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Dominikanische Republik  185, Samana: Straßenbaustelle


Sommer 1995

Die Qualität der Straßen in der Domrep ist nicht mit denen in Europa zu vergleichen.
Besonders Nachts ist entsprechende Vorsicht geboten:
Wir sind einmal über einen Stein gefahren, und hatten gleich einen Plattfuß.
Zum Glück war das Ersatzrad in Ordnung.

Am nächsten Morgen fuhren wir zur nächsten uns bekannten Tankstelle in Samana, um nach einer Werkstatt zu fragen, denn ohne funktionsfähiges Ersatzrad halte ich es für sehr gefählich, dort länger als ein paar Stunden zu fahren.

Die Mitarbeiter der Tankstelle konnten weder unser Wörtbuch-Spanisch verstehen, noch sich in Englisch verständigen. Doch kam gleich ein englisch-sprechender junger Mann angelaufen, der uns seine Hilfe anbot.
Und das lief dann echt super: Er führte uns zuerst zu einem "Reifenlager": Ein alter Mann verwaltet in seiner Hütte einen riesigen Reifenhaufen. Er brauchte etwa 2 Minuten, um ein passendes Exemplar rauszuziehen.
Unser Guide verhandelte kurz mit dem Alten über den Preis, und schlug uns dann 10 US$ vor. Da der Reifen fast neu war, stimmte ich sofort zu, und gab dem Alten noch Domrep-Münzen Trinkgeld.

Danach lotste uns der Guide zur "Reifenwerkstatt". Dafür ging es kreuz und quer über Sand/Lehmwege durch die Wohnorte Samana's; Unser Guide mit seinem Moped vorne weg, und wir versuchten ihm zu folgen. Durch Handzeichen gab er uns Tipps für die beste Spur durch die Schlaglöcher...

Die "Reifenwerkstatt" war eine etwa 10qm große Bretterhütte, in der zwei 8 bis 10 Jahre alte Jungs warteten. Unser Guide verhandelte wieder um den Preis. Es sollte 2 US$ kosten. Der kleiner der Jungs legte sofort los, und montierte den Reifen mit einer selbstgebauten, per Hand betriebenen Vorrichtung in etwa 10 Minuten.
Da ich zuvor öfters Motorrad-Reifen montiert hatte, war ich wirklich beeindruckt, und gab dem Kleinen reichlich Trinkgeld, wofür er sich höflich bedankte.
Am Ende gab ich unserem Guide 1 oder 2 US$, ich bin mir nicht mehr sicher. Ich frage ihn, ob das OK ist. Er freute sich, und sagte, es sei völlig OK. :-)

Nach dieser Erfahrung kann man sagen, daß man Einheimische, die durch eigene Arbeit ihr Geld verdienen, nur unterstützen kann. Schon damals gab es in der Domrep genügend Leute, die z.B. durch "Schuheputzen" bei Turnschuh-Trägern Geld "verdienen" wollten.

Tipp: Auch bei einwandfrei aussehenden Mietwagen stets bei der Abholung das Ersatzrad und das Werkzeug überprüfen!

© Dietmar Zoerner  501 aus Berlin

8 Einträge im Gästebuch von Dietmar Zoerner  

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