Tokyo 150, Shibuya: golden week Mai 2007
Zeit ist in Japan ebenso wertvoll wie Platz. Auch im heutigen Japan wird von vielen Firmen erwartet, das die Arbeitnehmer aus „Dankbarkeit“ gegenüber der Firma auf (den grössten Teil) ihres Urlaubsanspruchs verzichten. Diese wiederum revanchiert sich bei den dankbaren Arbeitern, indem sie ihnen alle 10-15 Jahre einen zweiwöchigen Urlaub finanziert.
Die Regierung versucht intensiv, die Arbeitnehmer dazu zu bewegen, dass sie ihren jährlichen Urlaubsanspruch auch einziehen. Jedes Jahr im Frühling feiert man in Japan die goldene Woche. Anfänglich waren es drei Feiertage innerhalb einer Woche gewesen. Die Regierung erklärte schlussendlich noch einen Brückentag zusätzlich als Feiertag und später die ganze Woche zu einer nationalen „goldenen Woche“, damit die Bevölkerung doch endlich einmal NICHT arbeite!
Natürlich konnte dies bei weitem noch nicht alle davon abhalten.
Unsere letzten Tage in Tokyo fielen mit der Ferienperiode der goldenen Woche zusammen, aber sowohl die Post, als auch alle Geschäfte und Restaurants waren nach wie vor 7 Tage geöffnet. Es fühlten sich nach wie vor immer noch viele Büroangestellte verpflichtet zur Arbeit zu gehen. Diejenigen die ausnahmsweise die Gelegenheit wahrnahmen und mit ihren Familien ausgingen, konnten sich aber nun etwas lockerer kleiden d.h. sie trugen etwa das, was Menschen in anderen Ländern zur Arbeit tragen würden…braun und beige dominierte.
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