 |  | Hi ihr zwei! hab' mir gerade mal Euer Mallorca60- Foto angesehen. Ist qualitativ merklich aufgewertet! Vorallem die Nachbearbeitung der Scanschärfe kommt gut. Würde ich so lassen. Zu den angesprochenen Problemem: Die "Schieflage" einiger Eurer Fotos (z.B. Taj Mahal) ist mir auch schon aufgefallen. Dabei ist eine Korrektur in der Nachbearbeitungssoftware eigentlich kein Thema. In jeder Standardsoftware findest Du eine Option " Bild drehen". Dort kann man dann eine beliebige Gradzahl eingeben, um die das Foto gedreht werden soll. Dannach muß man allerdings das Bild wieder zuschneiden, wodurch (je nach Höhe der Gradzahl) ein Teil des Bildinhaltes verloren geht. Da Ihr das "Geraderichten" ansprecht, vermute ich, daß Ihr versucht, das Bild durchdie oftmals in der Grafik- bzw. Scannersoftware vorhandene, automatischen Funktion auszurichten. Dies kann ich nicht empfehlen, da der Algorithmus sich dabei an im Bild vorhandene Linienverläufen orientiert, und dadurch sehr fehleranfällig ist. Die Verzerrungen durch Verwendung von Weitwinkelobjektiven (stürzende Linien) würde ich nicht korrigieren, auch wenn es mittlerweile hierfür Filter gibt. Da die Algorithmen hierbei auf die Lage der Pixel einwirken müssen, kann dies eigentlich nur zu einem Qualitätsverlust führen
Zu den Tipps und Hinweisen zur Fotonachbearbeitung: Da ich Eure Soft- und Hardwareausstattung nicht kenne, kann ich Euch nur meine persönlichen Erfahrungen mitteilen, die ich in numehr drei Jahren EBV gesammelt habe. Diese erheben antürlich keinen Anspruch auf Gemeingültigkeit, jedoch kann man (hoffentlich) zwischen den Zeilen ein paar brauchbare Tipps rauslesen:
Reisehomepages stehen und fallen nun einmal mit der Qualität der verwendeten Fotos. Nur zuoft findet man im Internet Websites, die durch eine mangelnde Scannachbearbeitung deutlich an Qualität verlieren, obwohl die Fotomotive, wie auch die Originalfotos bzw. -dias sicherlich von hervorragender Qualität sind. Natürlich muß man bis dato (leider) einen Kompromiß zwischen maximaler Qualität und minimaler Ladezeit eingehen, denn weder ein qualitativ hochwertiger Scan mit 100KB noch ein überkomprimiertes Foto mit 10KB wird gern gesehen. Dieser Kompromiß ist jedoch je nach persönlicher Wertigkeit von Qualität und Ladezeit unterschiedlich, und ist auch abhängig vom Verwendungszweck. Zum Beispiel reize ich bei meinen upgeloadeten Bildern bei PERVAN.DE die von Mirjana festgelegte 96KB- Grenze weitestgehend aus, da man hier ja nur jeweils ein Bild ansieht und das Seitenkonzept auf die Verwendung von Thumbnails abgestimmt ist. (Für mich unverständlich sind daher die hier teilweise upgeloadeten, stark komprimierte Fotos mit 20 oder 30KB). Im Gegensatz dazu muß ich natürlich z.B. auf meiner HP die Fotos entsprechend stärkerkomprimieren (und kleiner machen).
Zum Scanner: Da ich mir erst vor kurzem einen neuen Scanner gekauft habe, hier meine "frischen" Erfahrungen: Ein guter Scanner (samt gutem Treiber) ist neben einer guten Nachbearbeitungssoftware das A und O für gute Scans. Wer jedoch nun denkt, daß ein teuerer Scanner automatisch der bessere ist, irrt. Habe in den letzten Wochen mehrere Scanner (von 200 - 550.-DM) getestet. Überraschenderweise war ein Scanner mit 222.-DM der (für meine Zwecke) Beste. Wichtig ist unbedingt, daß man den Scanner zum Testen mit nach Hause nimmt und einige Stunden intensiv damit arbeitet. Ich habe mir dazu einige "Referenzfotos" rausgesucht, und diese dann mit den unterschiedlichen Scannern abgecheckt. Wichtig dabei auch, daß man mit den Referenzfotos auch das gesamte Farbspektrum abdeckt, da manche Abtaster Probleme bei der naturgetreuen Darstellung in manchen Farbbereichen haben. Auch habe ich beim Testen festgestellt, daß die mitgelieferte Treibersoftware oftmals ungenügend ist. Man sollte darauf achten, daß der Treiber eine manuelle Änderung aller Optionen zuläßt. Zum Beispiel wird bei einigen Scannertreibern oftmals automatisch eine Schärfeverbesserung zugefügt, die man nicht abschalten kann. Diese ist aber oftmals um Welten schlechter als die Schärfefunktionen der Nachbearbeitungssoftware. Viele Hersteller bieten jedoch mittlerweile auf ihren Homepages Downloadmöglichkeiten der Treiberupdates an, so daß es sich lohnt da mal vorbeizusurfen.
Nachbearbeitung: Nachfolgend mein "typischer" Ablauf eines Fotoscans, bezogen auf das Scannen von Fotoprints (keine Dias). Wie schon gesagt, ist meine persönliche Meinung und erhebt keinen Anspruch auf "So wird's gemacht!":
- Scanne meine Fotos mit 400dpi, da ich festgestellt habe, daß eine hohe Scannerauflösung und eine nachträgliches Verkleinern in der EBV bessere Ergebnisse liefert als eine kleinere Scanauflösung zu fahren. - Die Einstellungen in der Treibersoftware kann man leider nicht verallgemeinern. Sind abhängig vom Scannermodell. Schärfe nehme ich aber weitgehend zurück. - Direktes Scannen in die Grafiksoftware und erste Anpassung von Helligkeit und Farbe. Für die Helligkeit nehme ich ausschließlich den Gamma- Filter. Für die Farbe normalerweise nur den Intensitätsregler. - Korrekturen wie Drehen etc. und anschließendes Zurechtschneiden des gewünschten Bildausschnitts. - Verkleinern des Scans auf die Endgröße in Pixel, da auflösungsunabhängig, z.B. für PERVAN.DE- Fotos 480px für die breitere Rechteckseite. Soll noch ein Rahmen drumrum, so muß die Pixelbreite noch berücksichtigt werden. - Falls notwendig, nochmals Korrektur der Helligkeit und Farbe. - Nun kommt die wichtigste Funktion, die Anwendung des Schärfefilters. Hierzu verwende ich ausschließlich den Filter "Unschärfemaske". Leider ist die Qualität dieses Filters bei den gängigen Softwaren überraschend unterschiedlich. Nach Testen von mehreren Softwares wie Photshop, PhotoImpact, PhotoPaint, PaintShop, iPhoto Plus etc.pp. besitzt Corel PhotoPaint die meiner Meinung nach beste Unschärfemaske (Dafür hat PhotoPaint wieder andere Mängel). Nicht wirklich schlechter ist auch der Filter vom PaintShop von Jasc. Deutlich schlechter ist z.B. die Unschärfemaske bei PhotoImpact bzw. iPhotoPlus, wobei ich die Bildbearbeitungen wie Drehen, Farbe, Helligkeit etc. damit mache. Der Qualitätsgewinn bei Anwendung des Schärfefilters ist enorm, jedoch sollte man auch nicht übertreiben, da das Bild sonst schnell körnig und unecht wirkt. Zudem verliert ein "übertrieben scharfes" Bild bei der anschließenden Komprimierung mächtig an Klasse. - Oftmals entstehen durch den Schärfefilter in manchen Bildbereichen ungewünschte Körnungen (z.B. der Himmel). Dies kann man umgehen, indem man mit Masken arbeitet und dadurch den Schärfeeffekt nur auf einzelne Bildbereiche anwendet, bzw. diese Bereiche mittels "Gaußscher Unschärfe" weichzeichnet. Letztere verwende ich gerne für eine gewollte Unschärfe im Himmel- bzw. Wolkenbereich, was IMO dem Bild mehr Tiefe verleiht. - Abschließend muß das Foto noch komprimiert werden. Hierzu speichere ich das nachbearbeitete Foto verlustfrei in das BMP- bzw. TIFF- Format ab und gehe damit in meine Komprimiersoftware (Ulead SmartSaver). Viele Grafikprogramme haben natürlichauch ihren internen Komprimierer, jedoch hat man beim Smartsaver wesentlich mehr Einstellmöglichkeiten für die Feinabstimmungen. Echtfarben- Fotos komprimiert man bekanntlicherweise ins JPG- Format, während man für Grafiken und Texte, wie auch für transparente Fotos eher das GIF- Format hernehmen sollte. Letzteres kann aber nur maximal 256 Farben speichern. Das PNG- Format beherrscht zwar beides, hat sich aber im Internet (noch) nicht durchgesetzt und ist daher nicht zu empfehlen. Zu dem neuen JPG2000- Format kann ich noch nichts sagen. Meine JPG- Komprimierrate mache ich abhängig von der Dateigröße. Für Websites ist das Progressive JPG- Format vorzuziehen, da man beim Laden bereits nach ein paar Sekunden einen ersten Preview des Bildes erhält. Enthält das Foto viele Rottöne, so sollte man als Subsampling das YUV422- Format dem (Standard-)YUV411- Format vorziehen, Es benötigt zwar etwas mehr Bits, bringt aber die Rottöne weit besser rüber. Beim GIF- Format lohnt es sich oftmals, etwas mit dem "Farbgewicht" zu spielen, was bei vielen Bildern das Ergebnis verbessert und / oder die Dateigröße minimiert.
So, ich hoffe ihr konntet ein paar Anregungen finden. Wünsche Euch weiterhin viel Spaß beim Scannen. Karsten
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