Andalusien 514, Agua Amarga: enge Strasse Mai 2008
Es ist kaum vorstellbar, wie schnell Spanien zu einem modernen wohlhabenden Staat wurde. Noch1985 war der Verkehr in grossen Teilen Andalusiens von Eselskarren beherrscht und für die meisten Einheimischen war damals der Besitz eines Autos ein unerreichbarer Traum. Heute sind Autos hier ebenso verbreitet (und neu) wie im übrigen Europa. Die Strassen durch die Dörfer sind aber meist nicht dafür ausgelegt, den vielen Verkehr aufzunehmen.
In Spanischen Dörfern sind einige Seitenstrassen oft so schmal, dass kaum ein Auto mit einem Fussgänger kreuzen kann. Für die Anwohner ist dies aber absolut kein Grund, dort nicht zu parkieren. Spanier finden absolut überall noch einen Parkplatz. Ihre Phantasie ist nicht so eingeschränkt wie die unsere! Sogar während der Hauptsaison gab es immer genug Parkplätze. Kreisel z.B. bieten ein riesiges Potential an Parkierungsmöglichkeiten, sowohl im Zentrum als auch entlang der kreisrunden Fahrbahn. Auch die Strassenränder und ab und zu die Strassenmitte wird rege zum parkieren genutzt. Vor Restaurants und Ladengeschäften wird regelmässig zweireihig parkiert; wenn dabei ein Fahrzeug eingesperrt wird, ist dies überhaupt kein Problem. Der betroffene Lenker muss nur etwas mit der Hupe insistieren, danach wird er Früher oder Später ganz sicher befreit! Dies ist fast der einzige Grund, weshalb die Spanier ihre Hupe überhaupt betätigen, sonst sind sie sehr geduldig. Sogar wenn ein Automobilist die Einfahrt zu einem Grossparkplatz blockiert, weil er mitten auf der Strasse anhält um mit einem Kollegen auf der entgegenkommenden Fahrbahn einen Schwatz zu halten, warten die meisten Automobilisten geduldig, bis die spontane „ad hoc“ Konferenz zu Ende ist. © Brigitte & Heinz 3226 aus der Zentralschweiz 5 Einträge im Gästebuch von Brigitte & Heinz |