| Gleich mal Plan B: Laos! tlich darin, sofort in den ersten Tagen ein Visum und Tickets für Burma/Myanmar zu besorgen, um dort 10-12 Tage herum zu reisen. Da wir über Freunde und das Internet erfahren hatten, dass man in Bangkok eigentlich für alle angrenzenden Länder innerhalb eines Tages in den einschlägigen Büros, ein Visum und ein Flugticket zu günstigen Konditionen bekommt, hatten wir darauf verzichtet, schon in Berlin die entsprechenden Dinge zu organisieren.
Bereits an Tag Zwei der Reise müssen wir feststellen, dass Visa für dieses Land tatsächlich innerhalb eines Tages in Bangkok zu bekommen sind - allerdings eben nicht, wenn wir da sind. Die Reisebüros jammern über momentane Schwierigkeiten und nachdem wir mit einem Taxi extra zur Botschaft Myanmars fahren, wo man erklärt, dass wir ca. 3 Tage lang in einer Schlange anstehen müssen, um das Visum überhaupt beantragen zu können (es gibt da ein sehr ausgeklügeltes System das sicherstellt, dass man am nächsten Tag auch tatsächlich wieder seinen alten Platz in der Schlange bekommt), entscheiden wir uns für Plan B: Laos! Dort bekäme man die nötigen Stempel an der Grenze und einen Nachbus dorthin haben wir schnell gebucht. Burma würde dann eben später auf dem Programm stehen – Weltreisende haben ja Zeit…
Unseren zweiten Nachmittag verbringen wir somit im Khao-San-Viertel. Die Straße, berühmt geworden durch „The beach“ mit Leonardo de Caprio, ist sicherlich mit das Widerlichste, was es im Backpackertourismus so gibt. Hunderte herunter gekommene Hotels mit dünnen Pappwänden zwischen den Zimmern auf denen laute Sex- und Drogenpartys stattfinden. Bekiffte, besoffene und durchgeknallte Rucksacktouristen aus aller Herren Länder bevölkern lautstark die Gegend. Sie haben alle einen „Lonely- Planet-Reiseführer“ in der Hand, tragen alle Shorts, Flip Flops, bunte T-Shirts mit den Aufdrucken „Beer Chang“ oder „Tiger Beer“ und vor allem megagroße Sonnenbrillen, mit denen sie aussehen wie riesige Insekten. Nervige Discomusik dröhnt aus den zahlreichen Cafes und laut schreiend präsentieren die kleinen Marktbuden ihre gefälschten Waren. Es gibt achtzig Reisebüros und ebenso viele Internetcafes. Auf der vielleicht dreihundert Meter langen Khao-San-Road gibt es Burger King, Mc Donalds, Pizza Hut und sonstigen Kram aus der kulinarischen Heimat des weißen Mannes. Aber (!) so muss ich später feststellen, ist eben auch dieses Viertel Bangkoks eine absolute Touristenattraktion. Die Anhäufung so vieler junger Menschen mit Rucksäcken in einer Straße ist wahrscheinlich weltweit einmalig. Das Wort oder Synonym „Backpacker“ ist sicherlich hier entstanden! Und was steht hier in vielen Kneipen auf den Schildern? „Wer nicht in der Khao-San-Road war, ist nicht in Thailand gewesen.“ Wir sind mittendrin und fangen ab 17 Uhr langsam an, eisgekühltes Bier zu trinken…
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| Gold, Golden am Goldendsten?
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Mobil in Laos Und wir sind immerhin in Laos - hier spricht eben doch nicht jeder Englisch! Auf unsere Frage zu einem Bus nach Champasak - ein Mini-Ort, der aus einer Straße, einigen Hütten und 3 Guesthouses besteht - werden wir zum Markt geschickt, mit dem Hinweis, das es keinen Bus gäbe, aber so was ähnliches. Das Ähnliche ist dann ein alter, überdachter Pikup, auf dem jeweils an der Seite der Ladefläche und in deren Mitte eine Sitzbank ...die Ladefläche ist ca. 3 bis 3,5 Meter lang, Gepäck wird mehr oder weniger auf dem Dach, auf der Ladefläche und auf allen dort sitzenden Reisenden verteilt – wir die einzigen Touristen natürlich, zusammen mit ca. 20 bis 25 Laoten, die sich mit uns auf das Teil quetschen. Hier bekommt man eine ganz andere Einstellung zu dem Wort "voll" aus Vietnam. Als wir an einem Fluss ankommen, um von dort aus mit einer Fähre über zusetzten, haben wir sage und schreibe 32 Menschen auf dem Pikup (wir wohlgemerkt direkt mitten drin). Das wäre bei „Wetten Dass“ sicherlich ein Highlight! Trotz der Enge gibt es natürlich kein Rauchverbot, sodass ich mein Päckchen recht bald los bin – Gastgeschenke!
Hinzu kommt: wir sind die Einzigen, die mit Rucksäcken reisen. Die Einheimischen benutzen diese Art der Fortbewegung nur aus einem Grund: Um sich und ihre Waren durch die Gegend zu transportieren. Und das konnte alles Mögliche sein. Von Benzin, das bei jedem Schlagloch auf die Passagiere tröpfelt (natürlich sitzt man genau dann ganz hinten auf den besten Plätzen und bekommt die ganze Scheiße ab) über die verschiedensten Gemüsesorten, auf denen man dann eben seine Füße abstellt, bis hin zu einer kompletten Ladung lebender Hühner und Gänse. ...
| Mobil in Laos
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