Mali 97, Dogonland: Dorf der Dogon Oktober 2001
Am nächsten Tag begann dann ein ziemlich ausgiebiger Fußmarsch, das war uns vorher bekannt, und es machte mir Sorgen, nicht wegen der Kondi, die hatte ich damals genug, aber ich hatte Angst daß ich ohne Socken Probleme mit Blasen bekommen würde. Zuerst besuchten wir das Dorf das wir schon letzten Abend durchquert hatten. Es war ein Bilderbuchdorf und entsprechend klickten die Kameras bei allen Reiseteilnehmer - außer bei einem. Ich hatte nur die Spiegelreflexkamera mit, denn beide Akkus konnten seit Segou nicht mehr nachgeladen werden und waren alle, und um das Glück perfekt zumachen hab ich auch noch die Filme im Zelt liegen lassen. Zunächst gings auf einem staubigen Fahrweg ein paar Stunden flach weiter bis wir abbogen und einen Bergrücken hinaufstiegen. Es war inzwischen fast unerträglich heiß und der steile Anstieg dauerte doch weit über zwei Stunden. Da jeder nur einen Liter Wasser mitgenommen hatte, machte auch der Durst schon ganz schön zu schaffen. Kurz bevor wir die Anhöhe erreichten, kassierte der Dogon-Guide die Spende für den Dorfältesten ein. Oben angekommen, sah man zunächst nicht allzuviel. Es waren ein paar ärmliche Häuser und zwei oder drei Frauen bei der Feldarbeit. Am höchsten Punkt thronte das Versammlungshaus. Wir mußten uns im Kreis niedersitzen, dann erschieß der Big Boss, ein uralter Mann, hieß uns via Dogon-Dolmetsch willkommen und wünschte uns alles Gute und das wars. © Franz Frey 1590 27 Einträge im Gästebuch von Franz Frey |