 |  | Erfahrungen und Erkenntnisse einer Traumreise.
Die erste Erkenntnis ist die, das die 172 Tage dauernde Reise in 2003 zu kurz war. Es gibt zuviel Schönes zu sehen, vor allem aber trifft man freundliche und hilfsbereite Menschen. Wer eine Rundreise machen will, sollte sich als erstes einen guten Reiseführer kaufen und sich viel Zeit für die Planung nehmen.Da das Angebot an Reiseführern sehr groß ist,wird auch viel Mist angeboten. Wir emfehlen das Reisehandbuch NEUSEELAND vom Iwanowski Verlag, oder das in englischer Sprache verfasste Handbuch vom Lonely Planet Verlag. Ausserdem sind zur Planung gute Strassenkarten wichtig. Das Kartenangebot in NZ ist ausgezeichnet, bei uns leider nicht so besonders. Die guten Strassenkarten die derAA noch bis vor kurzem kostenlos vergab, sind leider nicht mehr erhältlich. Die ebenfalls kostenlosen Informationsbroschüren die der AA jetzt anbietet, kann man getrost vergessen.
Wer mit einem Camper durch das Land reisen will, sollte bedenkendas das Leben auf engstem Raum recht unbequem sein kann, besonders wenn man die kleinste Variante, Hitopp genannt, mietet. Wir haben uns so ein Ding genauer angesehen, das ist schlicht eine Zumutung und höchstens für junge Leute geeignet. Die zweite, etwas grössere Ausführung (umgebauter Lieferwagen) sollte es schon sein, da können zwei Personen mit klar kommen. Wer komfortabler, oder längere Zeit im Lande umher reisen will (2 Personen),ist mit einem Fahrzeug das für vier Personen ausgelegt ist bestens bedient. Wichtig ist es sich über die Ausstattung und Einrichtung genauestens zu informieren.Manche Fahrzeuge verfügen nur über ein kleines Chemieklo, andere haben komfortable Nasszellen mit Toilette, Dusche und Waschbecken.
Bei der Übergabe des Fahrzeugs mus der Mieter eine Kautionssumme hinterlegen, das ist üblich und wird per Creditkarte abgewickelt. Bei der Rückgabe des Fahrzeugs bekommt man den Schein zurück. Sollten jedoch Beschädigungen festgestellt werden, werden die Reparaturkosten von der Kaution abgezogen. Die Höhe der zu hinterlegenden Kaution differiert von Anbieter zu Anbieter und kann zwischen $2000 und $7000 betragen. Wer Geld sparen will sollte sich mit neuseeländischen Vermietern in Verbindung setzen, bei längeren Mietzeiten rechnet sich das! Wir hatten, mangels Erfahrung, unsere erste Reise (1996/28 Tage, ca. 9.700DM) über ein Reisebüro in unserm Ort gebucht. Zu teuer, wie wir später feststellen mussten. 1999 buchten wir unsere komplette Reise (60 Tage ca. 7200DM)bei einem deutschen Reisebüro in Auckland. Im vergangenen Jahr beim gleichen Anbieter: Flüge, 8 Tage Rarotonga, das Wohnmobil für 172 Tage: 8.700 Euro inklusive Versicherung.
WAS MAN NICHT MACHEN SOLLTE: Beide Inseln in drei bis vier Wochen. Das bringt nichts ausser Ärger und Stress. Besser eine Insel, diese aber ausgiebig und in aller Ruhe. Da wir bei unser ersten Tour von unserem Reisebüro falsch beraten worden sind, wissen wir wovon wir reden. Man sollte, wenn man mit einem Camper das Land bereisen will, schon vor Antritt der Reise eine Route festlegen. Wichtig ist es dabei auf die Übernachtungsmöglichkeiten zu achten, denn das landesweite Netz der Campingplätze weist Lücken auf. Ausserdem sind manche Camps nicht zu empfehlen. WICHTIG sind ein bis zwei Tage Reserve für unvorhersehbare Ereignisse.
Da Neuseeland sehr gebirgig ist, sind die Strassen kurvenreich und weisen Steigungen sowie Gefälle auf, die nicht jedermans Sache sind. Wenn dann noch Regen einsetzt ist die Tagesplanung garantiert im Eimer. Wie wir in Gesprächen festgestellt haben, überschätzen viele Leute ihr fahrerisches Können.
Merkwürdiger Weise kann man in den meisten Reiseführern lesen das wildes campen erlaubt ist. Das ist falsch, und wird nicht gerne gesehen.An den meisten dafür günstigen Stellen sind nicht zu übersehende Verbotstafeln angebracht, und da man Gast ist sollte der Rreisende sich auch wie ein solcher benehmen! Da aber viele Touristen der Meinung sind das diese Verbote fürsie keine Gültigkeit haben, überlegt man z.Z. ob man das unerlaubte campen nicht mit empfindlichen Geldstrafen belegt werden sollte. Da das Busgeld über den Vermieter eingezogen werden soll, der die Summe wiederum von der Kaution abzieht, kann am Ende der Rundreise die Überraschung gross sein. Wir würden es begrüssen wenn das Gesetz durchgebracht werden würde, denn der hinterlassene Müll und die Excremente im Gebüsch sind nicht zu übersehen.
Wer gerne auf besonders schön gelegenen Plätzen und zudem kostengünstig übernachten möchte, sowie keinen grossen Wert auf Komfort legt, dem empfehlen wir die D.O.C. Camps. Das Departement of Cnservation verfügt landesweit über einfache, meist nur mit Plompsklo ausgestatteten Camps. Diese liegen dafür aber an den schönsten Stellen der National Parks und Regional Domains. Noch ein Wort zu den Campingplätzen im allgemeinen. Bevor man einen Stellplatz anmietet, ist es sehr Empfehlenswert sich die Ausstattung (Sanitärbereich, Küche u.s.w.) des Camps anzusehen. Wir haben uns manchmal sehr gewundert wofür der Vermieter 10-12 Dollar pro Person und Nacht haben wollte. Die Lebenshaltungskosten sind zum Teil etwas niedriger als bei uns in Deutschland. Treibstoffe sind wesendlich günstiger, Diesel 0.21-0,30 Euro. Einige Supermarktketten geben Couponblöcke aus, wir empfehlen diese zu nutzen denn damit kann man eine Menge Dollars sparen. Die Strassen sind im allgemeinen gut bis sehrgut. Bei uns in Deutschland wird fast jedes Gefälle angezeigt, darauf sollte der Reisende sich in NZ nicht verlassen. Vor allem Radtouristen können diesbezüglich Überraschungen erleben. So das war es, sollte Jemand noch Fragen haben, wir stehen gerne zur Verfügung. Unsere Anschrift: hahei01@aol.com
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