Westafrika 104, Küste in der Westsahara: Flussdelta Februar 2003
Die seltenen Behausungen am Wegesrand sind kleine angeranzte Fischerhüttchen aus Pappe. Hin und wieder sehen wir ihre Bewohner mitten im Nowhere mit Angelequipment neben der Straße laufen. Auf der linken Seite von uns befindet sich der Rand der Sahara. Die Wüste breitet sich unendlich bis zum Horizont aus. Steine, Sand und allenfalls kleine Büsche. Alles staubtrocken. Über die Straße führen an manchen Stellen Sandverwehungen, denen man ausweichen muss, was bei solch einer leeren Straße nicht schwer ist. Für die Räumung sehen wir große Räumfahrzeuge, die auch in den Alpen für den Schneeabtransport zuständig sein könnten. Diese schöne, wirklich großartige Eintönigkeit wird durch einige Flussdeltas unterbrochen. Eigentlich dachten wir, in den Deltas einige Flamingos zu sehen, aber leider sind wir dafür schon in der Jahreszeit zu spät. Die Tiere sind schon wieder weg. Dennoch finden wir diese Flussmündungen sehr eindrucksvoll und halten bei fast jeder an. Die Straßen führen hier meist steil durch enge Röhren von ihrem Plateau bis auf Meereshöhe herunter. Rechts von uns schlagen die Ozeanwellen auf die angehäuften Dünnen in den Mündungen. Hier trifft die Wüste unmittelbar auf das Meer. © Tilo S. 74 aus Berlin In das Gästebuch von Tilo S. schreiben |