen respektvollen Art. Und wir erfahren so viel Wissenswertes über den Mangrovenwald und dieses einzigartige Ökosystem, dass es schon schwerfällt, alles abzuspeichern.
Leider können wir dieses Mal nicht über Nacht bleiben und eines der Cottages mieten oder unser Zelt aufbauen, denn am nächsten Morgen müssen wir schon früh in Mombasa noch einige Termine "abarbeiten".
Aber wir beschließen, Hans in Mwazaro Beach im Sommer 2008 zum Abschluss unserer Safari noch einmal zu besuchen und dort 2-3 Tage zu verbringen. Dieser Ort ist einfach wunderbar romantisch, friedlich und wirkt noch so ursprünglich.
Hier kann man - abseits vom Massentourismus - die Seele baumeln lassen, zur Ruhe kommen, träumen und Kraft tanken und das auch noch recht preiswert.
Für uns ein echter Geheimtipp!!!
Wie Hans von Loesch zum Mwazaro Beach gelangt ist, über sein Leben mit den Geistern an Kenias Küste und dieses besondere Fleckchen Erde könnt ihr übrigens lesen in seinem Buch "Afrikanisches Schach".
Liebe Grüße
Birgitt
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