Jemen 145, Saada: Blick über die Stadt 29.9.2005
Nachdem wir uns den Überblick verschafft hatten, ging es rein in die Altstadt. Sehr zur Belustigung der Kinder die hier stets ein treuer Begleiter waren. Ähnlich wie in Sana´a gelang es auch in Saada zumindest innerhalb der Stadtmauern die Geschlossenheit zu bewahren. Die Moschee der Stadt ist aus dem 12. Jahrhundert, für uns Ungläubige aber leider tabu. Der Markt unterschied sich vom Warenangebot wenig von dem in Sana´a, es gab besonders viele Silberläden, viele Geldwechsler und immer wieder wurden uns Maria-Theresia-Thaler angeboten. Die waren in Saada bis in die Sechziger Jahre noch offizielles Zahlungsmittel. Mitten am Markt gabs unter einem großen Baum ein sehr ruhiges, angenehmes Freilichtcafehaus wo wir "Quishr" tranken. Ein Gebräu das aus den Kaffeeschalen gemacht wird und das man angeblich nur hier im Norden bekommt. Und das völlig zurecht, man soll halt nur drinken was man kennt... Gleich nach Sonnenuntergang machten wir uns auf den Weg ins Hotel und vereinbarten, daß wir später gemeinsam essen gehen. Wir wurden vom Reiseleiter auch angewiesen, nicht allein in der Stadt herumzurennen. Aber gleich neben dem Hotel gabs einen kleinen Laden mit "Beck´s" Bier, zwar alkoholfrei aber gut gekühlt und daher halbwegs trinkbar. Das Essen im besten, weil wahrscheinlich auch einzigen Restaurant, war dann doch ein Flop. Sie hatten einfach nichts was mir zugesagt hätte und so begnügte ich mich mit 2 Eieromeletten. © Franz Frey 1590 27 Einträge im Gästebuch von Franz Frey |