Mali 97, Dogonland: Tellem-Gräber
Die Tellem, ein Pygmäenvolk siedelten noch weiter oben als die Dogon, dort wo die Felswände am unzugänglichsten waren. Die Tellem haben nicht überlebt, nur ihre Kultur und ihre Bauten, da diese die Dogon später als Speicher nutzten. Was nun kam, war eher eine Klettertour für die Schwindelfreiheit und Trittfestigkeit erforderlich war. Lehmhäuser und Speicher der Dörfer sind überwiegend zwischen oder auf großen Felsen gebaut. Hoch an einer weit überhängenden Felswand befinden sich zylinderförmige Speicher und teilweise sehr kleine Wohneinheiten, die in Felsspalten gebaut wurden.
Wir gingen die Schlucht hinauf, zwischen senkrecht aufragenden Felswänden, in denen ein Bach rauschte. Es galt, drei Dogon-Leitern hinaufzuklettern, dann waren wir auf dem "Dach" des Plateaus. Eine urige Brücke überspannte einen ca. 100 m tiefen Felsspalt; die Brücke ruhte auf Wackersteinen und knorrigen Ästen und wirkte nicht sehr vertrauensvoll. Auf der anderen Seite versteckt sich das Dorf Yougoupiri zwischen riesigen Felsbrocken und Baobabs. Das Dorf war sehr schön, aber auch sehr touristisch, weil es von der anderen Seite sehr leicht zu begehen war. © Franz Frey 1590 27 Einträge im Gästebuch von Franz Frey |