Singapur 323, Einkaufszentrum an Orchard Road: Shopping Fieber Juni 2006
Entlang der "Orchard Road" gibt es ein Luxus-Shoppingzentrum neben dem andern. Diese sind oft durch klimatisierte Über- oder Unterführungen miteinander verbunden. In den dortigen Warenhäusern waren auf den Orientierungstafeln neben den Rolltreppen nicht die Abteilungen wie: Haushaltwaren, Kinderkleider, Bücher, etc. aufgeführt, sondern eine Liste mit den Namen geschützter Tiere wie ’Puma oder Krokodil’, Mineralstoffarten wie ’Diesel oder Quecksilber’ und auch der Boss und sein Hilfiger wurden irgendwie zum Verkauf angeboten.
In der ganzen Stadt verteilt gibt es noch viele weitere Einkaufsmeilen von denen alle andern, ausser denjenigen an der Orchard Road, ihre Waren zu Preisen anbieten, die sich auch das Fussvolk leisten kann.
Genau wie in Malaysia, sind auch westliche Ketten wie Carrefour oder Ikea vertreten und jedes grössere malaysische Geschäft hatte auch Filialen hier und umgekehrt. Egal an welchem Wochentag; es war schier unglaublich wie viele Leute diese ganzen Einkaufszentren bevölkern und am Wochenende waren es jeweils sogar noch mehr. Uns schien es, dass die Singapurer nur zwei Hobbies haben können: einkaufen und essen gehen. Letzteres wunderte uns weniger, denn es gab so viele Möglichkeiten sich gut und billig auswärts zu verpflegen. Imbissbuden auf den Strassen und "Food Court's" gab es in der ganzen Stadt in Hülle und Fülle, sogar noch häufiger als in Kuala Lumpur. In einigen Gegenden verbarg jedes zweite Gebäude einen kleineren oder grösseren "Food Court". Ein Fremder konnte diese nicht immer auf Anhieb finden, denn oft führte nur eine kleine unscheinbare Treppe in ein Untergeschoss, wo sich ein wahres Reich mit dutzenden von Esständen verbarg. Viele waren nun klimatisiert und wir hörten, dass mittelfristig alle auf diesen Stand gebracht werden sollen. Wie im Nachbarland, gab es auch hier eine sehr beliebte Nachspeise, welche aus geschabtem Eis hergestellt und mit bunten Jellies und süssen Toppingsaucen abgeschmeckt wurde. Andere wieder bevorzugten zum Dessert die gute Auswahl an Kaffeehäusern mit Backwaren. Obwohl hier alles etwas teurer war als in Malaysia, war das Essen hier immer noch sehr billig. Wenn man sah wie beliebt die vielen "Food Court's" von Mittag bis spät am Abend sind, wunderten wir uns, ob überhaupt noch jemand zu Hause kocht. Daneben gab es aber auch viele Restaurants, von denen einige westliche Speisen servierten und auch der überall unvermeidliche "Fast Food" war natürlich vertreten. Da aber die Einheimischen nicht all zu häufig dort assen und ihre eigene Küche sonst sehr gesund ist, schien Übergewicht kein Problem zu sein.
Die Leute sind so gesund, sie arbeiten bis ins hohe Alter. Erst kürzlich war das Pensionsalter auf 68 Jahre erhöht worden, aber dies ist noch nicht genug. Die Taxifahrer haben gerade diese Woche darum gefleht, dass sie arbeiten dürfen bis sie 73 Jahre alt sind! © Brigitte & Heinz 3226 aus der Zentralschweiz 5 Einträge im Gästebuch von Brigitte & Heinz |