Jemen 145, Shibam: Sonnenuntergang 7.10.2006
Nachdem die Bilder vom Sonnenuntergang im Kasten waren, kaufte ich in einem Kiosk noch dringend benötigte Zigaretten, ging zurück zum Hauptplatz und setzte mich auf die Stufen gegenüber der Moschee. Es war recht interessant, was sich nach dem Ruf des Muhezzin abspielte. Binnen Minuten waren die Souvenierstände abgebaut und der Hauptplatz völlig menschenleer. Nach einer Viertelstunde kamen die Männer zurück und strebten alle der Moschee zu. Inzwischen hab ich meine Mitreisenden gefunden, die inzwischen auch draufgekommen waren, daß die Suche nach einem Restaurant sinnlos war, weil es in Shibam keines gibt. Leider stellte sich nun heraus, daß während des Ramadan auch keine Taxis fahren. Wir stellten uns eine Stunde auf die Hauptstraße und in der Zeit kamen auf der sonst vielbefahrenen Straße keine fünf Autos vorbei, Taxi war jedenfalls keines darunter. Irgendwann fanden wir dann doch eine Karosse die in einem ganz erbärmlichen Zustand war. Unter dem Motto: "lieber schlecht gefahren als gut gegangen" entschlossen wir uns doch zur Fahrt, die 8km würde das Ding schon noch machen. Doch schon nach ein paar hundert Meter wurden wir von einem unserer Jeeps überholt. Der Guide hatte von unserem Ausflug erfahren, und konnte sich unsere Probleme ausmalen. Wir hielten gleich darauf in einem ganz urigen Restaurant in dem es nur Grillhendel gab. Die waren aber wirklich gut. Am Abend dann noch eine endlose Sitzung im Hotel wegen Weiterfahrt. Es gab die Möglichkeit auf der unattraktiven Asphaltstraße oder über das schönste Tal des Jemen, das Wadi Douan zu fahren und auch bei zweiterem gab es wieder zwei Varianten. Nach endlosen Debatten wurde dann doch mit der kurzen Variante durch das Wadi Douan ein Kompromiss gefunden. © Franz Frey 1590 27 Einträge im Gästebuch von Franz Frey |