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  • Kenia - Tipps für Neulinge (Pauschaltouristen) Ety   10. Juni 2007

Verfaßt am 10. Juni 2007 um 19:47

Empfehlungen für Kenia-Neulinge


Seit 1990 reisen wir ca. zweimal jährlich nach Kenia, sind von den Hotels, dem Service und den Rundreisen (Safaris), die wir auf eigene Faust unternehmen und immer vor Ort buchen, vollauf begeistert.

Auch die Sicherheit ist gewährleistet, man sollte sich eben nicht alleine in der Nacht auf zweifelhaften Plätzen und am Strand aufhalten. In den Hotelanlagen ist es immer sicher! Auch während des Tages kann man ohne Bedenken Fahrten mit Matatus (die öffentlichen Kleinbusse) machen oder Spaziergänge zu den Shopping-Centers bzw. am Strand.
Wir sind seit Jahren an der Südküste Mombasas (Alliance-Hotels, Leopard-Beach-Hotel) und hatten nie Probleme.

Der in den Augen mancher „Neu“-Touristeneinzige Nachteil von Kenia sind die Beach-Boys.
Sobald man sich an den Strand begibt, wird man meist von einer Horde Afrikanern umringt, die einem etwas verkaufen wollen – angefangen vom Schlüsselanhänger bis zur Safari. Diese Menschen müssen aber auch leben, die Armut dort ist sehr groß. Mit einigen freundlichen, aber bestimmten Worten (gut wäre in Kisuaheli z.B. „Asante, hakuna biashara, hakuna pesa!“ = Danke, kein Geschäft – kein Geld) sind sie aber schnell wieder abgewimmelt. Man braucht (darf aber) in Kenia nicht am Strand im Sand zu liegen, alle Hotels haben einen schönen Garten mit Liegen und Badetüchern (mit Ausnahme der ASC-Hotels immer kostenlos) und mit Sicht auf den wunderschönen, weißen Strand.

Die Hotelstandards sind gut – man sollte aber nicht in westeuropäischen Maßstäben messen. Nach diesen Kriterien müsste man in der Regel bei den Kenia-Hotels einen Stern weniger rechnen. Auch darf man nicht vergessen, dass man sich hier (gerade im Hinblick auf Kriechtiere und Insekten imZimmer) in den Tropen befindet. Man wird jedoch auf fast keinem Platz der Welt solch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis der Hotelpreise finden wie in Kenia. Nur als Beispiel, wir bezahlten während einer Radtour durch Österreich für Übernachtung und Frühstück in Privatquartieren (teilweise mit Etagenduschen und –toiletten) durchschnittlich 19 Euro pro Person und Nacht. Für unser Hotel (Safari Beach, 4 Sterne) bezahlten wir in der Nebensaison für ein Einzelzimmer mit Halbpension pro Tag 35 Euro. Hier haben wir aber zwei Pools, einen herrlichen Garten, große, geräumige Zimmer, falls gewünscht täglichen Wechsel der Bettwäsche und der Handtücher, Liegen mit Badetüchern am Strand, ein reichhaltiges, englisches Frühstücksbuffet, tolles Abendessen in Buffetform (all you can eat)und wirklich sehr freundliches Personal.
Ohne Zweifel kann jeder, der es darauf anlegt, auch Negatives finden, aber ehrlich, wir empfinden es in Kenia immerwieder schön und erholsam!

Natürlich sind die sanitären Anlagen auf öffentlichen Toiletten nicht unser Standard, aber in allen Hotels und Lodges ist es sauber und gepflegt. Meist stehen sogar frische, duftende Blumen in den Waschräumen.

Es gibt herrliche, palmenumsäumte Puderzuckerstrände und im Landesinneren Parks, die unbedingt besichtigt werden sollten. Zumindest ein Ausflug mit einer Übernachtung in den nahegelegenen Tsavo-Park oder den Taita-Hills ist unerlässlich. Erst dann bekommt man den richtigen Eindruck von dem Land, insbesondere von Afrika!
Eine mehrtägige Safari ist natürlich noch beeindruckender. Wir buchen immer bei einem uns bekannten, einheimischen Safari-Unternehmen (http://www.safaris-pitia-africa.de) vor Ort. Wie die Safari gebucht wird, ist natürlich Ermessensache – bei einem Pauschal-Urlaub mit mehrtägiger Safari ist natürlich eine Buchung zu Hause bei einem Reisebüro am günstigsten, weil dann die Übernachtungen im Hotel nicht bezahlt werden müssen. Wenn man aber individuelle Safaris will und evtl. auch alleine bleiben möchte, kann ich nur eine Buchung vor Ort empfehlen. Dann sollte man aber Flug und Hotel als Reisebaustein separat buchen.

Natürlich sollte man bei einer Reise nach Kenia gesundheitliche Vorkehrungen treffen und vorher einen Arzt oder Tropenmediziner konsultieren. Malariaprophylaxe und eine Impfung gegen Hepatitis A sind in meinen Augen unerlässlich. Da in Kenia die Anopheles-Mücken gegen viele Medikamente resistent sind, wird von den Tropenmedizinern der Wirkstoff Mephloquin als Prophylaxe empfohlen. Er ist in den Medikamenten Lariam und Mephaquin enthalten, hat aber bei labilen Menschen oft Nebenwirkungen in psychischer Hinsicht. Ein neues Medikament mit dem Namen Malarone ist in Kenia ebenfalls total wirksam, man muss aber täglich die Tabletten einnehmen und es ist sehr teuer. Dies ist keine medizinische Beratung – bitte unbedingt vorher einen Tropenarzt bzw. ein Tropeninstitut konsultieren. Meiner Meinung und Erfahrung nach sind für Kenia folgende Impfungen bzw. Vorkehrungen wichtig: Malariaprophylaxe mit zusätzlichem Schutz vor Mücken (z.B. Autan), Hepatitis A, Polio und Tetanus. Die Medikamente für die Malariaprophylaxe sind bereits eine Woche vor Reisebeginn einzunehmen, natürlich während der Reise und noch 4 Wochen nach der Heimkehr.

Trotzdem, liebe Kenia-Interessierte, auf in dieses Land – ihr werdet es nicht bereuen!!




 Autor: Ety, Nachricht an den Verfasser

 
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